Tim Raue, was haben Sie eigentlich gegen Soja-Bratwürste
Christoph Amend, Jochen Wegner & Tim Raue
Tim Raue, Berlins bekanntester Spitzenkoch, erzählt von einer Karriere, die in der Kreuzberger Straßengang '36 Boys' begann und mit 24 Jahren zum 'Aufsteiger des Jahres' im Feinschmecker führte — wobei er letzteren Titel selbst als 'völlig unberechtigt' bezeichnet, weil der eigentlich nominierte Franzose kurz vorher wegen allzu rustikaler Küchenmethoden aus dem Rennen genommen wurde. Raue ist jemand, der sich nie richtig verabschiedet: Er schleicht sich lieber raus und lässt die anderen reden.
„Wir waren ein sportlich orientierter Verbund von jungen Männern, die noch nicht genau definieren konnten, wo sie in der Gesellschaft stehen und sich ihren Platz erkämpfen wollen.“
Erwähnte Medien (22)
Der Feinschmecker
Das Feinschmecker ist ein renommiertes deutsches Gastronomie-Magazin, das Köche und Restaurants würdigt und mit Preisen wie dem Aufsteiger des Jahres auszeichnet. Es gilt als einflussreiche Publikation der gehobenen Esskultur.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 00:03:59 „vom Feinschmecker, was damals total wichtig war, zum Aufsteiger des Jahres gewählt. Ich war einer von sechs, also sechs wurden nominiert und dann wurde gewählt“
Wegner erwähnt das Gastronomie-Magazin Der Feinschmecker, das Raue mit 24 Jahren zum Aufsteiger des Jahres wählte.
Guide Michelin
Michelin
Découvrez la France ave les guides verts Michelin. Préparez votre voyage à l'aide des étoiles attribuées aux principales curiosités Vaut le voyage Mérite un détour Intéressant 'Introduction au voyage présente en quelques grands traits la géographie, l'histoire, l'art et les traditions du pays. Les descriptions des Villes, régions et curiosités sont proposées par ordre alphabétique.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 00:05:44 „2007 erster Michelin Stern. Stimmt nicht, ist beides 2006 rausgekommen, weil es für 2007 ist und der Michelin und der Gourmiot entscheiden binnen einer Woche“
Der Guide Michelin wird ausführlich besprochen als zentrales Bewertungssystem der Spitzengastronomie. Raue erzählt detailliert, wie die Michelin-Tester arbeiten, unter falschem Namen reservieren und rotierende Teams einsetzen.
Gault&Millau
Henri Gault / Christian Millau
Gault & Millau ist einer der renommiertesten Restaurantführer Europas. Die Auszeichnung „Koch des Jahres" zählt zu den höchsten Ehrungen in der Gastronomie und würdigt außergewöhnliche kulinarische Leistungen. Im Jahr 2006 erhielt der Koch Raue diese prestigeträchtige Auszeichnung, was seine herausragende Bedeutung in der deutschen Küchenszenerie unterstreicht.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 00:05:44 „Ende 2006 Gourmiot Koch des Jahres, habe ich mir notiert, auch krass.“
Wegner erwähnt, dass Raue 2006 vom Gault&Millau (im Transkript als 'Gourmiot' verschrieben) zum Koch des Jahres gewählt wurde.
Chef's Table
David Gelb / Netflix · 2016
Erleben Sie Frankreichs neue ungewöhnliche Geschmacksnoten, kreiert von Starköchen, die die Grenzen der gehobenen Küche verschieben und kulinarischen Traditionen trotzen.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:07:09 „Also ich bin ein großer Fan von Chef's Table und es gibt eine Chef's Table Folge, das ist fast noch wichtiger als Auszeichnung, als irgendwie diese ganzen Sterne.“
Jochen Wegner stellt Tim Raue vor und ordnet dessen Bedeutung ein. Er erwähnt die Netflix-Dokumentarserie Chef's Table, in der es eine Folge über Tim Raue gibt, und betont, dass ein Auftritt dort für einen Koch fast wichtiger sei als Michelin-Sterne.
