ZEIT Verbrechen – Gib es endlich zu!
#004

Gib es endlich zu!

ZEIT Verbrechen / 05. Juni 2018 / 2 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker

Anknüpfend an die Folge über Serienmörder Otto Debisch dreht sich alles um das Geständnis — die Königin der Beweismittel. Sabine Rückert erklärt, wann Ermittler darauf angewiesen sind und wann nicht: Während Wirtschaftsstraftäter ihre Vergehen oft selbst per E-Mail dokumentieren, gibt es Fälle, die ohne Geständnis nicht lösbar sind. Als Beispiel dient ein erschütternder Fall vom Ostersonntag 2008, bei dem ein Mann einen sechs Kilogramm schweren Holzklotz von einer Autobahnbrücke warf und eine Frau tötete.

„Geständnisse gelten als die Königin der Beweismittel. Jeder ermittelnde Beamte, jeder Kriminalbeamte sehnt sich genau nach diesem Moment, in dem der Verdächtige sagt, ich war's.“
🗣 Andreas Sentker

Erwähnte Medien (2)

James Bond

James Bond

Ian Fleming · 2012

James Bond erhält eine kryptische Nachricht aus seiner Vergangenheit, die ihn auf die Spur einer finsteren Organisation bringt. Bond muss immer mehr entdecken, dass es viele Täuschungen und Lügen gibt, die er entschlüsseln muss. Während sein Boss M mit anderen Problemen kämpft, mit politischen Kräften konfrontiert ist, die den ganzen Geheimdienst gefährden, erkennt Bond erst nach und nach die schreckliche Wahrheit hinter Spectre.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:38 „Diese Freude daran, Scheiben zersplittern zu sehen, Autos aus dem Fahrweg schleudern zu sehen, das kennen wir ja auch, wenn wir Actionfilme angucken. Die Actionfilme der Hollywood-Industrie richtet sich ja genau an dieses Vergnügen, wenn wir sehen, wie ganze Erdteile zerstört werden bei Science-Fiction-Filmen oder bei großen Autoverfolgungsjagden, James Bond.“

Sabine Rückert erklärt die psychologische Motivation des Brückenwerfers und vergleicht dessen Lust an der Zerstörung mit der Faszination, die Zuschauer bei Action- und Science-Fiction-Filmen empfinden. James Bond dient als konkretes Beispiel für spektakuläre Autoverfolgungsjagden, an denen sich das Publikum erfreut.

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Tatort

Tatort

ARD · 1970

Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Einige Folgen wurden vom ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe ohne die ARD produziert und in der Erstausstrahlung nur in Österreich in der Erstausstrahlung gesendet.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:16:20 „Aber das wissen die Leute nicht. Die Leute schauen zu viel Tatort. Und deswegen gehen sie immer brav hin und reden sich um Kopf und Kragen.“

Sabine Rückert erklärt, dass Zeugen nicht verpflichtet sind, einer polizeilichen Vorladung zu folgen oder Aussagen zu machen. Die meisten Menschen wüssten das aber nicht, weil sie durch die TV-Serie Tatort ein falsches Bild von Polizeiarbeit und ihren eigenen Rechten hätten.

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