ZEIT Verbrechen – Unter Wölfen
#072

Unter Wölfen

ZEIT Verbrechen / 12. Januar 2021 / 5 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker & Daniel Müller

Daniel Müller, seit Januar Chefredakteur des Kriminalmagazins, erzählt die Geschichte von Mario Forster — einem 13-fach verurteilten Kriminellen, der sich mit seinem außergewöhnlichen Talent zur Manipulation beim Bayerischen Landeskriminalamt als V-Mann andiente. Über Jahre hat Müller diesen schillernden Menschenflüsterer begleitet, der bei der Polizei den Spitznamen Super Mario trug und die Grenze zwischen Verbrechen und Verbrechensbekämpfung verschwimmen ließ.

„Mario Forster ist eine sehr, sehr schillernde Persönlichkeit. Ein Krimineller, das kann man so sagen, 13 Mal verurteilt worden in seinem Leben wegen verschiedenster Delikte, von Erpressung über Betrug bis hin zu Diebstahl. Und dieser Mario Forster hat die besondere Eigenheit, Menschen für sich gewinnen zu können. Also er ist ein unheimlicher Menschenflüsterer.“
🗣 Daniel Müller

Erwähnte Medien (5)

Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2016)

Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2016)

Daniel Müller

Mario Forster war als V-Mann (Verdeckter Ermittler bzw. Informant) für Behörden tätig und geriet selbst ins Visier der Justiz. Journalist Daniel Müller begleitete den Fall über Jahre hinweg in drei Reportagen (2014, 2016, 2018). Der zweite Text aus dem Mai 2016 erschien im Kontext des zweiten Strafprozesses gegen Forster. Die Langzeitrecherche beleuchtet das widersprüchliche Leben eines Mannes, der zwischen staatlicher Zusammenarbeit und eigener Strafverfolgung steht – ein Porträt über Loyalitäten, Justiz und die Grenzen des V-Mann-Wesens.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:02:55 „Der erste Text erscheint im Juni 2014, der zweite im Mai 2016, der dritte im Juli 2018. Du hast diesen Mann also lange, lange begleitet.“

Andreas Sentker stellt Daniel Müllers langjährige Recherche über den V-Mann Mario Forster vor und benennt drei Texte aus drei verschiedenen Jahren. Der zweite Text von 2016 erschien während des zweiten Prozesses gegen Forster.

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Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2018)

Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2018)

Daniel Müller

Mario Forster war ein V-Mann des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA), dessen Geschichte Journalist Daniel Müller über mehrere Jahre verfolgte. 2018 stand er im Mittelpunkt eines Prozesses am Landgericht Nürnberg gegen sechs BLKA-Beamte – vermutlich wegen Fehlern im Umgang mit dem Informanten oder Straftaten im Zusammenhang mit seiner Führung. Der Artikel ist der dritte einer Serie: Müller berichtete erstmals im Juni 2014, dann im Mai 2016, schließlich im Juli 2018 – ein seltenes Beispiel für investigativen Langzeitjournalismus zu einem V-Mann-Skandal im deutschen Sicherheitsapparat.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:02:55 „Der erste Text erscheint im Juni 2014, der zweite im Mai 2016, der dritte im Juli 2018. Du hast diesen Mann also lange, lange begleitet.“

Der dritte Text von Daniel Müller über den V-Mann Mario Forster erschien im Juli 2018 und behandelte den Prozess gegen die sechs Beamten des Bayerischen Landeskriminalamts vor dem Landgericht Nürnberg.

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Der Schattenmann

Der Schattenmann

Dieter Wedel · 1996

Der Schattenmann ist ein fünfteiliger Fernsehthriller von Dieter Wedel aus dem Jahr 1996.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:07:59 „Es gibt ja von dem im Moment schwer in Kritik stehenden Dieter Wedel eine Serie, die hieß Der Schattenmann. In den 80er oder 90er Jahren lief die und da war das Thema ein V-Mann, der also auf der einen Seite der Polizei dienen soll und auf der anderen Seite ständig die Enttarnung fürchten muss. Das ist wahnsinnig spannend gewesen und da kann man sich das schon vorstellen, wie das in so einer Blade Runner Situation zugeht.“

Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen der realen Situation des V-Manns Mario Forster und der TV-Serie 'Der Schattenmann' von Dieter Wedel. Die Serie behandelte genau dieses Doppelleben eines V-Manns zwischen Polizeiarbeit und der ständigen Angst vor Enttarnung — eine Parallele, die das Dilemma von Forster veranschaulicht.

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Blade Runner

Blade Runner

Ridley Scott · 1982

Man schreibt das Jahr 2019. Den Replikanten, künstlichen Menschen, ist bei Todesstrafe die Rückkehr zur Erde verboten. Doch trotzdem kehren eines Tages einige dieser Wesen zurück. Diese besondere Spezies verfügt über Kraft und Intelligenz mehrerer Menschen und ist von diesen kaum zu unterscheiden. Sie sollen unschädlich gemacht werden. Nur eine Spezialeinheit kann sie aufspüren: die Blade Runner. Eine atemberaubende Hetzjagd durch die futuristische Welt beginnt.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:08:10 „Das ist wahnsinnig spannend gewesen und da kann man sich das schon vorstellen, wie das in so einer Blade Runner Situation zugeht.“

Sabine Rückert vergleicht die Lage eines V-Manns, der ständig Enttarnung fürchten muss, mit einer 'Blade Runner Situation'. Der Vergleich fällt im Zusammenhang mit der Serie 'Der Schattenmann' und der Doppelexistenz von V-Leuten zwischen Polizei und kriminellem Milieu.

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Artikel über Mario Forster im ZEIT Magazin (2014)

Artikel über Mario Forster im ZEIT Magazin (2014)

Daniel Müller

Daniel Müller recherchierte 2014 für das ZEIT Magazin den Fall Mario Forster, einem mutmaßlichen Kriminalfall mit Bezug zum Landeskriminalamt. Im Zuge seiner ersten Recherchen traf Müller den LKA-Beamten Mario H., der ihn dabei belogen haben soll. Der Artikel war Müllers erste Veröffentlichung zu diesem Fall und markierte den Beginn einer längeren journalistischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Stück erschien im Magazin-Beilagen-Format von Die Zeit, was auf eine ausführliche, erzählerische Darstellung hindeutet.

🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:50:28 „Ich habe mich mit Mario H. mal getroffen im Zuge der ersten Recherche für den allerersten Text, der 2014 im Zeitmagazin erschienen ist.“

Daniel Müller erzählt, wie er im Rahmen seiner ersten Recherche zum Fall Mario Forster ein Hintergrundgespräch mit dem LKA-Beamten Mario H. führte. Dieser habe ihm dabei glatt ins Gesicht gelogen. Der Artikel im ZEIT Magazin war Müllers erste Veröffentlichung zu dem Fall.

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