Artikel über Tim Raue in der Berliner Zeitung
Tim Raue im Fokus: Die Berliner Zeitung liefert topaktuelle News, Hintergrundberichte und Einblicke
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:08:57 „Die Berliner Zeitung hat mal geschrieben, fand ich ganz süß. Tim Raue geht durch die Stadt und wer nicht sofort die Rollläden herunterlässt, der muss damit leben, dass Raue auch bei ihm ein Lokal eröffnet.“
Jochen Wegner zitiert aus einem Berliner-Zeitung-Artikel, um Tim Raues Expansionsdrang in der Berliner Gastroszene humorvoll zu illustrieren. Der genaue Artikeltitel wird nicht genannt.
Lachsverkostung (Zeitschriften-Artikel)
Der Artikel dokumentiert eine Verkostung verschiedener Lachssorten von Supermarktanbietern durch Tim Raue. Im Test werden Discountervarianten und hochwertigere Produkte miteinander verglichen und nach Verpackung, Geruch und Qualität bewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf den Unterschieden zwischen Preis und Qualität bei verschiedenen Handelsmarken.
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:24:12 „Unter anderem habe ich einen Text gefunden, wo sie gebeten wurden, Lachs zu verkosten. Und ich glaube, eben auch so Discounterware. Und ein, zwei waren ganz gut.“
Jochen Wegner erwähnt einen Artikel, in dem Tim Raue verschiedene Supermarkt-Lachssorten verkostet hat. Raue ergänzt, dass der betreuende Redakteur notierte, er habe sich nur um Verpackung, Geruch und Qualität gekümmert, aber andere Aspekte ignoriert. Titel und Medium des Artikels werden nicht genannt.
Wetten, dass..?
Frank Elstner, Thomas Gottschalk · 1981
In der erfolgreichen Fernsehshow sind viele Prominente zu Gast und nationale wie internationale Musik-Acts treten auf. Doch im Mittelpunkt stehen die äußert skurrilen Wetten, die häufig den Moderator sowie die Gäste staunen lassen.
🗣 Tim Raue erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:11 „Schade, dass es Wetten, dass nicht mehr gibt. Das konnte ich nicht lesen, genau.“
Tim Raue erkennt blind eine Weinflasche anhand der Kapsel und Flaschenform als Burgunder Pinot Noir und identifiziert sogar den Erzeuger. Bei dieser Demonstration scherzt er, dass es schade sei, dass die TV-Show 'Wetten, dass..?' nicht mehr existiere – als hätte er dort mit dieser Fähigkeit auftreten können.
Restaurantkritik über Tim Raue
Jakob Strobel y Serra
Restaurantkritik von Jakob Strobel y Serra in der FAZ über Tim Raues Restaurant. Der Artikel zeichnet sich durch eine blumige, poetische Sprache aus, die typisch für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist. Die extrem bildreiche Beschreibung der Gerichte führte zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, die mit einer Geldstrafe endete.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:55:56 „Ich lese was vor. Es ist über Raue in der FAZ. Restaurantkritik. Leute, aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, einem wirklich seriösen Medium. Ich lese vor.“
Jochen Wegner liest aus einer Restaurantkritik der FAZ über Tim Raues Restaurant vor, um die blumige Sprache der Kulinarik-Kritik zu illustrieren. Die Passage beschreibt Raues Gerichte in extrem bildreicher Sprache, was die Runde amüsiert. Tim Raue ordnet ein, dass der Autor Jakob Strobel y Serra die Kolumne von Jürgen Dollase übernommen hat und die poetische Sprache zum Feuilleton-Charakter der FAZ-Essenskritik passt.
Ich weiß, was Hunger ist
Tim Raue · 2022
Tim Raue – Der Name steht heute für kulinarische Fähigkeiten, bedingungslosen Ehrgeiz und pures Durchsetzungsvermögen. Inzwischen ist er einer der gefragtesten Köche Deutschlands und erkochte sich bereits 2 Sterne. Das "Restaurant Tim Raue" steht auf Platz 31 der San Pellegrino "The World's 50 Best Restaurants"-Liste. Wie Tim Raue zu dem wurde, der er ist, erzählt er gemeinsam mit Stefan Adrian in seiner packenden Biografie.
