#5 Christoph Amend - Wie kommt man ins ZEITmagazin
Matze Hielscher & Christoph Amend
Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins, nimmt den Hörer mit hinter die Kulissen eines der renommiertesten deutschen Magazine: vom ersten Texteinfall bis zur fertigen Seite, von der Redaktionsroutine bis zu dem, was ihn nach 25 Jahren Journalismus noch nervös macht. Praktische Einblicke für alle, die selbst schreiben wollen — und ein Porträt eines Mannes, der eigentlich Profifußballer werden wollte.
„Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich im Erwachsenenalter regelmäßig laufen würde, hätte ich mich wahrscheinlich ausgelacht.“
Erwähnte Medien (10)
Porträt Christoph Waltz
Christoph Amend · 2016
Porträt des Schauspielers Christoph Waltz für das ZEITmagazin Mann. Der Artikel dokumentiert den aufwendigen, zweijährigen Entstehungsprozess des Fotoprojekts. Im Mittelpunkt stehen die künstlerische Zusammenarbeit und die Details hinter dem finalen Portrait.
🗣 Hielscher referenziert bei ⏱ 00:20:40 „Der letzten, den ich von dir gelesen habe, ist das Porträt mit Christoph Walz. Ich weiß nicht, wir könnten den nehmen oder auch einen anderen. Der würde mich sehr interessieren“
Matze und Christoph diskutieren ausführlich den zweijährigen Entstehungsprozess des Christoph-Waltz-Porträts für das ZEITmagazin Mann, inklusive Fotografie von Peter Lindbergh.
Christoph Waltz (Porträt)
Christoph Amend
Porträt des österreichischen Schauspielers Christoph Waltz im Zeitmagazin. Der Text dokumentiert den gesamten journalistischen Entstehungsprozess: von der zweijährigen Anbahnung über die Zusammenarbeit mit Fotograf Peter Lindbergh bis zum Treffen in Los Angeles. Das Porträt dient als konkretes Beispiel, um die professionelle Journalismusarbeit vom Thema bis zur Veröffentlichung zu erklären.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:20:54 „Also den letzten, den ich von dir gelesen habe, ist das Porträt mit Christoph Walz. Ich weiß nicht, wir könnten den nehmen oder auch einen anderen. Das würde mich sehr interessieren, gerne vom ersten Moment bis zum letzten, dass wir mal einmal den Prozess durchgehen.“
Das Christoph-Waltz-Porträt im Zeitmagazin ist das zentrale Werkbeispiel der Episode. Matze Hielscher und Christoph Amend gehen den gesamten Entstehungsprozess durch — von der zweijährigen Anbahnung über die Fotografenwahl (Peter Lindbergh) bis zum Treffen in Los Angeles. Der Text dient als konkretes Anschauungsobjekt, um den journalistischen Arbeitsprozess vom Thema bis zur Veröffentlichung zu erklären.
Schwarz und ohne Zucker
· 1996
Das Biopic folgt Roy Black durch sein Leben als erfolgreicher Schlagersänger und beleuchtet die persönlichen Kämpfe hinter seiner glänzenden Karriere. Das Drama erzählt mit emotionaler Tiefe von Aufstieg, Ruhm und den inneren Widersprüchen eines Künstlers.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:22:05 „Und ich wusste nichts von diesem Schauspieler und dachte nur, ist ja wahnsinnig gut. Ich habe mich in meinem Leben nicht für Roy Black interessiert. Aber der Film spielt den ja so gut“
Christoph Amend erinnert sich an den Film, in dem Christoph Waltz Roy Black spielte, als den Moment, in dem er erstmals auf Waltz aufmerksam wurde.
