Ausländer raus – Bitte liebt Österreich
Christoph Schlingensief · 2002
Christoph Schlingensiefs provokante Kunstaktion von 2000, in der er in Wien einen Big-Brother-Container mit Geflüchteten aufbaute und Passanten entscheiden ließ, wer Österreich verlassen sollte. Die Dokumentation zeigt eine radikale Gesellschaftskritik, die durch emotionale Manipulation und Tabubruch die Absurdität von Ausgrenzungsdiskursen offenlegt. Schlingensief hinterfragt damit fundamental, wie Gesellschaften über Migration und Zugehörigkeit entscheiden – eine Frage, die über zwei Jahrzehnte später an Brisanz nicht verloren hat.
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Erwähnungen (1)
„Ich habe diese DVD von Christoph Schlingensief, diese Dokumentation Ausländer raus, wo er in Wien einen Container errichtet hat, einen Big Brother Container, wo Leute dann entscheiden durften, wer Österreich verlassen muss und wer in Österreich bleiben darf.“
Olli Schulz erzählt, dass er gerade seine DVDs sortiert hat und dabei auf die Schlingensief-Dokumentation gestoßen ist. Die Kunstaktion von 2000, bei der Schlingensief in Wien einen Big-Brother-Container mit Geflüchteten aufstellte, dient ihm als Beispiel für provokante Kunst, die der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Er fragt, ob solche interventionistische Kunst im Jahr 2025 noch möglich wäre.
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