BOOMERCRINGE #22
Jan Böhmermann, Olli Schulz
In dieser Mittwochsausgabe stellt Olli Jan auf die Probe: Was weiß er über den Internet-Skandal um die Gamerin und Influencerin Annie the Duck? Die Antwort: absolut nichts. Beide scheitern daran, auch nur ansatzweise zu verstehen, worum es geht — und erklären das zum Beweis, dass es so wichtig nicht sein kann.
„Liebe Fans von Annie the Duck und liebe Annie the Duck, macht euch keine Sorgen, in zwei Wochen ist alles wieder vorbei, egal was es ist. Wenn es noch nicht zu uns durchgedrungen ist, kann das so wichtig nicht sein.“
Erwähnte Medien (8)
L'Amour Toujours
Gigi D'Agostino
Eurodance-Hit aus den 1990ern, der durch ein 2023 viral gewordenes Video mit rassistischen Umtextungen internationales Problembewusstsein auslöste. Der Song ist inzwischen mit rechtsextremen Bewegungen in Europa assoziiert und wird bei Großveranstaltungen wie der EM kritisch überwacht.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:03:57 „partymäßig zu Gigi D'Agostino Ausländer rausgerufen haben“
Der Song wird im Zusammenhang mit dem Sylt-Vorfall besprochen, bei dem Feiernde rassistische Parolen auf die Melodie sangen
Goodbye to Language
Taco
Taco war ein deutscher Popsänger der 1980er Jahre und wird hier als musikalische Referenz für einen selbstgemachten Elektroauto-Jingle erwähnt. Der Podcast-Moderator Jan bezieht sich nostalgisch auf Tacos Musik und seinen unverwechselbaren Stil, um den humorvollen Kontext seines experimentellen Jingles zu unterstreichen. Die Erwähnung verdeutlicht, wie Musik aus dieser Dekade bis heute als kulturelle Referenz in modernen Kontexten nachwirkt.
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:07:14 „Kennst du noch Taco? If you know, you don't have to know. Das hat der 80er-Sänger Taku.“
Jan erwähnt den 80er-Jahre-Sänger Taco als musikalische Referenz im Rahmen seines selbstgemachten Elektroauto-Jingles
The Elephant Man
Bernard Pomerance
Dramatisches Porträt von John Merrick, dem Elephant Man im viktorianischen England. Das Stück erforscht Spannung zwischen körperlicher Entstellung und innerer Würde, sowie gesellschaftliche Ausbeutung und Dehumanisierung. David Bowie spielte die Hauptrolle 1980 in New York — historisch bedeutsam als Aufführung in der Nacht nach John Lennons Ermordung.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:17:41 „Wusstest du, dass am 9. Dezember, 1980 hat David Bowie Theater gespielt. Wusstest du, welches Stück er in London gespielt hat, er in New York gespielt hat? Der Elephant Man, The Elephant Man.“
Olli Schulz erzählt eine bemerkenswerte Anekdote: Am Abend nach John Lennons Ermordung spielte David Bowie 'The Elephant Man' vor ausverkauftem Haus in New York — nur drei Plätze blieben leer: die von Yoko Ono, John Lennon und dessen Mörder Mark Chapman, der ebenfalls ein Ticket besaß.
John-Lennon-Dokumentation
Eine Dokumentation über das Leben und Werk von John Lennon, dem legendären Beatles-Mitglied und Solokünstler. Die Doku vermittelt interessante Einblicke in Lennons künstlerische Entwicklung und persönliche Geschichte, die auch Verbindungen zu anderen Künstlern wie David Bowie offenbaren. Sie eignet sich besonders für Hörer, die sich für die britische Popmusikgeschichte und ihre kulturellen Verflechtungen interessieren.
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:18:37 „Nee, das hab ich gestern im Rahmen einer John-Lennon-Doku gehört. Super interessant.“
Olli Schulz nennt als Quelle für seine Anekdote über David Bowies 'Elephant Man'-Aufführung und die drei leeren Plätze eine John-Lennon-Dokumentation, die er am Vortag gesehen hat. Der genaue Titel der Doku wird nicht genannt.
