Friedenspreis-Rede (Paulskirche)
Carolin Emcke
Carolin Emckes Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels reflektiert ihre persönliche Erfahrung beim Coming-Out und hinterfragt, wie Liebe zur Identitätskategorie wird. Sie argumentiert, dass Homosexualität zunächst eine private Frage ist, erst durch gesellschaftliche Zuschreibungen aber zur Marker von Zugehörigkeit wird. Die Rede behandelt zentrale Fragen von Stereotypisierung, Sichtbarkeit und der Grenzziehung zwischen Privatem und Politischem.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Ich möchte mal aus deiner Rede zitieren, ich glaube aus der Paulskirche. Als ich mich das erste Mal in eine Frau verliebte, ahnte ich ehrlich gesagt nicht, dass damit eine Zugehörigkeit verbunden wäre. Ich glaubte noch, wie und wen ich liebe, sei eine individuelle Frage, eine, die vor allem mein Leben auszeichnete und für andere, Fremde oder gar den Staat nicht von belangte.“
Jochen Wegner zitiert aus Carolin Emckes Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche. Das Zitat unterstreicht Emckes Punkt, dass Homosexualität zunächst eine private Angelegenheit sei, die erst durch gesellschaftliche Zuschreibungen zu einer Identitätskategorie werde – ein zentrales Thema des Gesprächsabschnitts über Coming-Out und Stereotypisierung.
Ähnliche Medien
Stumme Gewalt
Carolin Emcke · 2009
Am 30. November 1989 wurde der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Alfred Herrhausen in Bad Homburg mit einer Sprengladung getötet – einer der letzten Morde der Rote Armee Fraktion. Achtzehn Jahre lang hat die Journalistin und Autorin Carolin Emcke geschwiegen zu dem Terror der RAF und damit auch über das Attentat an ihrem Patenonkel Alfred Herrhausen.
Friedenspreisrede in der Paulskirche
Carolin Emcke · 2019
In den derzeitigen Umbrüchen von Gemeinden und Kirchen erweisen sich kleine Gruppen als erstaunlich anpassungsfähig: Menschen bauen Netzwerke auf, starten Kleingruppen, binden sich an Hauskreise, bewirken Veränderungen in Initiativgruppen, kommunizieren in digitalen Communities. Gelingt es, selbstbestimmte Nähe und Distanz in diesen Kirchengestalten auszutarieren, oder endet die Reichweite der Kirche irgendwo zwischen einengender Verwohnzimmerung und Mitgliedschaft ohne Teilnahme? Ist die Gemein...
Gegen Hass
Carolin Emcke · 2025
Wie umgehen mit Gewalt und Menschenfeindlichkeit? Was lässt sich autoritären Regimen und Angriffen auf Freiheit und Gleichheit entgegensetzen? Und was bedeutet Humanismus heute? Carolin Emcke ist eine Zeitzeugin, die kosmopolitisch und lokal denkt. Mit unbestechlichem Blick seziert sie soziale und politische Konflikte und fordert zum Widerspruch gegen Ausgrenzung und mangelnde Empathie.
Fragment über bedingungslose Liebe
Carolin Emcke
Carolin Emckes Essay hinterfragt das romantische Ideal bedingungsloser Liebe kritisch. Sie argumentiert, dass dieses Konzept nicht nur unrealistisch, sondern auch patriarchal geprägt ist. Stattdessen plädiert die Autorin für eine Liebe, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Wachstum basiert – Bedingungen, die eine gesunde Beziehung erst möglich machen.