Alles gesagt? – Anne Brorhilker, wie funktioniert Cum-Ex
#115

Anne Brorhilker, wie funktioniert Cum-Ex

Alles gesagt? / 13. November 2025 / 12 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Anne Brorhilker, einst Oberstaatsanwältin und von der Süddeutschen Zeitung als moderne Jeanne d'Arc betitelt, spricht über ihre Arbeit an den Cum-Ex-Ermittlungen, die Mechanismen von Wirtschaftskriminalität und warum sie trotz aller Widerstände an die Handlungsfähigkeit des Staates glaubt. Als meistgewünschte Gästin des Podcasts gibt sie Einblicke in eine Welt, in der Banker bei Lügen nur kurz lachen und weitermachen — und in der 80 Prozent der Wirtschaftsstraftaten von Männern begangen werden.

„Ich hatte immer den Eindruck, dass jeder Mensch einen Handlungsspielraum hat und dass man sich auch nicht entmutigen lassen soll, diesen einfach mal auszutesten.“
🗣 Anne Brorhilker

Erwähnte Medien (12)

Maigret-Reihe

Maigret-Reihe

Georges Simenon

Legendäre französische Kriminalromane mit Kommissar Maigret, der Verbrechen in Paris mit psychologischem Scharfsinn aufklärt. Die Reihe verbindet klassische Kriminalliteratur mit tiefem Verständnis menschlicher Motivationen und gehört zu den großen Werken des Genres.

🗣 Anne Brorhilker zitiert daraus bei ⏱ 00:16:19 „Also als Kind habe ich eigentlich alles gelesen, was es dazu gab. Ich erinnere mich jetzt noch daran, dass ich zum Beispiel alle Maigrettes gelesen habe.“

Im Gespräch über ihre Lesegewohnheiten als Kind erzählt Anne Brorhilker, dass sie alle Maigret-Krimis von Simenon gelesen hat. Christoph Amend erkennt sofort die Referenz auf Simenon. Es zeigt ihre frühe Begeisterung für Kriminalliteratur – lange bevor sie selbst Staatsanwältin wurde.

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Cum-Ex-Serie (fiktionale TV-Serie)

Cum-Ex-Serie (fiktionale TV-Serie)

Deutsche fiktionale Serie über den Cum-Ex-Skandal, einen der größten Finanzbetrug der Geschichte. Die Serie zeichnet die Machenschaften verschiedener Tätertypen nach und wird von Staatsanwältin Anne Brorhilker, auf deren Figur die Serie basiert, für die authentische Darstellung des Skandalkerns und des dänischen Handlungsstrangs gelobt. Ein intensives Drama über Korruption und Ermittlungsarbeit im Finanzsektor.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:18:55 „Weil wir gerade schon über Fiction reden. In der Vorbereitung habe ich mir natürlich auch die Serie, also die fiktionale Serie angeschaut. Zu Cum-Ex. Wie war das für Sie eigentlich, diese Serie dann zu sehen und dann praktisch Ihre Figur auch zu sehen?“

Christoph Amend spricht eine fiktionale TV-Serie über den Cum-Ex-Skandal an, in der auch eine Figur vorkommt, die auf Anne Brorhilker basiert. Brorhilker war nicht an der Produktion beteiligt, findet aber, dass die Serie den Kern des Skandals und die unterschiedlichen Tätertypen gut erfasst hat. Besonders den dänischen Handlungsstrang lobt sie.

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WDR-Dokumentation über Anne Brorhilker / Cum-Ex

WDR-Dokumentation über Anne Brorhilker / Cum-Ex

WDR-Dokumentation über Staatsanwältin Anne Brorhilker und den Cum-Ex-Skandal. Sie erklärt die komplexen Mechanismen von Cum-Ex und Cum-Cum anhand anschaulicher Beispiele wie das Pfandflaschen-Modell. Die Dokumentation zeigt die strafrechtlichen Ermittlungen gegen diesen Bankenskandal und die Verfolgung der Finanzbetrug.

🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:22:03 „In der Vorbereitung habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wir müssen natürlich am Anfang des Podcasts irgendwann mal Begriffe klären. Also Cum-Ex und Cum-Cum, damit man überhaupt versteht, um was es da eigentlich geht. Und ich muss sagen, in dieser fiktionalen Serie, es gibt auch eine tolle Dokumentation im WDR über sie, fand ich dieses Beispiel mit den beiden Pfandflaschen so gut.“

Christoph Amend erwähnt neben der fiktionalen Serie auch eine WDR-Dokumentation über Anne Brorhilker und den Cum-Ex-Skandal, die er in der Vorbereitung gesehen hat. Er lobt besonders das Pfandflaschen-Beispiel daraus, das Cum-Ex anschaulich erklärt.