🗣 Tim Raue erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:20:29 „Ich habe ja auch eine Biografie geschrieben mal, um Geld zu verdienen, ehrlicherweise. Aber auch trotzdem, um das weiterzugeben.“
Im Kontext seiner erschütternden Kindheitsgeschichte – Misshandlung durch den Vater, Isolation durch die Stiefmutter, ein Suizidversuch mit elf Jahren – erwähnt Tim Raue, dass er eine Autobiografie geschrieben hat. Er nennt als Motivation ehrlich sowohl den finanziellen Aspekt als auch den Wunsch, seine Erfahrungen weiterzugeben.
Colors – Farben der Gewalt
Dennis Hopper · 1988
Der Cop-Haudegen Bob Hodges muss sich auf seinen letzten Tagen bei einer Spezialeinheit des Los Angeles Police Department mit einem neuen, heißspornigen Kollegen herumschlagen. Danny McGavin nimmt die Bekämpfung der Gangkriminalität wörtlich und ist auf möglichst viele Verhaftungen aus. Das schafft Probleme zwischen den beiden ungleichen Polizisten. Mehr als einmal droht die Situation zu eskalieren und auch Dannys Romanze mit der Latina Louisa steht unter keinem guten Stern …
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:28:04 „Das heißt, ihr habt gelesen, dass euer Lieblingsfilm Colors war? Colors, Farben der Gewalt, ja. Der von den Gangs in Los Angeles erzählt hat, den Bloods und Crips.“
Christoph Amend spricht Tim Raue auf seinen Lieblingsfilm aus der Jugendzeit an. Der Film über die Gang-Kultur in Los Angeles diente den 36 Boys in Berlin-Kreuzberg als Vorbild – auch das Aufnahmeritual in die Gang wurde nach dem Film gestaltet, wie Tim Raue später bestätigt: 'Wir haben doch alle Colors geguckt.'
Kitchen Confidential
Anthony Bourdain · 2013
After twenty-five years of 'sex, drugs, bad behaviour and haute cuisine', chef and novelist Anthony Bourdain has decided to tell all. From his first oyster in the Gironde to his lowly position as a dishwasher in a honky-tonk fish restaurant in Provincetown; from the kitchen of the Rainbow Room atop the Rockefeller Center to drug dealers in the East Village, from Tokyo to Paris and back to New York again, Bourdain's tales of the kitchen are as passionate as they are unpredictable, as shocking as ...
🗣 Tim Raue referenziert bei ⏱ 01:43:09 „Das, was du vorhin angebracht hast, das heißt, dass es so ein bisschen ein Sammelbecken für verkrachte Existenzen ist, das stammt aus dem, also auf jeden Fall, so habe ich das gelesen, in dem Buch von Anthony Bourdain. Anthony Bourdain ist natürlich französischstämmiger, aber amerikanischer Koch. Hat dann ein Buch geschrieben, auf Deutsch glaube ich, die Geständnisse eines Küchenchefs, was sie nie wissen wollten.“
Tim Raue ordnet das Klischee von der Küche als Sammelbecken für verkrachte Existenzen ein und schreibt es Anthony Bourdains Buch zu. Der deutsche Titel lautet 'Geständnisse eines Küchenchefs'. Raue nutzt das Buch als Kontrastfolie zu seinem eigenen Weg – er sei das 'absolute Gegenteil' des wilden Küchenlebens, das Bourdain beschreibt.
Don't Eat Before Reading This
Anthony Bourdain
The late chef’s 1999 essay about working in Manhattan restaurants. “Gastronomy is the science of pain,” he writes. “It was the unsavory side of professional cooking that attracted me to it in the first place.”
