ZEIT Verbrechen – Du! Gehörst! Mir!
#028

Du! Gehörst! Mir!

ZEIT Verbrechen / 07. Mai 2019 / 3 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker & Kerstin Bund

Wirtschaftsredakteurin Kerstin Bund erzählt den Fall von Christian Blaschke — einem Doktoranden der Ökonomie, der nach einer Affäre mit einer ehemaligen Studentin zum Opfer massiven Stalkings wird. Was als harmloser Facebook-Kontakt nach einer Vorlesung begann, eskaliert zu systematischem Psychoterror und physischer Bedrohung durch seine Ex-Freundin. Besonders brisant: Als männliches Stalking-Opfer stößt Blaschke bei Polizei und Justiz auf taube Ohren — sein Geschlecht wird ihm zum Verhängnis.

„Dieses Männlichsein wurde ihm dann im Laufe dieses Falles auch später vor Justiz und Polizei zum Verhängnis.“
🗣 Kerstin Bund

Erwähnte Medien (3)

Fatal Attraction (Eine verhängnisvolle Affäre)

Fatal Attraction (Eine verhängnisvolle Affäre)

Adrian Lyne · 1987

Eine glückliche Ehe mit einer zauberhaften Frau, eine hinreißende Tochter und eine erfolgreiche Karriere als Anwalt – was kann ein Mann sich mehr wünschen? Dan weiß sein Glück zu schätzen. Doch die kurze Abwesenheit seiner Frau Beth und das Auftauchen einer sehr femininen Frau haben fatale Folgen. Die Gelegenheit ist da, die Versuchung verkörpert in der sinnlichen Alex, ist unwiderstehlich. Dan erlebt ein Wochenende voller Unbeschwertheit und Erotik.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:04:37 „Es gibt ja einen Film mit Glenn Glowes und Michael Douglas, glaube ich, ist der männliche Hauptdarsteller, der heißt Ein verhängnisvolle Affäre und da musste ich daran denken, als ich dieses Stück gelesen habe.“

Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen dem besprochenen Stalking-Fall und dem Thriller 'Eine verhängnisvolle Affäre' mit Glenn Close und Michael Douglas. Die Parallele liegt in der Dynamik einer Affäre, die in obsessive Verfolgung umschlägt – genau wie im realen Fall von Christian Blaschke und seiner Ex-Freundin.

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Q Studie

Qualitative Studie zur Motivlage von Stalkern

Jens Hoffmann

Qualitative Studie des Darmstädter Psychologen Jens Hoffmann zu den Motivlagen von Stalkern. Mittels Tiefeninterviews untersucht die Studie, warum Menschen zu Stalkern werden. Ein zentrales Ergebnis: Die meisten Stalker fühlen sich schicksalshaft mit ihrem Opfer verbunden.

🗣 Kerstin Bund referenziert bei ⏱ 00:10:14 „Er hat zum Beispiel diese Stalker in einer qualitativen Studie untersucht mit tiefen Interviews und hat nach der Motivlage gefragt. Also warum wird jemand zum Stalker? Warum macht er das überhaupt?“

Kerstin Bund berichtet über ihre Recherchegespräche mit dem Darmstädter Psychologen Jens Hoffmann, der sich auf Stalking-Forschung spezialisiert hat. Seine qualitative Studie mit Tiefeninterviews ergab, dass die Mehrheit der Stalker sich schicksalshaft mit dem Opfer verbunden fühlt.

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Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (Stalking)

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (Stalking)

Bundeskriminalamt

Offizielle Statistik des Bundeskriminalamts zu Stalking-Fällen in Deutschland 2015. Die Analyse dokumentiert 19.704 registrierte Stalkingfälle, von denen jedoch nur 158 zu Verurteilungen führten. Der Bericht belegt die enorme Diskrepanz zwischen gemeldeten Fällen und strafrechtlichen Verfolgungserfolgen.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:23:09 „Es gibt eine Kriminalstatistik vom Bundeskriminalamt. 2015 zählt das Bundeskriminalamt 19.704 Stalkerfälle, aber nur 158 verurteilte Täter.“

Andreas Sentker zitiert die BKA-Statistik, um die enorme Diskrepanz zwischen gemeldeten Stalking-Fällen und tatsächlichen Verurteilungen zu belegen und die Schwierigkeit der strafrechtlichen Verfolgung von Stalking zu unterstreichen.

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