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Unbenannte Serie über Cum-Ex

Unbenannte Serie über Cum-Ex

Die Serie erklärt das Cum-Ex-Betrugsmodell durch eine Pfandautomaten-Metapher: Eine Pfandflasche wird zweifach eingelöst, zwei Personen profitieren, aber der Staat bezahlt die Rechnung. Ein analytischer Blick auf komplexe Finanzbetrug-Mechaniken.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:41:58 „In der Serie ist es ja dann so, bei diesem Pfandautomaten, da kommen ja diese beiden Pfandscheine raus. Und dann sagt eine Kollegin von dem Anwalt, der das also so präsentiert, ja, also es ist ja schon so, zwei Leute haben was davon, aber es gibt schon einen, der ein Problem hat, nämlich das ist der Supermarkt. Also der Staat.“

Christoph Amend verweist auf eine Serie, in der das Cum-Ex-Prinzip mit einer Pfandautomaten-Metapher erklärt wird: Eine Pfandflasche wird zweimal eingelöst, zwei Bons kommen raus, aber der Supermarkt – also der Staat – zahlt drauf. Die Serie wird nicht namentlich genannt, dient aber als anschauliche Brücke zur Erklärung des Betrugsmodells.

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U Buch

Unbenanntes Buch von Anne Brorhilker

Anne Brorhilker

Sachbuch über Cum-Ex-Geschäfte mit Aussagen von Kronzeugen und Insidern, die berichten, wie diese Steuertrickserei ihr regulärer Job war. Ein Blick hinter die Kulissen der Finanzkriminalität.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:44:16 „Es kommt auch bei Ihnen im Buch vor. Es gibt jetzt ein Buch, wenn dieser Podcast erscheint von Ihnen. Ja, es ist auch meine Jobdescription.“

Jochen Wegner erwähnt, dass Anne Brorhilker ein Buch veröffentlicht, das zeitgleich mit der Podcast-Episode erscheint. Im Buch kommen offenbar Kronzeugen und Insider zu Wort, die beschreiben, wie Cum-Ex-Geschäfte ihr regulärer Job waren. Der Titel wird nicht genannt.

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Anne Brorhilkers Buch über Cum-Ex

Anne Brorhilkers Buch über Cum-Ex

Anne Brorhilker · 2022

Endlich kommt die Wahrheit ans Licht Banker, Topanwälte, Wissenschaftler – ein perfides Netzwerk von Experten hat sich formiert, um deutsche Steuerzahler zu bestehlen. Die Beute: rund zwölf Milliarden Euro. Die Staatsanwältin Anne Brorhilker nimmt es seit Jahren mit der weltweiten Finanzelite auf, um den Cum-Ex-Skandal aufzuarbeiten. Dabei wird offenbar: Der Staat war keinesfalls ahnungslos.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:06:37 „In Ihrem Buch, das jetzt gerade erschienen ist, das wir vorher schon zur Vorbereitung unseres Gesprächs lesen durften, beschreiben Sie ja diesen Moment, in dem Sie in Richtung Wirtschaftskriminalität gewechselt wurden, muss man ja sagen. Also ich sage es aus dem Gedächtnis, mit dieser Szene am Küchentisch. Können Sie uns an diesen Tag nochmal zurücknehmen?“

Christoph Amend leitet einen zentralen Gesprächsabschnitt ein, in dem Anne Brorhilker erzählt, wie sie 2013 erstmals einen Cum-Ex-Fall auf den Tisch bekam. Das Buch diente offenbar als Vorbereitung für das Interview und enthält die Schlüsselszene, in der Brorhilker abends am Küchentisch die Akte aufzeichnete und das Betrugsmuster erkannte. Der genaue Titel wird in diesem Abschnitt nicht genannt.

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Verbrechen

Verbrechen

Ferdinand von Schirach · 2012

Irina und Kalle sehen sich plötzlich gezwungen, ihr zerbrechliches Glück mit allen Mitteln zu verteidigen. Von Doris Dörrie verfilmt und von den Lesern geliebt: Die Kurzgeschichte "Glück" aus dem Weltbestseller "Verbrechen".

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:15:39 „Also Ferdinand von Schirach-artige Sachen auch.“

Jochen Wegner vergleicht die alltäglichen Fälle, die Anne Brorhilker als junge Staatsanwältin im allgemeinen Dezernat bearbeitete – Banküberfälle, Raubüberfälle, Gewaltkriminalität – mit den Erzählungen Ferdinand von Schirachs. Die Referenz bezieht sich auf von Schirachs bekannte Kurzgeschichten über Kriminalfälle, ohne dass ein konkreter Titel genannt wird.

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Cum-Ex-Dokumentationen

Cum-Ex-Dokumentationen

Dokumentationen zur Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals, einer der größten Finanzskandale der Bundesrepublik. Die Rechercheplattform Korrektiv hat umfangreiche Recherchen zum Steuerbetrug durch Banken und Anleger veröffentlicht. Die Dokumentationen bieten einen Überblick über die wesentlichen Erkenntnisse und wurden mehrfach ausgezeichnet.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:32:27 „Korrektiv, eine Recherchegemeinschaft, hat wirklich wesentliche Recherchen dazu veröffentlicht. Es gibt mehrere Dokumentationen, viele davon ausgezeichnet.“

Jochen Wegner fasst die mediale Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals zusammen und erwähnt, dass es mehrere ausgezeichnete Dokumentationen gibt. Eine konkrete Dokumentation wird nicht namentlich genannt, die Erwähnung bleibt allgemein.

