Lanz & Precht – 20 Jahre Facebook
#127

20 Jahre Facebook

Lanz & Precht / 09. Februar 2024 / 4 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Anlässlich des 20. Geburtstags von Facebook geht es um die Psychologie von Milliardären wie Mark Zuckerberg: Was treibt jemanden an, der längst ausgesorgt hat, immer weiterzumachen? Die George-Soros-Anekdote bringt es auf den Punkt — wer so besessen sein Imperium aufbaut, dem fällt am Ende gar nichts anderes mehr ein, was ihn erfüllt.

„Man muss ein Getriebener sein, um Milliardär zu werden. Und wenn man dann Milliardär geworden ist, dann hört man ja nicht von einem auf den anderen Tag auf, ein Getriebener zu sein.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (4)

The Social Network

The Social Network

David Fincher · 2010

Harvard Student Mark Zuckerberg ist alles andere als sozial: der schüchterne, außergewöhnlich intelligente Computernerd hat außer seinem Kommilitonen Eduardo Saverin wenig Freunde und keinerlei Erfolg bei der Frauenwelt. Als Mark sich eines einsamen Herbstabends an seinen Computer setzt und beginnt sich in die Netzwerke seiner Universität zu hacken und Informationen über die weiblichen Studentinnen ins Netz zu stellen, weiß er selbst noch nicht, dass er etwas begonnen hat, was später als Interne...

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:03:59 „Hast du damals den Film gesehen, der Social Network? Ja, ich habe den gesehen. Fand ich gut.“

Im Gespräch über Mark Zuckerbergs Werdegang und die Gründungsgeschichte von Facebook kommt Lanz auf den Film zu sprechen. Precht ergänzt, dass der Film damals geradezu ketzerisch war, weil Facebook noch als etwas Positives galt und man vor allem die geniale Geschäftsidee bewunderte – die Stimmung sei seitdem deutlich gekippt.

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Das Lied der Deutschen

Das Lied der Deutschen

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Kritische Analyse des Deutschlandliedes: Der Text untersucht die drei Strophen auf ihre Eignung als Hymne. Die erste enthält geografisch falsche Grenzen, die zweite ist ein Sauflied mit sexistischen Inhalten. Die dritte Strophe wird als einzige für eine moderne Demokratie als angemessen befunden.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:14:53 „Die zweite Strophe ist eigentlich ehrlich gesagt ein Sauflied. Deutscher Wein und deutsche Frauen. Das ist also so ein Chauvi-Männer-Sauflied-Text, der eben auch nicht gesungen werden kann. Also die erste Strophe enthält lauter Grenzen, die nicht in Deutschland liegen.“

Precht erzählt, wie er als 18- oder 19-Jähriger einen Leserbrief im Solinger Tageblatt gegen die Wiedereinführung der ersten Strophe der deutschen Nationalhymne geschrieben hat. Er analysiert alle drei Strophen des Deutschlandliedes und erklärt, warum nur die dritte Strophe als Hymne geeignet ist.

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Tagesspiegel-Bericht über Provokation auf Plattformen

Tagesspiegel-Bericht über Provokation auf Plattformen

Der Artikel untersucht, wie soziale Plattformen die politische Kommunikation beeinflussen. Internationale Beispiele aus mehreren Ländern belegen, dass Parteien ihre Inhalte provokativ zuspitzen müssen, um große Reichweiten zu erzielen. Dies führt zu einer Radikalisierung und Polarisierung in der politischen Debatte.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:34 „Interessant ist auch so Untersuchungen aus anderen Ländern, die Kollegen vom Tagesspiegel Jungs berichtet, Polen, Spanien, Taiwan und so weiter, wo eben Parteien festgestellt haben, dass ihre Inhalte auf der Plattform eben nur dann viele Menschen erreichen, wenn sie richtig provokativ sind.“

Lanz verweist auf einen Tagesspiegel-Bericht, der internationale Beispiele für den Zusammenhang zwischen provokanten Inhalten und Reichweite auf sozialen Plattformen dokumentiert. Die Berichterstattung untermauert seine These, dass die Mechanismen sozialer Netzwerke politische Kommunikation in Richtung Zuspitzung und Radikalisierung drängen.

Zum Artikel bei Spiegel Details
Wie viel Bildschirm verträgt die Kindheit

Wie viel Bildschirm verträgt die Kindheit

Ein Tablet im Kinderwagen, ein Smartphone zwischen Milchflasche und Mittagsschlaf: Bildschirme gehören längst auch zum Alltag von Babys. Was aber macht die digitale Ablenkung mit ihrer Entwicklung? Erschreckendes, sagen Spezialisten.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:43:03 „Die Frage, die 30 Jahre nach dem Durchbruch des Internets und 20 Jahre nach der Geburt von Facebook immer mehr Menschen umtreibt, Wissenschaftler, Eltern und so weiter, ist die Frage, wie viel Bildschirm verträgt die Kindheit. So haben es neulich die Kollegen in der NZZ formuliert.“

Lanz greift eine Formulierung aus einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung auf, die die Debatte um Bildschirmzeit bei Kindern auf den Punkt bringt. Der Artikel dient ihm als Aufhänger für die breitere Diskussion über analoge vs. digitale Kindheit und den Rückbau der Digitalisierung in skandinavischen Schulen.

Zum Artikel bei NZZ Details
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