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:43:52 „Und davor hat er, danke für den Hinweis, einen ganz tollen Artikel im New Yorker geschrieben, den ich auch heute Morgen nochmal gelesen habe. Sozusagen die Kurzversion von dem.“
Jochen Wegner erwähnt den berühmten New-Yorker-Artikel von Anthony Bourdain, der als Kurzversion von 'Kitchen Confidential' gilt und den Grundstein für Bourdains Karriere als Autor legte. Wegner liest daraus sogar vor: 'Gastronomie ist die Wissenschaft des Schmerzes.'
Hungry – Eating, Road-Tripping, and Risking It All with the Greatest Chef in the World
· 2022
Anthony Bourdain nimmt seine Zuschauer in dieser Serie mit auf eine kulinarische Weltreise, um fremde Esskulturen authentisch zu erforschen und westliche Vorurteile zu durchbrechen. Durch live dokumentierte Marktbesuche und Mahlzeiten vor Ort zeigt er, dass echtes Essen weniger mit Besteck und Etikette als vielmehr mit Kultur und Genuss zu tun hat. Die Serie wird als transformativ für westliches Publikum beschrieben, das durch Bourdains neugieriges und respektvolles Herangehen neue kulinarische Horizonte entdeckte.
🗣 Tim Raue erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:44:01 „Und er hat dann den Amerikanern die kulinarische Welt gezeigt, indem er mit seiner Serie durch die Welt gereist ist und zum Beispiel in Vietnam auf dem Markt eine Faux gegessen hat und ihnen gezeigt hat, dass man nicht schlürfen muss und nicht mit Messer und Gabel isst.“
Tim Raue beschreibt Anthony Bourdains TV-Serie, mit der dieser durch die Welt reiste und den Amerikanern fremde Esskulturen näherbrachte. Gemeint ist vermutlich 'Parts Unknown' oder 'No Reservations' – der genaue Serientitel wird nicht genannt.
No Reservations / Parts Unknown
Anthony Bourdain
Reisedokumentation, die kulinarische Traditionen rund um den Globus erforscht. Die Serie verbindet Essenskulturen mit lokalen Bräuchen und zeigt, wie Essen Menschen und Gesellschaften verbindet. Ein respektvoller, informativer Blick auf die Vielfalt weltweiter Küchen und Kulturen.
🗣 Tim Raue referenziert bei ⏱ 01:44:01 „Er hat dann den Amerikanern die kulinarische Welt gezeigt, indem er mit seiner Serie durch die Welt gereist ist und zum Beispiel in Vietnam auf dem Markt eine Faux gegessen hat und ihnen gezeigt hat, dass man nicht schlürfen muss und nicht mit Messer und Gabel isst.“
Tim Raue spricht über Anthony Bourdains Vermächtnis nach dessen Tod. Neben dem Buch und dem New-Yorker-Artikel wird auch Bourdains Reise-Kochserie gewürdigt, mit der er Amerikanern fremde Essenskulturen näherbrachte.
Und täglich grüßt das Murmeltier (Groundhog Day)
Harold Ramis · 1993
Es ist der 2. Februar, Murmeltiertag: Für eine Reportage über das alljährliche Wettervorhersage-Ritual verschlägt es den sarkastischen, verbitterten, stets miesgelaunten und unfreundlichen Wettermann Phil Connors, seine Produzentin Rita und den Kameramann Larry in das kleine Provinznest Punxsutawney. Ein ganz normaler Tag. Phil berichtet vom Murmeltier, das alljährlich aus seinem Bau gelockt wird, um das Wetter der kommenden Zeit vorherzusagen.
🗣 Tim Raue erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:46:53 „Dieses Bild, was über Jahre funktioniert hat, zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich am Berg. Immer und immer wieder. Es war wirklich wie täglich grüßt das Murmeltier.“
Tim Raue verwendet den Filmtitel als Metapher für das sich wiederholende Duell zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich bei der Tour de France. Es ist eine beiläufige Referenz, um die Monotonie und Regelmäßigkeit dieser Bergduelle zu beschreiben.
Musik von Kool Savas
Kool Savas
Kool Savas ist ein deutscher Rapper und Musiker, dessen künstlerisches Schaffen vom renommierten Gastronomen Tim Raue gerühmt wird. Raue berichtet von seiner langjährigen Freundschaft mit Savas seit der achten Klasse und bewundert dessen frühe Zielstrebigkeit und Intelligenz. Die Empfehlung würdigt, wie Savas sein Ziel, Rapper zu werden, mit künstlerischer Sensibilität und Brillanz umgesetzt hat.