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Cum-Ex-Recherchen von Correctiv

Cum-Ex-Recherchen von Correctiv

Correctiv

Correctiv ist eine Recherchegemeinschaft, die mit investigativen Recherchen zum Cum-Ex-Skandal grundlegende Aufklärungsarbeit geleistet hat. Die Dokumentationen ihrer Rechercheergebnisse sind mehrfach ausgezeichnet worden. Der Artikel zeigt das Engagement von Correctiv bei der systematischen Untersuchung dieser bedeutenden Finanzskandale.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:32:27 „Korrektiv, eine Recherchegemeinschaft, hat wirklich wesentliche Recherchen dazu veröffentlicht. Es gibt mehrere Dokumentationen, viele davon ausgezeichnet.“

Jochen Wegner hebt die investigativen Recherchen der Recherchegemeinschaft Correctiv zum Cum-Ex-Skandal hervor. Er ordnet sie in eine breitere Medienlandschaft ein, die den Skandal aufgearbeitet hat, ohne einen einzelnen konkreten Artikel zu benennen.

Zum Artikel bei Correctiv.org Details
Cum-Ex-Interview in der ZEIT

Cum-Ex-Interview in der ZEIT

Im ZEITmagazin wird der Künstler Christo von Chefredakteur Christoph Amend interviewt. Christo spricht über sein ambitioniertes Kunstprojekt, die geplante Verhüllung des Arc de Triomphe, sowie über seine persönliche Lebensweise und Fitness-Routine. Das Gespräch gewährt Einblicke in die Denk- und Arbeitsweise eines der berühmtesten Installationskünstler.

🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:32:38 „Auch ein fantastisches Interview in der Zeit, das ich jetzt auch nochmal gelesen habe.“

Christoph Amend erwähnt ein Interview in der ZEIT zum Thema Cum-Ex, das er zur Vorbereitung auf das Gespräch mit Anne Brorhilker erneut gelesen hat. Er bezeichnet es als 'fantastisch', nennt aber weder Autor noch genauen Titel.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Cum-Ex-Buch

Cum-Ex-Buch

Massimo Bognanni · 2022

Endlich kommt die Wahrheit ans Licht Banker, Topanwälte, Wissenschaftler – ein perfides Netzwerk von Experten hat sich formiert, um deutsche Steuerzahler zu bestehlen. Die Beute: rund zwölf Milliarden Euro. Die Staatsanwältin Anne Brorhilker nimmt es seit Jahren mit der weltweiten Finanzelite auf, um den Cum-Ex-Skandal aufzuarbeiten. Dabei wird offenbar: Der Staat war keinesfalls ahnungslos.

🗣 Anne Brorhilker referenziert bei ⏱ 01:33:44 „Der Kollege Bonjani vom WDR hatte das, er hat ja auch ein Buch über Cum-Ex geschrieben und hat das da auch recherchiert, es gab ja auch schon mal in 90er Jahren Sachen.“

Anne Brorhilker verweist auf ein Buch des WDR-Journalisten Massimo Bognanni über den Cum-Ex-Skandal. Sie nutzt seine Recherchen als Beleg dafür, dass es bereits in den 1990er Jahren ein kurzes Aufflackern gab, bei dem jemand von der Börsenaufsicht das Cum-Ex-Muster erkannt hatte. Der Name wird im Transkript leicht abweichend als 'Bonjani' transkribiert.

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C Serie

Cum-Ex-Serie

Fiktionale Serie über den Cum-Ex-Skandal, in der illegale Steuerzurückerstattungsstrategien dramatisiert dargestellt werden. Die Serie zeigt künstlerisch verfremdet, wie Finanzbeamte mit unrechtmäßigen Erstattungsanträgen konfrontiert wurden – basierend auf realen Ereignissen eines der größten Finanzbetrugsfälle der deutschen Geschichte. Relevant, weil sie komplexe Finanzverbrechen einem breiten Publikum zugänglich macht und die Mechanismen institutionalen Versagens demonstriert.

🗣 Anne Brorhilker erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:41:17 „Ja genau, aber dem lag eine Anweisung des BMF zugrunde. Also das ist etwas, was ein bisschen künstlerisch verfremdet ist, oder?“

Als Jochen Wegner eine Finanzbeamtin erwähnt, die eine Steuerrückerstattung verweigert hat, entgegnet Anne Brorhilker, dass er das 'wahrscheinlich aus der Serie' habe, und dass der Sachverhalt dort 'künstlerisch verfremdet' dargestellt sei. Es handelt sich vermutlich um eine fiktionale TV-Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals, die nicht namentlich genannt wird.

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