ZEIT Verbrechen – Der falsche Romeo
#252

Der falsche Romeo

ZEIT Verbrechen / 02. Dezember 2024 / 2 Medien

Anne Kunze & Thomas Melzer

Amtsrichter Thomas Melzer erzählt von einem Betrugsprozess, in dem der Angeklagte Andreas Kirsch gleich zweimal nicht vor Gericht erscheint — angeblich zum Schutz seiner Opferzeugin Ida Derniko, der er zuvor in zwei Tranchen 3.700 Euro abgeluchst hatte. Die 63-jährige Derniko wartet derweil seelenruhig im gläsernen Wartebereich und liest Dan Browns „Sakrileg

„Ja, ja, das wusste ich schon, dass der nicht kommt. Das hatte er mir schon angekündigt. Er hatte gesagt, er kommt nicht zu meinem Schutz.“
🗣 Ida Derniko

Erwähnte Medien (2)

Sakrileg

Sakrileg

Dan Brown · 2004

Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich aus beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten.

🗣 Thomas Melzer referenziert bei ⏱ 00:02:08 „Da habe ich sie dann mal gefragt und da zeigte sie das Cover und da stand Sakrileg drauf und dann sagte sie, ja, das geht da um die Da Vinci-Verschwörung.“

Die Zeugin Ida Derniko wartet vor dem Gerichtssaal auf ihre Vernehmung und liest dabei in einem dicken Buch. Der Richter Daniel Müller bemerkt das als ungewöhnlich, weil die meisten Wartenden nur auf ihren Handys herumtippen, und fragt sie nach ihrer Lektüre. Er findet es großartig, dass jemand vor einer Zeugenvernehmung die innere Ruhe hat, einen Roman zu lesen.

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Artikel über den Fall Ida Derniko

Artikel über den Fall Ida Derniko

Daniel Müller

Ein Gerichtsreportage-Text aus der ZEIT über den Prozess gegen Ida Derniko, verfasst von Thomas Melzer (im Podcast-Kontext als Autor genannt, obwohl die Metadaten Daniel Müller angeben). Der Prozess dauerte vier Tage und fand vor einem vollen Gerichtssaal statt. Auffällig: Sowohl Zuschauer als auch Prozessbeteiligte entwickelten offenbar eine emotionale Verbindung zur Angeklagten Ida Derniko. Der Text ist eine persönliche Reportage im Stil des Gerichtsjournalismus, in der der Autor seine eigene Haltung zur Angeklagten offenbart.

🗣 Thomas Melzer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:23:35 „Und in meinem Text in der Zeit habe ich ja auch bekannt, alle, die da am Gerichtssaal waren, haben sie im Laufe dieser vier Tage irgendwie ins Herz geschlossen.“

Der Richter Daniel Müller erwähnt beiläufig, dass er über diesen Gerichtsfall einen Text in der ZEIT veröffentlicht hat. Darin beschreibt er, wie alle Beteiligten im Gerichtssaal die gutgläubige Zeugin Ida Derniko im Laufe der vier Verhandlungstage ins Herz geschlossen haben.

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