ZEIT Verbrechen – Der verliebte Freier
#083

Der verliebte Freier

ZEIT Verbrechen / 15. Juni 2021 / 4 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker & Ursula März

Journalistin Ursula März nimmt die Hörer mit in den Rotlichtkiez rund um die Berliner Potsdamer Straße — ein Quadratkilometer Straßenprostitution, der wie ein Dorf funktioniert: eine in sich geschlossene Kleingesellschaft mit eigenen Intrigen, Geschäften und extremen Machtgefällen. Im Zentrum steht ein Gerichtsprozess, bei dem Angeklagte, Zeugen und Nebenklägerinnen sich alle untereinander kannten.

„Ich habe es hier mit einer Gemeinde zu tun, mit Intrigen, mit Geschäften, aber auch mit einer Gemeinde, die in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschlossen ist.“
🗣 Ursula März

Erwähnte Medien (4)

Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit

Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit

Ursula März

Ursula März berichtet 2016 als Gerichtsbeobachterin vom Prozess am Berliner Landgericht gegen Zuhälter und Menschenhändler aus dem Rotlicht-Milieu rund um die Potsdamer Straße. Die Potsdamer Straße gilt als eines der letzten verbliebenen Straßenstrich-Gebiete im Berliner Westen. Der Prozess beleuchtet die Strukturen organisierter Kriminalität im Sexgewerbe, die Lebensverhältnisse der betroffenen Frauen und die juristische Aufarbeitung vor Gericht. März, bekannt als Literaturkritikerin der ZEIT, schreibt hier als Reporterin über ein urbanes Milieu, das selten so nah beleuchtet wird.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:02:16 „Ja, auch der Fall ist ja schon in der Zeit erschienen. Er ist erschienen 2016 und hat ein sehr, sehr interessantes Geschehen mitten in Berlin zum Inhalt.“

Sabine Rückert verweist auf einen Artikel, den Ursula März 2016 in der Zeit veröffentlicht hat. Der Artikel beschreibt den Prozess am Berliner Landgericht rund um Zuhälterei und Menschenhandel im Rotlicht-Kiez an der Potsdamer Straße, über den Ursula März als Gerichtsbeobachterin berichtet hat. Der Artikel bildet die Grundlage für das Gespräch in dieser Podcast-Folge.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Reportage über den Kurfürstenstraßen-Prozess

Reportage über den Kurfürstenstraßen-Prozess

Ursula März

Ursula März beschreibt in diesem Artikel einen Zuhälterei-Prozess rund um die Kurfürstenstraße. Der Bericht porträtiert das Milieu durch die Aussagen verschiedener Zeugen, die das Ausmaß und die Verflechtungen der illegalen Aktivitäten im Kiez enthüllen.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:36:24 „Du zählst jetzt in einem wunderbaren Artikel auf, wie jetzt die Dorfbewohner einer nach dem anderen auftreten, unter anderem zum Beispiel Herr Neuschait.“

Andreas Sentker bezieht sich auf einen längeren Artikel von Ursula März über den Zuhälterei-Prozess rund um die Kurfürstenstraße. Der Artikel beschreibt das Milieu, die Zeugenauftritte und die Verflechtungen im Kiez. Sabine Rückert ordnet später ein, dass das Stück vor knapp fünf Jahren erschienen sei, also circa 2016.

Zum Artikel bei Literaturhaus-nuernberg.de Details
Kampagne zur Abschaffung der Prostitution

Kampagne zur Abschaffung der Prostitution

Emma (Magazin)

Von Margot Käßmann bis Wolfgang Niedecken: 90 Prominente fordern auf Initiative der Zeitschrift "Emma" das Ende der "modernen Sklaverei" in Deutschland. Konkretes Ziel: eine Änderung des Prostitutionsgesetzes.

🗣 Ursula März referenziert bei ⏱ 00:55:28 „Es gab die Kampagne von Emma, an die ihr euch bestimmt erinnert, sie gab 2013 für die Abschaffung von Prostitution. Ich glaube auch in der Zeit hier wurde scharf, gab es irgendwie Für und Gegen Artikel.“

Im Kontext der Diskussion über das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 und die gesellschaftliche Debatte um Prostitution erwähnt Ursula März die bekannte Emma-Kampagne von 2013, die ein Verbot der Prostitution forderte. Sie ordnet ein, dass sich viele Institutionen wie Terre des Femmes nicht beteiligten, weil sie eine Kriminalisierung der Frauen befürchteten.

Zum Artikel bei Emma.de Details
Artikel zur Prostitutionsdebatte in der ZEIT

Artikel zur Prostitutionsdebatte in der ZEIT

Aus Armut oder Abenteuerlust: Manche Frauen entscheiden sich bewusst für die Prostitution, sagt Forscherin Sabine Grenz im Interview. Die Debatte müsse sachlicher werden.

🗣 Ursula März erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:36 „Ich glaube auch in der Zeit hier wurde scharf, gab es irgendwie Für und Gegen Artikel.“

Ursula März erinnert sich beiläufig daran, dass es auch in der ZEIT eine kontroverse Debatte mit Pro- und Contra-Artikeln zur Prostitution gegeben habe, ausgelöst durch die Emma-Kampagne von 2013. Der genaue Titel oder Autor wird nicht genannt.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
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