Katarina Barley, wer sind Sie und wenn ja, wie viele
Christoph Amend, Jochen Wegner & Katarina Barley
Katarina Barley, mehrfache Bundesministerin (Familie, Justiz, Arbeit) und SPD-Generalsekretärin, startet mit einem verräterischen Schlusswort ins Gespräch: 'Adler' — ein Codewort aus einem alten Versprechen an einen nicht genannten Freund. Nebenbei räumt sie mit einem hartnäckigen Fehlzitat auf: Nicht Bundespräsidentin, sondern Bundestagspräsidentin war ihr erklärter Traumjob — aus echter Leidenschaft für den Parlamentarismus.
„Das ist ein Fehlzitat eines ganz liebenswerten Redakteurs.“
Erwähnte Medien (10)
Die Frau ohne Handbremse
Die Berliner Zeitung porträtiert die politische Karriere von Katarina Barley unter dem prägnanten Titel "Die Frau ohne Handbremse". Der Artikel zeichnet ihren steilen beruflichen Aufstieg nach und erklärt den Spitznamen, der sowohl ihre ambitionierte Laufbahn als auch eine humorvolle Anekdote mit ihrem Karmann Ghia andeutet.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:02:42 „Das ist kein Wunder, dass die Berliner Zeitung sie mal die Frau ohne Handbremse genannt hat.“
Christoph Amend fasst Katarina Barleys rasante politische Karriere zusammen und verweist auf einen Artikel der Berliner Zeitung, der sie als 'die Frau ohne Handbremse' betitelte. Der Spitzname spielt sowohl auf ihre steile Karriere als auch auf ihren Karmann Ghia an, bei dem einmal die Handbremse kaputt war.
Wir sind alle Europäer
Katarina Barley · 2019
Reflection über europäische Identität durch persönliche Familiengeschichte. Barley erkundet ihre multikulturelle Identität mit Wurzeln in England und Deutschland und hinterfragt, was es bedeutet, als Europäer in einer transnationalen Familie verwurzelt zu sein.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:33:10 „Sie haben einen wunderbaren Essay geschrieben, Anfang letzten Jahres veröffentlicht, veröffentlicht in der Zeitschrift The European, der eine unglaublich langweilige Überschrift hatte, die sicher nie von Ihnen kommt, so nach dem Motto, wir sind alle Europäer. Aber ich habe es trotzdem gelesen, weil ich dachte, vielleicht steckt da doch mehr dahinter.“
Christoph Amend leitet einen Themenwechsel ein – weg von digitaler Politik, hin zu Barleys persönlicher Identität. Er verweist auf ihren Essay in The European, in dem sie ihre multikulturelle Familiengeschichte schildert. Der Essay dient als Gesprächsanlass für die anschließende ausführliche Erzählung über Barleys englischen Vater, seine Ablehnung in Cambridge und seinen Weg nach Deutschland.
Wie liebt man einen schwierigen Mann
Ein Ratgeber über Liebe und Beziehungen, der sich damit beschäftigt, wie man mit temperamentvollen oder emotional schwierigen Partnern eine erfüllte Beziehung aufbaut und pflegt. Das Buch bietet praktische Ansätze für eine gelingende Partnerschaft trotz persönlicher Konflikte und Herausforderungen.
🗣 Katarina Barley erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:09:32 „Vielleicht wissen Sie auch, dass einer meiner allerersten Partner, mit dem war ich zusammen von 18 bis 20 Jahren, dessen Mutter hat mir einmal ein Buch geschenkt, wie liebt man einen schwierigen Mann. Ich gebe zu, es steht bei mir im Regal. Ich habe es nie wirklich gelesen.“
Barley erzählt im Kontext ihres angeblichen Talents, mit schwierigen Männern umzugehen – von ihrem Ex-Chef bis Sigmar Gabriel. Die Mutter eines frühen Partners schenkte ihr dieses Buch, das sie zwar nie gelesen hat, aber offenbar bis heute im Regal stehen hat. Eine humorvolle Anekdote, die die Gesprächsrunde zum Lachen bringt.
London Calling – Großbritannien nach dem Brexit
Annette Dittert · 2017
Eine journalistische Porträtsammlung über die britische Mentalität und Kultur nach dem Brexit. Dittert zeigt Briten in ihrer charakteristischen Ruhe und Gelassenheit, die sie auch in Krisensituationen bewahren – ein Optimismus, der trotz politischer Umwälzungen bestehen bleibt.
🗣 Katarina Barley empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:46:37 „Wobei, es gibt ein Buch von Annette Dittert, das heißt London Calling, Großbritannien nach dem Brexit, wo sie Briten beschreibt. Und nach der Lektüre dieses Buches, ein großartiges Buch, habe ich gedacht, das ist vielleicht auch mein britisches Erbe.“
Katarina Barley spricht über ihr unerschütterliches Urvertrauen und ihre positive Grundhaltung. Sie zieht eine Parallele zu den Briten, wie Annette Dittert sie in ihrem Buch beschreibt: Selbst wenn alles zusammenbricht, bleibt man gelassen und optimistisch. Barley sieht darin ihr eigenes britisches Erbe von der Vaterseite.
Kürschners Volkshandbuch
Umfassendes Nachschlagewerk mit Kurzlebensläufen aller Bundestagsabgeordneten. Dokumentiert ihre Ausbildung, berufliche Herkunft und politische Karrieren. Eine Referenz für die Zusammensetzung und das Profil des Parlaments.
