ZEIT Verbrechen – Der Geruch des Todes
#055

Der Geruch des Todes

ZEIT Verbrechen / 19. Mai 2020 / 3 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker & Ursula März

Ursula März erzählt von einem Fall aus der Berliner Hosemannstraße, einem kleinbürgerlichen Viertel am Rand des Prenzlauer Bergs zwischen Spielhöllen und Kfz-Handlungen — weit entfernt von Latte-Macchiato-Klischees. Unter dem Titel Der Geruch des Todes geht es um einen seltsamen Nachbarn, eine unentdeckte Leiche und die Frage, was mit der Rente passiert, wenn niemand den Tod bemerkt.

„Wir sind in Berlin, wir sind in einem Viertel, das gehört zum Prenzlauer Berg, erfüllt aber überhaupt nicht die Fantasien, die man mit dem Prenzlauer Berg verbindet.“
🗣 Ursula März

Erwähnte Medien (3)

Fast schon kriminell

Fast schon kriminell

Ursula März · 2011

Oft ist es nur ein kleiner Moment, der den Alltag plötzlich aus dem Gleis springen lässt. Wie bei dem Sparkassenangestellten, der eines Freitagnachmittags einfach so mit 3,2 Millionen Mark davongeht. Ursula März erzählt Geschichten von großen und kleinen Verbrechen, von kaltblütigen Betrügern und ungeschickten Mördern. Es sind ungeheuerliche Geschichten über menschliche Ausnahmesituationen, inspiriert vom wahren Leben und zugleich von großer literarischer Kraft.

🗣 Ursula März referenziert bei ⏱ 00:01:56 „Das waren sozusagen die Geschichten aus der Frankfurter Rundschau, die sind vor, gab es schon vor zehn Jahren mal in einem Band erschienen. Fast schon kriminell hieß der.“

Ursula März wird als Gast vorgestellt und erzählt von ihrem Buch, das ihre Gerichtsreportagen und kurzen Kriminalgeschichten aus der Frankfurter Rundschau versammelt. Es ist ein Sammelband, der etwa zehn Jahre vor dem Gespräch erschienen ist.

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Die Rente ist sicher

Die Rente ist sicher

Norbert Blüm · 1990

Norbert Blüms legendärer Ausspruch "Die Rente ist sicher" von 1986 wird hier in aktuelle Debatten zur Rentensicherheit und Altersvorsorge eingeordnet. Der Artikel beleuchtet die historische Aussage eines Arbeitsministers und ihre anhaltende politische Relevanz. Relevant für das Verständnis, wie Politiker heute zur gesetzlichen Rente stehen und welche Garantien sie geben können.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:02:12 „Ich würde diese Folge aber eröffnen mit dem Zitat eines Mannes. Ja, bitte. Heute zitiere ich Norbert Blüm. Die Rente ist sicher. Darum wird es gehen.“

Andreas Sentker eröffnet die Folge mit dem berühmten Ausspruch von Bundesarbeitsminister Norbert Blüm aus dem Jahr 1986, um das Thema der Episode einzurahmen: einen Mordfall, bei dem der Täter über ein Jahrzehnt lang die Rente seines ermordeten Opfers kassierte.

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Wenn ein Lied meine Lippen verlässt

Wenn ein Lied meine Lippen verlässt

Xavier Naidoo

Romantisches Liebeslied mit melancholischem Unterton. Im Podcast erwähnt als Beweismaterial in einem Mordfall, gesungen während einer Karaoke-Party – ein verstörender Kontrast zwischen privater Emotionalität und öffentlicher Tragödie.

🗣 Ursula März referenziert bei ⏱ 00:26:23 „Und man sah also Josef S. lauthals singen, der heißt es von Xavede Nadu, das Lied, wenn eine Frau, Wenn ein Lied meine Lippen verlässt. Wenn ein Lied meine Lippen verlässt.“

Ursula März schildert ein Home-Video, das im Mordprozess als Beweismittel vorgeführt wurde. Darin ist der Angeklagte Josef S. an Silvester – möglicherweise am Abend des Mordes – bei einer Karaoke-Party zu sehen, wie er diesen Xavier-Naidoo-Song singt. Das Detail unterstreicht die Ungeheuerlichkeit des Falls.

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