Das Lied von der Glocke
Friedrich Schiller · 1842
Das Lied von der Glocke ist ein im Jahr 1799 von Friedrich Schiller veröffentlichtes Gedicht. Es gehörte lange Zeit zum Kanon der deutschen Literatur und ist eines der bekanntesten, am meisten zitierten und parodierten deutschen Gedichte.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (3)
„Ah, noch einmal, weil mein Opa mir immer die Glocke vorerzählt hat. Das konnte ich auch. Dreimal waren sie wichtig.“
Jutta Allmendinger erzählt von ihrem Seminar bei Daniel Bell in Harvard, der Studierende testete, indem er Bücher aufschlug und sie Autoren erkennen ließ. Sie konnte Schillers 'Glocke' identifizieren, weil ihr Großvater ihr das Gedicht immer vorerzählt hatte – eine der wenigen Passagen, die sie in Bells Quizrunden richtig erkannte.
„Sind wir da, was Schule angeht, darauf vorbereitet? Sind wir vorbereitet, damit umzugehen? Weil die Schule, die wir beide gerade beschreiben, das ist eine Schule, die darauf ausgerichtet ist, einfach Schillers Glocke, Fakten, Zahlen, Daten auswendig lernen. Zu funktionieren.“
Lanz verwendet Schillers Glocke als Sinnbild für das klassische Auswendiglernen im deutschen Schulsystem. Das Gedicht steht stellvertretend für eine überholte Bildungstradition, in der stumpfes Memorieren im Vordergrund stand – im Gegensatz zur heute nötigen Kompetenz, Desinformation von Information zu unterscheiden.
„Den haben wir im Musikunterricht immer gelernt. Glocke kann ich auch mal auswendig.“
Im Rahmen eines spielerischen Gesprächsabschnitts über auswendig gelernte Werke aus der Schulzeit erwähnt die Gästin, dass sie neben einem Lied auch Schillers 'Glocke' auswendig kann. Es ist eine beiläufige Erinnerung an den Schulunterricht bei ihrer Musiklehrerin Frau Weigand.
Ähnliche Medien
Wallensteins Lager
Friedrich Schiller
Schauspiel von Friedrich Schiller (1798), erstes Teilstück der Wallenstein-Trilogie. Spielt im Lager des Feldherrs Wallenstein während des Dreißigjährigen Krieges und dient als dramatische Exposition. Berühmt für seinen Prolog im Knittelvers mit den Versen 'Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?'
Wallenstein
Friedrich Schiller
Schillers Trilogie über Feldherr Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg erforscht Macht, Ehrgeiz und menschliche Natur. Das Werk wurde später für die psychosomatische Medizin der 1920er-30er Jahre herangezogen, besonders der Satz »Es ist der Geist, der sich den Körper baut«.
Die Glocke
Friedrich Schiller · 1900
Schillers Glocke ist eines der bedeutendsten Versepos der deutschen Literatur und behandelt die Symbolik der Glocke als Metapher für menschliche Entwicklung und gesellschaftliche Werte. Das Gedicht verbindet persönliche Erinnerungen mit kulturellem Erbe, wenn eine Person das von ihrem Großvater vorgetragene Werk Jahre später in akademischem Kontext wiedererkennt. Es zeigt, wie klassische Texte über Generationen hinweg Wissen und Wertschätzung weitergeben und gleichzeitig universelle Themen wie Handwerk, Familie und Verantwortung behandeln.
Über den Dreißigjährigen Krieg
Friedrich Schiller · 2017
Friedrich Schiller (1759-11805) war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik. Schillers Beschäftigung mit Geschichte ist von der Aneignung und Weiterentwicklung des Spektrums der universalhistorischen Ideen der Aufklärung gekennzeichnet.