Heimat
Bernhard Schlink · 2000
»So sehr Heimat auf Orte bezogen ist, Geburts- und Kindheitsorte, Orte des Glücks, Orte, an denen man lebt, wohnt, arbeitet, Familie und Freunde hat - letztlich hat sie weder einen Ort, noch ist sie einer. Heimat ist Nichtort. Heimat ist Utopie.«
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Erwähnungen (1)
„Bernhard Schlink hat darüber mal geschrieben und sagt, Heimat bleibt eine Illusion, ich zitiere das mal wörtlich, weil die Heimat der Kindheit nicht mehr weiter existiert. Und er begründet das ganz einfach und sagt, guck dich um, Menschen altern, die Menschen um dich herum, die altern alle mit dir mit, Freundschaften zerfallen, Landschaften verändern sich, selbst der eigene Körper bleibt nicht mehr derselbe.“
Lanz und Precht diskutieren, wie sich Erinnerungen und das Heimatgefühl im Laufe des Lebens verändern. Lanz zitiert Bernhard Schlinks These, dass Heimat immer eine Illusion bleibe, weil die Kindheitsheimat schlicht nicht mehr existiert — Menschen altern, Freundschaften zerfallen, Landschaften verändern sich. Er nutzt Schlinks Gedanken, um zu erklären, warum gerade Menschen mit schwieriger Kindheit eine besonders tiefe Sehnsucht nach Heimat entwickeln.
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