Der Poschardt-Effekt: Die ZEIT feiert Kubitschek und Krah
Artikel über politische Wendepunkte
Robert Pausch
Ulf Poschardt von der „Welt" hat mit seinem kritischen Buch „Shitbürger" die mediale Deutungshoheit der etablierten Kartellmedien aufgebrochen. Die regierungsnahe „Zeit" schließt sich diesem Trend an: Ihr Redakteur Robert Pausch lobt in einem Artikel ein Podcast-Gespräch zwischen dem neurechten Götz Kubitschek und dem AfD-Politiker Maximilian Krah als „strategische Diskussion mit Tiefe und Substanz" und kritisiert dabei indirekt den Verfassungsschutz. Der Autor des Kommentars interpretiert dies als Zeichen einer politischen Wende, bei der etablierte Medien rechte Positionen mainstream-fähig machen und damit die bisherige Abgrenzung zu rechtsextremen Akteuren aufgeben.
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„Ich habe dieser Tage ein langes Stück gelesen von Robert Pausch, den ich sehr schätze, Kollege, Autor von der Zeit. Der beschreibt, dass es zwei Sorten von politischen Wendepunkten gibt. Die eine erkennt man sozusagen auf den ersten Blick und versteht, okay, da passiert jetzt was.“
Lanz zitiert einen Artikel des Zeit-Journalisten Robert Pausch, der zwischen sofort erkennbaren und erst im Nachhinein sichtbaren politischen Wendepunkten unterscheidet. Als Beispiel für Letzteres nennt Pausch den 24. Oktober 2024, als Kamala Harris mit einer opportunistischen Marihuana- und Krypto-Kampagne gezielt schwarze Männer umwerben wollte – für Lanz ein Symbol dafür, dass opportunistische Politik an ihr Ende kommt.
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