Die Schwarzwaldklinik
· 1985
Professor Klaus Brinkmann wird in seinem Heimatort der neue Chefarzt. Mit seiner Haushälterin Käti zieht er in sein Geburtshaus, in dem schon sein Sohn Udo wohnt, ebenfalls Arzt in der Schwarzwaldklinik. Beide interessieren sich für Schwester Christa die sich jedoch später für den Chefarzt entscheidet und ihn heiratet.
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„Das ist glaube ich wie Klaus-Jürgen Wussow, der lange den Doktor gespielt hat bei der Schwarzwaldklinik und dann selber irgendwann Diagnosen eingestellt hat. Das war doch wirklich so, dass der Schauspieler so überzeugend für das deutsche Volk diese Rolle gespielt hat und dann selber geglaubt hat.“
Olli Schulz erzählt davon, wie er sich berufen fühlte, im Altenheim gegenüber nach dem Rechten zu sehen, weil er einmal eine Doku dort gemacht hatte. Er vergleicht das mit Klaus-Jürgen Wussow, der als Schwarzwaldklinik-Arzt so in seiner Rolle aufging, dass er angeblich selbst Diagnosen stellte.
„Und das hat damit zu tun, dass seine Großmutter Fan von Klaus-Jürgen Wussow war. Die hat immer die Schwarzwald-Klinik geguckt.“
Markus Lanz erzählt die Hintergrundgeschichte des albanischen Fußballers Klaus Gjasula, dessen ungewöhnlicher Vorname daher rührt, dass seine Großmutter ein Fan von Klaus-Jürgen Wussow aus der Schwarzwaldklinik war. Sein Bruder heißt entsprechend Jürgen – eine amüsante Anekdote über den kulturellen Einfluss deutscher Fernsehserien bis nach Albanien.
„So wie Klaus-Jürgen Wussow irgendwann geglaubt hat, er ist wirklich Arzt von der Schwarzwaldklinik.“
Wird als Vergleich herangezogen, um zu illustrieren, dass man irgendwann anfängt, die eigene Rolle zu ernst zu nehmen
„Ja gut, ich würde aber trotzdem sagen, man kann jetzt auch nicht sagen, bloß weil es so etwas wie die Schwarzwaldklinik gab und so weiter, ist damit das seltsame deutsche Idyll quasi festgezeichnet worden.“
Im Rahmen der Diskussion über das Gilbert-Buch und den Einfluss von Popkultur auf Millennials wird Die Schwarzwaldklinik als Beispiel für ein deutsches TV-Idyll genannt. Der Sprecher relativiert die These, dass solche Sendungen eine repressive Ordnung zementiert hätten.
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