Prinzessin Sabbat (aus: Romanzero)
Heinrich Heine · 1997
Gedicht von Heine über die Königin von Saba, in dem er sie als intellektuellen 'Blaustrumpf Äthiopiens' ironisch verspottet. Heine kritisiert damit die Oberflächlichkeit des biblischen Textes und gesellschaftliche Ressentiments gegen weibliche Intellektualität. Eine literarische Gesellschaftssatire.
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„Aber dann macht wieder der Heinrich Heine, der hat ja unsere ganzen alttestamentlichen Figuren bedichtet. Der schreibt zum Beispiel über die Königin von Saba, Lechodaudi, Likraskalle, komm Geliebter deiner Haare, schon die Braut, die dir entschleiert ihr verschämtes Angesicht.“
Johanna Haberer zitiert Heinrich Heines Gedicht, in dem die Königin von Saba als intellektueller ‚Blaustrumpf Äthiopiens' verspottet wird, die ‚durch Esprit brillieren wollte und mit ihren klugen Rätseln auf die Länge fatigant war'. Heine ironisiert damit genau die Oberflächlichkeit des biblischen Textes, die auch die Sprecherinnen zuvor bemängelt hatten – dass nämlich kein einziges Rätsel und keine philosophische Frage überliefert ist.
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