Roy Black
Roy Black war ein legendärer deutscher Schlagersänger, dessen kulturhistorische Bedeutung in diesem Artikel untersucht wird. Die Darstellung seiner Person in einem Fernsehfilm mit Christoph Waltz belegt Blacks anhaltende Präsenz in der deutschen Popkultur und zeigt seinen Einfluss auf nachfolgende künstlerische Generationen, wie am Beispiel von Waltz' Karriereentwicklung deutlich wird.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:22:06 „Ich weiß noch, dass ich das allererste Mal ihn wahrgenommen habe, als im Fernsehen, da hatte er Roy Black gespielt. Und ich wusste nichts von diesem Schauspieler und dachte nur, ist ja wahnsinnig gut, ich habe mich in meinem Leben nicht für Roy Black interessiert, aber der Film spielt den ja so gut und so wie ich Roy Black noch nie gesehen habe.“
Christoph Amend beschreibt, wie er zum ersten Mal auf Christoph Waltz aufmerksam wurde: durch den TV-Film, in dem Waltz den Schlagerstar Roy Black spielte. Obwohl Amend sich nie für Roy Black interessiert hatte, war er von Waltz' Darstellung so beeindruckt, dass er dessen Karriere fortan verfolgte — der Beginn einer jahrelangen Faszination, die schließlich zum Zeitmagazin-Porträt führte.
Inglourious Basterds
Quentin Tarantino · 2009
Im von Deutschland besetzten Frankreich muss Shosanna ansehen wie ihre Familie durch Oberst Hans Landa brutal ermordet wird. Sie kann entkommen und flieht nach Paris. Gemeinsam mit seinen 8 Männern, einer Elitetruppe aus jüdisch-amerikanischen Soldaten, will Offizier Aldo Raine systematische Vergeltungsschläge gegen Nazis durchführen. Sie werden in Frankreich abgesetzt, um dort unterzutauchen. Von den Deutschen als ‚Die Bastarde' gefürchtet versuchen sie den Führer des III. Reichs zu töten.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:26:26 „Also Archivmaterial, selber natürlich auch im Netz recherchiert, mir auch nochmal Filme angeschaut. Einige Filme, die ich noch nicht gesehen hatte oder auch Filme, also die Tarantino-Filme, die ich natürlich im Kino gesehen hatte, aber dann daraufhin nochmal angeschaut.“
Im Rahmen seiner Vorbereitung auf das Porträt-Interview mit Christoph Waltz hat Amend dessen Filme nochmals angesehen — darunter die Tarantino-Filme, in denen Waltz mitwirkte. Inglourious Basterds war der Film, der Waltz international zum Star machte und ihm den ersten Oscar einbrachte.
Django Unchained
Quentin Tarantino · 2012
Als das Sklavenpaar Django und seine Frau Broomhilda bei einer Auktion getrennt werden, hat Django nur noch ein Ziel vor Augen: seine Frau wiederzufinden. Die Gelegenheit ergibt sich für den in Fesseln Geschlagenen schneller als erwartet, als er vom früheren Zahnarzt und jetzigen Kopfgeldjäger Dr. Schultz befreit wird, damit er ihm bei der Identifikation steckbrieflich gesuchter Verbrecher behilflich sei. Zum Dank will Dr.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:26:26 „Also Archivmaterial, selber natürlich auch im Netz recherchiert, mir auch nochmal Filme angeschaut. Einige Filme, die ich noch nicht gesehen hatte oder auch Filme, also die Tarantino-Filme, die ich natürlich im Kino gesehen hatte, aber dann daraufhin nochmal angeschaut.“
Neben Inglourious Basterds ist Django Unchained der zweite Tarantino-Film mit Christoph Waltz, der hier implizit mitgemeint ist. Amend beschreibt seinen Rechercheprozess für das Waltz-Porträt, bei dem er alle verfügbaren Filme nochmals sichtete, auch solche, die er bereits im Kino gesehen hatte.
