Lanz & Precht – Ausgabe Dreiundvierzig
#043

Ausgabe Dreiundvierzig

Lanz & Precht / 24. Juni 2022 / 2 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Beim ersten Videopodcast der beiden dreht sich alles um die Forderung nach einer 42-Stunden-Woche: Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft und der BDI-Präsident wollen längere Arbeitszeiten, um das Rentensystem zu retten — ausgerechnet am Vorabend einer industriellen Revolution, die eigentlich weniger Arbeit ermöglichen sollte. Dazu kommt eine für beide völlig neue Erfahrung: Nach Jahrzehnten des grenzenlosen Überflusses steckt Deutschland plötzlich in einem Mangelstatus — fehlende Arbeitskräfte, fehlende Energie, fehlende Produkte.

„Industrielle Revolutionen haben immer dazu geführt, dass die Leute weniger arbeiten mussten. Jetzt kommt die nächste industrielle Revolution, die Leute wunderbar müssen noch weniger arbeiten. Jetzt müssen wir nur wegen dieser blöden Rentelänge arbeiten.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (2)

Recherche zu russischen Kriegsverlusten

Recherche zu russischen Kriegsverlusten

Die polnische Regierung unter Jaroslaw Kaczynski hat ein Gutachten vorgestellt, das die Kriegsschäden durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg auf über 1,3 Billionen Euro beziffert. Das von 30 Experten erarbeitete Gutachten soll die Forderung Polens nach Reparationszahlungen von Deutschland untermauern und wurde bewusst zum 83. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen am 1. September präsentiert. Kaczynski betont, dass die Besatzung Auswirkungen bis heute habe und Polen nicht zur Tagesordnung übergehen könne, auch wenn dieser „lange und schwierige Weg" zu Reparationen führe. Die Bundesregierung lehnt Reparationsforderungen hingegen ab und betrachtet die Frage mit dem 2+4-Vertrag von 1990 als abgeschlossen.

🗣 Markus Lanz referenziert „Die Kollegen von der Süddeutschen, ich habe mir das mal ausgedruckt, die haben das mal versucht zusammenzutragen. Seit dem Beginn des Krieges sagt die Ukraine, haben die Russen fast 5000 Panzer verloren, hunderte Flugzeuge, Helikopter und ungefähr 33.000 Soldaten.“

Markus Lanz zitiert eine Zusammenstellung der Süddeutschen Zeitung über die russischen Verluste im Ukraine-Krieg. Er hat sich den Artikel ausgedruckt und nutzt die dort recherchierten Zahlen – Panzer, Flugzeuge, Soldaten – als Grundlage für die Diskussion über das Ausmaß der Zerstörung auf beiden Seiten.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Analyse zur militärischen Lage in der Ukraine

Analyse zur militärischen Lage in der Ukraine

Carlo Masala

Militärische Lageanalyse des Politikwissenschaftlers Carlo Masala zum Ukraine-Krieg. Masala argumentiert, dass der Ausgang des Krieges keineswegs entschieden ist und Russland mit erheblichen Munitionsnachschubproblemen kämpft – eine differenzierte Gegenposition zu pessimistischeren Einschätzungen über die Ukraine.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:03 „Carlo Masala habe ich heute Morgen auch gelesen, der sagte, und den schätze ich sehr, der kennt sich wirklich aus, der sagte, das ist keine ausgemachte Sache. Die haben echte Probleme mit Munition im Speziellen.“

Lanz zitiert den Politikwissenschaftler und Militärexperten Carlo Masala, den er am Morgen gelesen hat. Masala argumentiere, dass der Ausgang des Krieges keineswegs entschieden sei und die Russen erhebliche Probleme mit Munitionsnachschub hätten – eine Gegenposition zu Prechts Einschätzung, dass der Krieg für die Ukraine nicht zu gewinnen sei.

Zum Artikel bei News.de Details
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