🗣 Tim Raue referenziert bei ⏱ 01:52:43 „Savas, und das imponiert mir so ungemein, der wusste damals schon, er will nichts anderes als Musik machen und Rapper werden. Der saß in der Klasse, der hat Texte geschrieben... Savas ist so ein feiner, intelligenter und toller Typ, der sich wirklich über seine Kunst ausdrückt, wie auch immer er das macht, aber er macht es sensationell, finde ich.“
Tim Raue erzählt, dass er seit der achten Klasse mit dem Rapper Kool Savas befreundet ist. Beide waren in einem Schulprojekt für schwer erziehbare Kinder. Raue bewundert, dass Savas schon als Jugendlicher wusste, dass er Rapper werden wollte, und würdigt dessen künstlerisches Schaffen.
Fischbullettenstreit-Artikel
Die Bild-Zeitung berichtet von einem angeblichen Streit zwischen Starkoch Tim Raue und Jürgen Gosch, dem König der Krabben, um die besten Fischbrötchen auf Sylt. Tim Raue stellt jedoch klar, dass dieser Konflikt nie stattgefunden hat und er die Sache einfach telefonisch mit seinem Kollegen geklärt hat.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:14:18 „Es gibt so einen Fischbullettenstreit auf Sylt gerade, den hat mir Christoph neulich geschickt, ich hätte es nie gefunden. [...] Also die Bild-Zeitung.“
Jochen Wegner erwähnt einen Boulevardpresse-Artikel über einen angeblichen Streit zwischen Tim Raue und einem anderen Koch um Fischbrötchen auf Sylt. Tim Raue stellt klar, dass dieser Streit nie stattgefunden hat und die Aussagen so nie gefallen sind – er habe den anderen Koch einfach angerufen und die Sache geklärt. Der Artikel erschien in der Bild-Zeitung.
Artikel über Fischbrötchen-Streit
Die Bild-Zeitung berichtete über eine angebliche Rivalität zwischen Starkoch Tim Raue und der legendären Sylter Fischbrötchen-Institution Gosch. Anlass war ein chinesisches Dampfbrötchen mit Kabeljau, das Raue als Hommage an Jürgen Gosch in seinem Sylter Restaurant auf die Karte setzte. BILD konstruierte daraus einen Konflikt zwischen den beiden Gastronomen. Tatsächlich war die Geschichte erfunden – Raue und Gosch verstehen sich nach eigener Aussage bestens.
🗣 Tim Raue referenziert bei ⏱ 02:14:44 „Im Endeffekt hat jemand geschrieben, dass wir beide uns um Fischbrötchen streiten. Die Bild-Zeitung.“
Tim Raue erzählt, wie die Bild-Zeitung aus seiner Hommage an Jürgen Gosch – einem chinesischen Dampfbrötchen mit Kabeljau auf der Karte seines Sylter Restaurants – eine angebliche Rivalität konstruiert hat. Raue stellt klar, dass die Geschichte erfunden war und er sich mit Gosch bestens versteht.
Interview mit Tim Raue und Billy Wagner
Ein Gespräch mit den Berliner Sterne-Gastronomen Tim Raue, Billy Wagner, Micha Schäfer und Sonja Frühsammer über Anschreien in der Küche, warum Nichthauptstädter diskriminiert gehören und Weintrinken eine gute Idee ist.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:23:10 „Zum Beispiel in einem Interview, das du gemeinsam mit dem Billy Wagner vom Nobelhalt und Schmutzig mal gegeben hast, da sagt der Billy Wagner so sinngemäß, naja, also die Gäste haben nichts zu sagen, also sozusagen wir legen fest, was wir kochen und das Gästefeedback ist eigentlich wurscht.“
Christoph Amend verweist auf ein gemeinsames Interview von Tim Raue und Billy Wagner (Restaurant Nobelhart & Schmutzig), in dem Wagner erklärt, dass Gästefeedback für seine Küche irrelevant sei. Raue differenziert diese Aussage und ordnet sie als Marketingstrategie ein.
