ZEIT Bühne – Was richtig ist, muss richtig bleiben
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Was richtig ist, muss richtig bleiben

ZEIT Bühne / 27. März 2019 / 5 Medien

Roman Pletter, Josef Joffe & Boris Palmer

Boris Palmer, der streitbare Grünen-Oberbürgermeister von Tübingen, ist zu Gast bei der ZEIT-Matinée in der Bucerius Law School Hamburg. Palmer polarisiert: Er lieferte sich Kontroversen mit der eigenen Partei über die Flüchtlingspolitik, bezeichnete einen dunkelhäutigen Fahrrad-Rowdy vorschnell als Flüchtling und wollte eigenhändig einen lärmenden Studenten kontrollieren – gleichzeitig hat er Tübingens CO2-Ausstoß um 32 Prozent gesenkt, kostenlosen Samstags-Nahverkehr eingeführt und jede zweite Sozialwohnung in Baden-Württemberg entstand zuletzt in seiner Stadt. Geprägt von seinem Vater Helmut Palmer, der sein Leben dem Kampf gegen die Obrigkeit widmete und 250 Mal erfolglos um Bürgermeisterämter kandidierte, erklärt sich Palmers eigenwilliges Selbstverständnis als zupackender Rebell mit Amtsverantwortung.

„Wenn ich dort ankomme, denke ich immer, ich verlasse den funktionierenden Teil Deutschlands.“
🗣 Boris Palmer

Erwähnte Medien (5)

Artikel über Boris Palmer als 'Oberbürgermeister des deutschen Volksempfindens'

Artikel über Boris Palmer als 'Oberbürgermeister des deutschen Volksempfindens'

Boris Palmer, parteiloser Oberbürgermeister von Tübingen, hat sich gegen einen Wechsel in die Landesregierung Baden-Württembergs entschieden und wird sein Amt in Tübingen behalten. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der gerade zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, hatte Palmer öffentlich als einen der erfolgreichsten Kommunalpolitiker Deutschlands gelobt und auf eine mögliche Zusammenarbeit gehofft. Palmer selbst hatte sich zunächst offen für neue Aufgaben gezeigt und wollte dabei helfen, das Vertrauen zur CDU wiederaufzubauen, mit der die Grünen koalieren müssen. In der Grünen-Partei ist Palmer umstritten: Während Özdemir und Ministerpräsident Kretschmann sich eine Rückkehr Palmers zur Partei wünschen – er war 2023 nach Skandalen ausgetreten – lehnen Teile der Partei wie die Grüne Jugend eine enge Zusammenarbeit ab. Umfragen zeigten, dass mehr als ein Drittel der Bürger Palmers Ernennung auf Landesebene befürwortet hätte.

🗣 Roman Pletter erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:27 „Die Süddeutsche Zeitung nannte ihn, Zitat, eine Art Oberbürgermeister des deutschen Volksempfindens. Das liegt auch daran, dass sich Palmer einen Ruf als bundesweit gefürchteter Law-and-Order-Mann erworben hat.“

Roman Pletter zitiert in seiner Einführung zu Boris Palmer eine Charakterisierung aus der Süddeutschen Zeitung, um Palmers bundesweite Bekanntheit und seine polarisierende Rolle als Grünen-Politiker einzuordnen. Der konkrete Artikel wird nicht mit Titel oder Datum benannt.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Wir können nicht allen helfen

Wir können nicht allen helfen

Boris Palmer · 2017

Ein grüner Oberbürgermeister spricht Klartext Nachdem Angela Merkel hunderttausende Flüchtlinge ins Land ließ, stellt sich nun die Frage: Wie kann es uns gelingen, die riesige Herausforderung der Integration zu meistern? Boris Palmer, Deutschlands bekanntester grüner Bürgermeister, zeigt, dass wir bei aller Hilfsbereitschaft auch offen über die Grenzen der Belastbarkeit sprechen müssen – etwa über Bildungs- und Jobchancen, über Wohnungsnot, den Umgang mit Gewalt und Abschiebung oder Fragen von O...

