Warum lügen sie?
Rückert und Sentker sprechen über lügende Zeugen anhand dreier Fälle: die Falschbeschuldigerin Jasmin B., die nach 26 Jahren behauptete, den Mord an ihrem Cousin bezeugt zu haben; Rebecca K., die sich selbst ein Hakenkreuz in die Hüfte ritzte und als Heldin gegen Neonazis gefeiert wurde; und den Tod des kleinen Josef in Sebnitz, bei dem die Mutter nach drei Jahren behauptete, Neonazis hätten ihren Sohn im Freibad ertränkt. Alle drei Fälle erwiesen sich als falsch.
Erwähnte Medien (2)
Forschung zu implantierten Erinnerungen
Elizabeth Loftus
Rückert verweist auf die Forschung der amerikanischen Psychologin Elizabeth Loftus zu implantierten Erinnerungen, insbesondere das berühmte Experiment, bei dem Menschen eingeredet wurde, sie seien als Kind im Einkaufszentrum verloren gegangen.
🛒 Amazon *Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939–1948
Binjamin Wilkomirski · 1995
Rückert erzählt den berühmten Fall Wilkomirski als Beispiel für erfundene Erinnerungen und erfolgreiche Lügengeschichten. Das Buch erschien beim Suhrkamp Verlag und wurde vielfach geehrt, bis ein israelischer Journalist die Fälschung aufdeckte.
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