Hier bin ich
Jonathan Safran Foer · 2016
Der neue Roman von Jonathan Safran Foer, an dem der Autor mehrere Jahre gearbeitet hat. Das Buch befasst sich mit Familie, Identität und persönlichen Beziehungen. Ein Werk eines etablierten amerikanischen Schriftstellers, das tiefgreifende existenzielle Fragen aufwirft und die menschliche Selbstfindung thematisiert.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:46:22 „Ich sehe hier auf dem Nachttischschrank Jonathan Safran Foer. Da freue ich mich auch drauf. So, ich mich auch, habe ich noch nicht gelesen und der hat glaube ich auch sehr viele Jahre jetzt an diesem Buch gearbeitet.“
Christoph Amend entdeckt den neuen Roman von Jonathan Safran Foer im Hotel-Zimmer und spricht über die Bewunderung für Autoren, die Jahre an einem Buch arbeiten.
Here I Am
Jonathan Safran Foer
In the book of Genesis, when God calls out, "Abraham!" before ordering him to sacrifice his son, Isaac, Abraham responds, "Here I am" Later, when Isaac calls out, "My father!" before asking him why there is no animal to slaughter, Abraham responds, "Here I am." How do we fulfill our conflicting duties as father, husband, and son; wife and mother: child and adult?Jew and American? How can we claim our own identities when our lives are linked so closely to others? These are the questions at the h...
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:46:44 „Ich sehe hier auf dem Nachttischschrank Jonathan Safran Foer. Da freue ich mich auch drauf.“
Matze Hielscher entdeckt auf Christoph Amends Nachttisch ein Buch von Jonathan Safran Foer. Amend bestätigt, dass er es noch nicht gelesen hat und dass der Autor viele Jahre daran gearbeitet habe. Beide kommentieren den Umfang des Buches – Amend merkt an, dass zu dicke Romane ihn manchmal beängstigen. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um den 2016 erschienenen Roman 'Here I Am' (dt. 'Hier bin ich').
Angela Merkel as Leader of the Free World
Timothy Garton Ash
Nach Trumps Wahl 2016 diskutiert Timothy Garton Ash in seinem Guardian-Artikel Merkels neue Rolle als Führungskraft des Westens. Der Text analysiert die geopolitische Verschiebung, wonach die Bundeskanzlerin in einer multipolar werdenden Welt zur zentralen Gestalt europäischer Stabilität aufsteigt. Ein reflektierter Essay über Deutschlands verändernde internationale Position.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:55:48 „Timothy Garth Ash, der Historiker, hat im Guardian darüber geschrieben, Angela Merkels neue Rolle in der Welt als Leader of the Free World, also halb ironisch und halb ernst, so wie mein Tweet ja auch.“
Im Kontext der Trump-Wahl 2016 erzählt Christoph Amend, wie sein Tweet 'Angela Merkel is now really the leader of the free world' viral ging. Er ordnet die Debatte ein und verweist auf Timothy Garton Ashs Artikel im Guardian, der Merkels neue geopolitische Rolle analysierte – ein Beleg dafür, dass die Idee international diskutiert wurde.
Trump-Zitat über republikanische Wähler
Ein Meme verbreitet ein erfundenes Trump-Zitat von angeblich 1980 als echt. Eine Journalistin teilte es unreflektiert auf Facebook, obwohl Trump-Kritiker genau dieses Phänomen anprangern. Das zeigt ein zentrales Problem post-faktischer Zeiten: die blinde Weitergabe von Falschinformationen in sozialen Medien.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:09:22 „Und das Meme war ein Zitat von Donald Trump mit der Quellenangabe, das sei aus People Magazine von den 80er Jahren. Und das Zitat war sinngemäß, wenn ich jemals in die Politik gehen würde und in eine Partei gehen würde, würde ich mir die Republikaner aussuchen, weil die Wähler sind so doof. Und dieses Meme, dieses Zitat ist ein Fake.“
Amend erzählt, was ihn auf die Palme bringt: Eine Journalistin teilte auf Facebook ein gefälschtes Trump-Zitat, das angeblich aus dem People Magazine der 80er Jahre stammt. Amend ärgert sich über die Ironie, dass dieselben Leute, die Trump für Lügen kritisieren, selbst ungeprüfte Falschinformationen verbreiten. Er nutzt das Beispiel als Sinnbild für post-faktische Zeiten.