Hotel Matze – Dorothee Bär - Wie unterscheiden sich männliche und weibliche Macht
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Dorothee Bär - Wie unterscheiden sich männliche und weibliche Macht

Hotel Matze / 10. Juli 2024 / 4 Medien

Matze Hielscher & Gäste

Dorothee Bär erzählt von ihrem Weg in die Politik, den sie mit 14 Jahren als Fan von Edmund Stoiber und Campino begann — und davon, wie sie als junge Frau, als Ehefrau und schließlich als Mutter immer wieder um Anerkennung kämpfen musste. Sie spricht offen über Bedrohungen, die sie erlebt hat, von absichtlichen Autounfällen bis zu verdächtigen Pulversendungen, und warum sie ihre Kinder davon fernhält.

„Ich habe am Anfang gedacht, gut, du bist jung, du bist unverheiratet, du hast keine Kinder, wirst du nicht ernst genommen. Sobald du mal verheiratet bist, bist du auch nicht mehr das Mädchen. Na, mich geheiratet, hat sich nichts verbessert. Na, ich gedacht, naja, wenn du mal ein Kind hast, dann wirst du als Mutter ernst genommen. Ganz im Gegenteil.“
🗣 Dorothee Bär

Erwähnte Medien (4)

Schrei nach Liebe

Schrei nach Liebe

Die Ärzte

Schrei nach Liebe ist ein Lied der Berliner Punkrock-Band Die Ärzte, das sich gegen Neonazis richtet und erstmals 1993 als erste Single der Band nach ihrer Wiedervereinigung veröffentlicht wurde.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:29:48 „Aber dann war ja dann auch damals, zu der Zeit, wo wir das dann gehört haben, Schrei nach Liebe, wahrscheinlich für dich ein wichtiges Lied auch gewesen. Kann ich mir vorstellen.“

Matze Hielscher und Dorothee Bär stellen fest, dass sie als fast Gleichaltrige (Jahrgänge 78 und 79) musikalisch ähnlich aufgewachsen sind. Beide waren große Ärzte-Fans, und Matze spricht den Song "Schrei nach Liebe" als prägend an – Dorothee Bär bestätigt, dass sie den Text komplett auswendig kann.

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Bandits

Bandits

· 2001

Kaum aus dem Gefängnis ausgebrochen, macht sich das Ganovenduo Joe und Terry wieder daran, eine Bank nach der anderen zu erleichtern und so gelangen sie schon bald zu beachtlicher Berühmtheit. Als das Duo bei einem der Überfälle eine Frau als Geisel nimmt, kommen die Turbulenzen erst richtig in Gang. Kate, frustrierte Ehefrau und absolut gelangweilt von ihrem alltäglichen Trott, lässt sich nämlich so leicht nicht mehr abschütteln.

🗣 Dorothee Bär empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:33:25 „Und ich war großer Bandits-Fan. Ich habe mit meinen Freundinnen, wir haben Bandits nachgespielt und haben auch eine Band gegründet, obwohl keiner von uns Talent hatte. Es war ein Megafilm, den ich auch großartig fand.“

Dorothee Bär erzählt von einem Jasmin-Tabatabai-Konzert während des Stoiber-Wahlkampfs in München. Sie war als Studentin ein großer Fan des Films "Bandits" und hatte mit Freundinnen sogar eine Band gegründet, die den Film nachspielte. Das Konzert endete mit einem politischen Aufruf gegen Stoiber, was für die CSU-Anhängerin Bär eine kuriose Situation war.

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Störkraft

Störkraft

Störkraft

Störkraft war eine 1985 gegründete Rechtsrock-Band. Anfang der 1990er wurde sie durch Medienberichte die wohl bekannteste Band dieses Spektrums. Sie hat sich Mitte der 1990er Jahre aufgelöst.

🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:34:56 „Wo ich herkomme, Südbrandenburg, da waren es ganz, ganz viele, die sich dann eher zu Störkraft und sowas hingezogen fühlten und dann Neonazis wurden.“

Matze Hielscher spricht über Zugehörigkeit und Gruppenbildung in der Jugend und kontrastiert Dorothees ungewöhnliche Kombination aus Ärzte-Fan und CSU-Mitglied mit seiner eigenen Erfahrung aus Südbrandenburg, wo viele Jugendliche sich der rechtsextremen Musikszene zuwandten.

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Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Die Toten Hosen (Pseudonym: Die Roten Rosen) ist eine Band aus Düsseldorf, die sich aus der deutschen Punkbewegung entwickelt hat und 1982 gegründet wurde. Die Gruppe um Frontmann Campino spielt Rockmusik mit überwiegend deutschen Texten und Elementen aus dem Punkrock. Neben der Berliner Band Die Ärzte ist sie eine der kommerziell erfolgreichsten deutschen Musikgruppen mit Wurzeln im Punkrock. Sie veröffentlichte bis September 2022 siebzehn Studioalben, acht Konzertalben und acht Kompilationen.

🗣 Dorothee Bär referenziert bei ⏱ 00:40:34 „Ich mochte natürlich, wie gesagt, ja die Hosenärzte und auch noch viele andere. Zu den Rosen bin ich aber auf viele Konzerte gegangen und zum Edmund halt auf viele politische Veranstaltungen.“

Dorothee Bär erzählt von ihrer Jugend, in der sie gleichzeitig Fan von Die Ärzte und Die Toten Hosen war und zu deren Konzerten ging, während sie sich politisch bei der CSU engagierte. Matze und sie sprechen über den scheinbaren Widerspruch zwischen linksalternativer Musikszene und konservativer Parteimitgliedschaft.

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