Songs von Toni Braxton
Toni Braxton
Toni Braxtons Musiksammlungen werden in einem persönlichen Anekdoten-Kontext erwähnt. Tim Raue erzählt humorvoll, dass er die Künstlerin 2006 bei der Fußball-WM versehentlich getroffen hat und betont dabei, dass er ihre Lieder sehr mochte. Die beiläufige Empfehlung zeigt eine authentische Wertschätzung für Braxtons Musik jenseits der anekdotischen Rahmenhandlung.
🗣 Tim Raue erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:35:59 „Das war bei der WM 2-6 und das hat mir allerdings sehr leid getan, weil die ist ja nur so groß, die ist so kurz über Tischkante. Ja, die fand ich wirklich toll und die Lieder mochte ich.“
Tim Raue erzählt beiläufig, dass er bei der WM 2006 versehentlich Toni Braxton umgerannt hat, und erwähnt dabei, dass er ihre Musik mochte. Eine anekdotische Erwähnung im Kontext seiner Unfähigkeit, Prominente zu erkennen.
Restaurantkritik von Pete Wells
Pete Wells
Pete Wells, der prominenteste Restaurant-Kritiker der New York Times, beendet nach 12 Jahren seine Tätigkeit als Restaurantbewertzer – etwa 2.500 bis 3.000 Mahlzeiten hatte er in dieser Zeit konsumiert. Grund für seinen Rückzug sind erhebliche gesundheitliche Probleme: Sein Cholesterinspiegel war entgleist, seine Blutglukose befand sich im Prä-Diabetes-Bereich, und das Gewicht war massiv gestiegen. Wells war legendär für seine unerkannten Restaurantbesuche mit Verkleidungen, falschen Namen und mehreren Kreditkarten, weshalb Restaurantbesitzer sogar Fotos von ihm ausgehängt hatten. Seine Bewertungen basierten auf zwei Kriterien: Wie lecker ist das Essen, und wie gut setzt das Restaurant sein Konzept um – deshalb erhielten ein Trinidadisches Imbiss und gehobene Fine-Dining-Restaurants die gleiche Bewertungschance. Obwohl Wells die Restaurantkritik aufgibt, bleibt er der New York Times erhalten.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:38:16 „Das Schockierende war, also Schritt 1, die Kritik war dann ganz positiv. Ich dachte, das war ja ein kompletter Verriss. Das ist ja das Letzte und er ist da glaube ich dreimal hingegangen oder so. Wow, da muss man aber sagen, Chapeau, dass er das tatsächlich nicht bei einem Besuch belässt.“
Jochen Wegner erzählt von einem gemeinsamen Restaurantbesuch mit dem New-York-Times-Restaurantkritiker Pete Wells, bei dem strenge Verhaltensregeln galten – falsche Identität, durcheinander bestellen, unauffällig bleiben. Wegner war überrascht, dass die anschließende Kritik positiv ausfiel, obwohl er selbst das Restaurant mittelmäßig fand.
Food, Inc.
Robert Kenner · 2008
Diese Dokumentation behandelt die großen Nahrungsmittelhersteller, von denen es weltweit eine handvoll gibt. Sie beherrschen den Markt der Nahrungsmittelproduktion, profitieren von staatlichen Subventionen und generieren riesige Profite; die Gesundheit der Tiere und Menschen, die in diesen Prozess involviert sind, bleibt dabei allzuoft auf der Strecke.
🗣 Tim Raue referenziert bei ⏱ 02:48:30 „es gibt ja geile Filme dazu, sowas wie Food Inc. zum Beispiel, das werde ich nie vergessen, das war so ein Film, der mich wirklich berührt hat.“
Raue empfiehlt den Dokumentarfilm Food, Inc. im Zusammenhang mit seiner Kritik an industriell verarbeitetem Essen und den daraus resultierenden Lebensmittelunverträglichkeiten.