95 Thesen gegen den Ablass

Martin Luther

Martin Luther verfasste 1517 insgesamt 95 Thesen als kritische Einwände gegen den katholischen Ablasshandel und den Papst, die er in einem Brief an mehrere Bischöfe versendete und wahrscheinlich auch an der Wittenberger Schlosskirche befestigte. Diese Thesen dienten damals ähnlich wie heute Social-Media-Plattformen dazu, viele Menschen zu erreichen, da es üblich war, kirchliche Streitschriften an Kirchentüren anzubringen. Obwohl die berühmte Geschichte des Anschlags wissenschaftlich nicht belegt ist, markierten Luthers Thesen einen wichtigen Wendepunkt und lösten die Reformation aus, die letztendlich zur Entstehung der evangelischen Kirche führte. Luther kritisierte den Ablasshandel als ein Geschäft mit der menschlichen Angst vor Gott, das er moralisch ablehnte.

95 Thesen gegen den Ablass

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Erwähnungen (1)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:27:18
„Am 31. Oktober 1517 sendet Luther seine weltberühmten 95 Thesen gegen den Ablass an den Erzbischof. Bald darauf werden sie öffentlich bekannt. Das bedeutet das Ende der stillen Jahre dieses Mönchs und Theologieprofessors Martin Luther.“

Im Rahmen der Luther-Biografie von Molitor wird die Veröffentlichung der 95 Thesen als Wendepunkt beschrieben. Sabine Rückert stellt die Parallele zur Tempelreinigung Jesu her: Wie Jesus gegen die Kommerzialisierung des Tempels aufbegehrte, wandte sich Luther gegen den Ablasshandel der römischen Kirche.

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