Paradies
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Um ihre leidenschaftslose Ehe "aufzufrischen", holt eine verwöhnte Frau ihre Jugendfreundin ins Haus und löst damit eine Katastrophe im Gefühlsleben aller Beteiligten aus. Ein teilweise vital, packend und verstörend inszenierter Film, der als komödiantische Farce beginnt und als bittere existentielle Tragödie endet. Die pessimistische Studie über Liebesverlust, Wahn und Geschlechterkampf hinterfragt und unterläuft vertraute Erzählmuster von Liebes- und Ehegeschichten.
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Erwähnungen (1)
„Und als ich dann begriffen habe, so ganz geht das nicht. Wir haben dann einen Film gedreht, Paradies, der genau das Gegenteil davon war. Eine Tragödie und sehr archaisch und sehr wild.“
Doris Dörrie beschreibt ihren Film 'Paradies' als bewusste Gegenbewegung zum kommerziellen Erfolg von 'Männer'. Während 'Männer' eine leichte Komödie war, wählte sie mit 'Paradies' absichtlich eine Tragödie – ein Versuch, sich dem Mainstream-Sog zu entziehen und ihr künstlerisches Selbstverständnis zu bewahren.
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