Overtoun Bridge
Die Overtoun Bridge in Schottland ist seit den 1950er Jahren Schauplatz eines rätselhaften Phänomens: Hunderte von Hunden sind von dieser Brücke gesprungen. Der Artikel untersucht dieses mysteriöse Ereignis und präsentiert verschiedene Erklärungsversuche – von paranormalen Theorien bis zur wissenschaftlichen Hypothese, dass der Geruch von Nerzen unter der Brücke den Jagdtrieb der Hunde auslöst.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:27:40 „Ich habe ein ganz Interessantes gelesen über die Overtone Bridge in Schottland. Diese Brücke, die 1859, glaube ich, gebaut wurde, ist ein Phänomen. Von dieser Brücke sind seit den 50er Jahren über 500 Hunde runtergesprungen und es sieht aus wie Versuch der Selbstmord.“
Schulz erzählt ausführlich die Geschichte der Overtoun Bridge in Schottland, von der seit den 1950er Jahren hunderte Hunde gesprungen sind. Er referenziert den Wikipedia-Artikel dazu und gibt verschiedene Erklärungsversuche wieder – von paranormalen Theorien bis zur wissenschaftlichen Hypothese, dass der Geruch von Nerzen unter der Brücke den Jagdtrieb auslöst.
Winnie-the-Pooh
A. A. Milne · 2011
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🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:30:46 „Wir haben gemeinsam eine Nachricht bekommen von Sven über Instagram und er hat noch ein paar ergänzende Informationen zu dem Kosmos von Winnie Pooh, über den wir gesprochen haben. Tatsächlich gibt es eine Studie zweier Psychologie-ProfessorInnen aus den USA, die alle Winnie-Pooh-Charaktere analysiert haben und ihnen entsprechende psychologische Störungen nachweisen konnten.“
Jan Böhmermann liest eine Hörernachricht vor, die sich auf eine frühere Episode bezieht, in der sie über die Winnie-Pooh-Figuren gesprochen haben. Die Charaktere aus A.A. Milnes Originalwerk werden detailliert besprochen und ihren jeweiligen psychologischen Störungen zugeordnet.
Pathology in the Hundred Acre Wood
Psychologische Analyse der Winnie-Pooh-Charaktere durch amerikanische Psychologie-Professoren, die jedem Charakter eine diagnostizierbare psychische Störung zuordnen: Pooh=ADS, Tigger=ADHS, Ferkel=Angststörung, Christopher Robin=Schizophrenie. Eine humorvolle aber akademisch fundierte Studie, wie literarische Figuren reale psychologische Diagnosen widerspiegeln.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:31:14 „Tatsächlich gibt es eine Studie, schreibt Sven, zweier Psychologie-ProfessorInnen aus den USA, die alle Winnie-Pooh-Charaktere analysiert haben und ihnen entsprechende psychologische Störungen nachweisen konnten. Winnie Pooh stehe dabei für ADS, Tigger steht für ADHS, Ferkel für Angststörungen.“
Böhmermann liest eine Zuschrift vor, die eine psychologische Studie erwähnt, in der alle Winnie-Pooh-Figuren auf psychische Störungen analysiert wurden. Die Studie ordnet jedem Charakter eine Diagnose zu – von ADS bei Pooh bis Schizophrenie bei Christopher Robin. Dies knüpft an eine frühere Folge an, in der Schulz über die Depression der Figur I.A. gesprochen hatte.
Goodbye Christopher Robin
· 2017
Nachdem A.A. Milne im Ersten Weltkrieg gedient hat, kehrt er zu seiner Frau Daphne zurück. Wenig später kommt ihr Sohn Christopher Robin zur Welt. Der kleine Junge liebt es, mit seinen Stofftieren zu spielen, zu denen auch ein Teddybär mit Namen Winnie Puuh, ein kleines Schweinchen, ein Tiger und ein Esel zählen. Da Milne ihm dabei oft Gesellschaft leistet, wird der Schriftsteller schon bald zu einem neuen Buch inspiriert, in dem Christopher Robin und seine Plüschfreunde im Mittelpunkt der Gesch
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:32:01 „Da gibt es diesen Film So Long Christopher Robin und der ist vor 5, 6 Jahren rausgekommen und der Trailer hat mir schon so zu Tränen gebührt, dass ich den noch nicht gesehen habe. Da wird halt die Geschichte des Erwachsenen Christopher Robin erzählt. Den möchte ich unbedingt mir noch angucken.“
Im Anschluss an die Winnie-Pooh-Studie fällt Schulz der Film 'Goodbye Christopher Robin' (2017) mit Ewan McGregor ein, der die wahre Geschichte hinter den Winnie-Pooh-Büchern erzählt. Schulz gibt zu, dass ihn allein der Trailer so gerührt hat, dass er sich den Film bisher nicht anschauen konnte – eine persönliche Empfehlung, die er sich selbst noch schuldig ist.