#216
I wie in dubio pro reo
Anne Kunze & Yves Georg, Leon Kruse
In dieser Folge des ABC des Verbrechens erklärt Anne Kunze gemeinsam mit Leon Kruse und Yves Georg den Zweifelsgrundsatz *in dubio pro reo* — und warum er rein subjektiv ist: Ob ein Angeklagter freigesprochen wird, hängt nicht davon ab, ob man hätte zweifeln müssen, sondern allein davon, ob die entscheidenden Richter tatsächlich zweifeln. Das kann dazu führen, dass dieselben Beweismittel bei einem entscheidungsfreudigen Richter zur Verurteilung führen und bei einem unentschlossenen zum Freispruch — dem sogenannten Freispruch zweiter Klasse.
„Ich glaube, es braucht auch Mut, einen Angeklagten freizusprechen, gerade in großen Prozessen.“
Erwähnte Medien (0)
In dieser Episode wurden keine Medien erwähnt.
War die Extraktion dieser Folge gut?