Der Antichrist

Friedrich Nietzsche · 2022

"Dies Buch gehört den Wenigsten. Vielleicht lebt selbst noch Keiner von ihnen. Es mögen Die sein, welche meinen Zarathustra verstehn: wie dürfte ich mich mit Denen verwechseln, für welche heute schon Ohren wachsen? – Erst das Übermorgen gehört mir. Einige werden posthum geboren." (Zitat auf S. 3 in diesem Buch) Friedrich Nietzsche. Der Antichrist. Versuch einer Kritik des Christenthums. Erstdruck: C. G. Naumann Verlag, Leipzig 1895.

Der Antichrist

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Erwähnungen (3)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:13:52
„In seiner Schrift Der Antichrist schrieb Nietzsche Folgendes. Was ist gut? Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht. Was ist schlecht? Alles, was aus der Schwäche stammt.“

Im Kontext der Diskussion über die Bergpredigt als 'Umwertung aller Werte' liest Sabine Rückert Nietzsches radikale Gegenposition vor. Nietzsche, selbst Pfarrerssohn, verwirft das christliche Mitleid als Schwäche und feiert stattdessen den Willen zur Macht – eine Position, die Jack Miles als 'den Ausbruch des Irren' in der letzten Kirchenbank beschreibt.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:30:28
„Wenn Nietzsche etwa Paulus als den Fleisch, den Genie gewordenen Tschandala-Hass gegen Rom und gegen die Welt bezeichnet, der den alten Unsterblichkeitsglauben nötig hatte, um die Welt zu entwerten, dann merkt Badiou an, dass an Nietzsches Ausfall nichts wirklich stimmt.“

Im Kontext der Badiou-Rezension wird Nietzsches berühmte Polemik gegen Paulus referiert, in der er ihn als Verkörperung des Ressentiments beschreibt. Badiou widerspricht dieser Deutung und argumentiert, dass Nietzsche an seiner Rivalität zu Paulus zerbrochen sei.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:26:49
„Die Briefe des Paulus wirken in den Kämpfen des 20. Jahrhunderts nicht nur erstaunlich zeitgemäß, sie sind auch frei von Hass und decken sich gar nicht mit dem Verdikt Friedrich Nietzsches, der Paulus zum Priester des Hasses auf das Leben machen wollte.“

Sabine Rückert liest aus dem Artikel von Kurt Riechelmann über Pasolinis Paulus-Drehbuch vor. In diesem Zusammenhang wird Nietzsches berühmte Kritik an Paulus erwähnt, die dieser vor allem in 'Der Antichrist' formulierte, wo er Paulus als Verfälscher der Lehre Jesu und als Priester des Ressentiments darstellt.

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