🗣 Katarina Barley referenziert bei ⏱ 02:45:12 „Wenn man sich mal diesen Kirchner, also das Buch anguckt, wo alle Lebensläufe aller Abgeordneten drin sind, in sehr kurzer Form, dann wird man viele finden, die erstmal irgendeine Ausbildung gemacht haben, oft was studiert haben, Jura, Politik, was auch immer.“
Katarina Barley spricht über die typischen Karrierewege von Bundestagsabgeordneten und verweist auf das Kürschner-Handbuch (sie sagt 'Kirchner') als Nachschlagewerk, in dem die Kurzlebensläufe aller Parlamentarier verzeichnet sind. Sie nutzt es als Beleg dafür, dass viele Abgeordnete sehr früh den Weg in die Politik einschlagen, statt erst längere Zeit einen 'normalen Beruf' auszuüben.
Zeitdossier über die britische Königsfamilie
König Charles III. entzieht Prinz Andrew wegen seiner Verstrickung in die Epstein-Affäre seine Titel. Der Artikel hinterfragt die Auswirkungen dieses Bruchs und erörtert die Rolle des britischen Königshauses als stabilisierende Kraft in Zeiten demokratischer Krisen. Ein Dossier der ZEIT argumentiert, dass die Monarchie angesichts schwacher Regierungen eine zukunftsweisende Funktion erfüllt.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:15:30 „Es gab kürzlich ein Zeitdossier, das behauptet hat, dass die britische Königsfamilie in diesen Zeiten, in denen die Demokratie strauchelte, ganz wichtig geworden ist auf unerwartete Weise, weil sie ein stabilisierendes, vielleicht sogar ein mehr zukunftsgewandtes Bild vermittelt als die britischen Regierungen in letzter Zeit.“
Im Gespräch über die Rolle der britischen Monarchie nach dem Brexit verweist Jochen Wegner auf ein kürzlich erschienenes Dossier der ZEIT. Der Artikel argumentiert, dass das Königshaus in Zeiten demokratischer Krisen eine stabilisierende und sogar zukunftsgewandte Funktion übernommen habe. Wegner nutzt den Artikel als Gesprächsimpuls, um Barleys Einschätzung zur Rolle von Monarchien einzuholen.
Predigt bei der Royal Wedding
Michael Curry · 2018
The text of the celebrated 2018 royal wedding sermon, plus four other sermons touching on themes of love, commitment, and social justice, by Bishop Michael Curry Two billion people watched Bishop Michael Curry deliver his sermon on the redemptive power of love at the royal wedding of Prince Harry and Meghan Markle (now the Duke and Duchess of Sussex) at Windsor Castle in May 2018.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:16:36 „Ich hatte mich vorher auch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt und sah dann samstags vormittags auf Twitter plötzlich Leute, die irgendwie schrieben, Michael Curry diese Predigt und machte den Livestream an und sah diesen schwarzen Prediger.“
Im Gespräch über die Royal Wedding von Harry und Meghan kommt Christoph Amend auf die vielbeachtete Predigt von Bischof Michael Curry zu sprechen, die er als Moment erlebte, in dem das britische Königshaus plötzlich Modernität ausstrahlte.
Sag mir, wo die Blumen sind
Marlene Dietrich / Pete Seeger · 1962
Ikonisches Antikriegslied aus der Folk-Tradition. Das Lied stellt durch seine poetische Frage die Sinnlosigkeit von Krieg in Frage und wird seit Jahrzehnten als Hymne für Friedensbewegungen genutzt. Eine zeitlose Komposition mit kraftvoller Botschaft über den Verlust und die Hoffnung auf eine bessere Welt.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:22:39 „An diesem Tisch saß die Schauspielerin Nina Hoss und die hat ihre Bühnenkarriere begann, hat sie uns erzählt, mit fünf Jahren. Und da sprang sie plötzlich beim 50. Geburtstag ihres Vaters, wenn ich es richtig erinnere, auf die Bühne mit fünf und sang vor versammelter Grunde, sag mir, wo die Blumen sind.“
Zum Ende des Gesprächs leitet Jochen Wegner eine Podcast-Tradition ein und erzählt die Anekdote der früheren Gästin Nina Hoss, die als Fünfjährige beim Geburtstag ihres Vaters auf die Bühne sprang und den Antikriegs-Klassiker sang. Der Song dient hier als charmante Überleitung, wobei Barley sofort abwehrt, dass sie keinesfalls singen werde.
Lille Peter Edderkop
Traditionelles dänisches Kinderlied, das ein kulturelles Erbe der dänischen Gesellschaft darstellt. Die einfache, eingängige Melodie prägt Generationen von Kindern und ist in Dänemark omnipräsent – ein Symbol für gemeinsames Singen und Kulturvermittlung.
🗣 Katarina Barley erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:22:52 „Mit Habeck haben wir ein dänisches Kinderlied gesungen.“
Barley erinnert sich, dass in der Habeck-Episode ein dänisches Kinderlied gesungen wurde.
Poison
Alice Cooper · 1989
Poison ist ein Lied von Alice Cooper aus dem Jahr 1989, das von ihm, Desmond Child und John McCurry, von dem das ungewöhnliche Intro stammt, geschrieben wurde. Es erschien auf dem Album Trash und wurde auch von Desmond Child produziert. Es war der erste Hit, den Cooper seit dem Ende der 1970er Jahre verzeichnen konnte.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 03:23:19 „Poison von Alice Cooper. Ich bin seit Tagen aufgeregt, weil ich immer wieder...“
Am Ende der Episode wird Barleys Lieblingslied als Karaoke performt. Sie hatte es in einem Interview mit Černo Jobatej als Lieblingslied genannt.