Ausgabe Zweiundzwanzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Zwischen Hamburger Dauerregen und Südtiroler Dürre entspinnt sich ein leidenschaftliches Gespräch über die Gigantomanie internationaler Sportgroßveranstaltungen — von Greenwashing über ökologische Boykotte bis zur Frage, warum der DFB nicht einfach mal zu Hause bleibt. Zwischendurch retten sich beide in die Faszination des Skisports: Manuel Fellers spektakulärer Aufstieg vom 28. auf den 3. Platz beim Nachtslalom in Schladming und die kaum vorstellbaren 60 km/h zwischen den Slalomstangen sorgen für echte Begeisterung.
„Diese Art von Greenwashing funktioniert. Die Leute glauben diesen Mist.“
Erwähnte Medien (1)
The Last Ship
Sting
Stings autobiografisches Musical über den Niedergang der legendären Werften in Newcastle. Das Stück erzählt vom wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Industrieregion durch Thatchers Politik der 1980er-Jahre und deren verheerenden Auswirkungen auf Arbeiter und ihre Familien.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:45:50 „Sting hat mal ein Musical darüber gemacht, über dieses Werftensterben. Der kommt selber aus Newcastle. Ich habe auch mal mit ihm darüber gesprochen, als er hier mal in der Sendung war. Das ist ein ganz, ganz Wunderpunkt in der Geschichte dieses Landes.“
Im Gespräch über die Übernahme von Newcastle United durch den saudischen Staatsfonds schildert Lanz die Deindustrialisierung im Nordosten Englands. Er erwähnt Stings Musical über das Werftensterben in Newcastle als Beleg dafür, wie tief die wirtschaftliche Zerstörung durch Thatchers Politik diese Region geprägt hat, und dass er mit Sting persönlich darüber gesprochen habe.