Replik auf den Werther
Heinrich von Kleist · 1937
Ein Suizid (veraltet auch Suicid; von lateinisch sui „seiner selbst“ und caedere „fällen, niederschlagen, töten“) ist die vorsätzliche Beendigung des eigenen Lebens. Synonym werden Selbstmord, Selbsttötung, Selbstentleibung und Freitod verwendet. Der Begriff Suizidalität beschreibt einen psychischen Zustand, in dem Gedanken, Phantasien, Impulse und Handlungen anhaltend, wiederholt oder in krisenhaften Zuspitzungen darauf ausgerichtet sind, gezielt den eigenen Tod herbeizuführen.
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„Ich habe vor kurzem die Replik vom Kleist zum Werther gelesen, weil es eine sehr böse Satire ist. Er verliebt sich in diese Frau, die schon verheiratet ist. Und dann aus lauter Verzweiflung legt er sich in das Ehebett dieser Leute und er schießt sich in die Brust, überlebt es aber.“
Köhlmeier kontrastiert die romantische Werther-Verklärung mit Kleists bösartiger Satire, in der der verliebte Held überlebt, der Ehemann vor Schrecken stirbt und das Paar am Ende 15 Kinder bekommt. Er nutzt diesen Text als humorvolles Gegengewicht zur pathetischen Liebesidee und schweift selbst amüsiert ab, weil ihm die eigentliche Frage zu intim ist.
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