🗣 Pletter referenziert bei ⏱ 00:12:10 „Sie haben ja auch ein Buch geschrieben, wir können nicht allen helfen. Und Sie sagen im Kern, dass wir Wirtschaftsflüchtlingen nicht zwingend helfen können.“

Pletter konfrontiert Palmer mit den Thesen seines Buchs über Grenzen der Aufnahmefähigkeit bei Wirtschaftsflüchtlingen.

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Pro und Contra über Seenotrettung

Pro und Contra über Seenotrettung

Mariam Lau

Die ZEIT veröffentlicht ein Pro-und-Contra-Format zur Seenotrettung im Mittelmeer, das die moralische und ethische Legitimität privater Rettungsmissionen für Flüchtlinge und Migranten beleuchtet. Der Artikel präsentiert konträre Positionen zu dieser gesellschaftlich polarisierenden Debatte und hinterfragt, ob und unter welchen Bedingungen solche Rettungsoperationen berechtigt sind.

🗣 Boris Palmer referenziert bei ⏱ 00:28:16 „Ihre Redakteurin Mariam Lau hat dieses Pro und Contra über Seenotrettung gemacht in der Zeit. Und dann wurde sie für meine Begriffe in einer Weise attackiert, die ich für völlig inakzeptabel halte. Man hat ihr nämlich unterstellt, sie will, dass die Menschen im Mittelmeer ertrinken, was durch keinen Satz in ihrem Text gedeckt war.“

Palmer erzählt die Entstehungsgeschichte seines umstrittenen Begriffs 'Menschenrechtsfundamentalismus'. Auslöser war ein Pro-und-Contra-Artikel von ZEIT-Redakteurin Mariam Lau zur Seenotrettung, nach dessen Veröffentlichung Lau massiv angegriffen wurde. Palmer verteidigte sie auf Facebook und prägte dabei den Begriff, für den er ein Unwort-des-Jahres-Nominierung erhielt.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Artikel über Boris Palmer und Social Media

Artikel über Boris Palmer und Social Media

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, nutzt soziale Medien intensiv und wird damit konfrontiert, dass sein Verhalten suchtartig wirkt. Im Kontext von Robert Habecks Rückzug aus den sozialen Medien diskutiert Palmer seine eigene Abhängigkeit von Likes und Posts. Palmer kündigt an, im Mai einen Monat lang auf Facebook zu verzichten – ein freiwilliges 'Facebook-Fasten'. Der Artikel beleuchtet die psychologische Dimension politischer Social-Media-Nutzung und die Frage, ob Politiker sich von Algorithmen und Aufmerksamkeitsökonomie steuern lassen.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:37:53 „Über Sie schreibt die Süddeutsche Zeitung, Zitat, die Likes und die Posts sind ein Suchtfaktor. Sind Sie ein Junkie, Herr Palmer?“

Im Kontext von Robert Habecks Rückzug aus den sozialen Medien konfrontiert Pletter Palmer mit einem Zitat aus der Süddeutschen Zeitung, das Palmers intensive Social-Media-Nutzung als suchtartiges Verhalten beschreibt. Palmer kündigt daraufhin an, im Mai einen Monat lang Facebook-Fasten zu machen.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Kongo Pop Art

Kongo Pop Art

· 2019

Die Zentralafrikanische Republik (sango Ködörösêse tî Bêafrîka, französisch République centrafricaine; kurz meist ZAR (englisch CAR, französisch RCA) oder vereinzelt Zentralafrika) ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Sie grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden) an den Tschad, den Sudan, den Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Kamerun. Die Hauptstadt ist Bangui.

🗣 Boris Palmer referenziert bei ⏱ 00:50:46 „Wir haben gerade eine Ausstellung von Kongo Pop Art in Tübingen in der Kunsthalle. Empfehlenswert.“

Palmer empfiehlt die aktuelle Ausstellung Kongo Pop Art in der Kunsthalle Tübingen im Zusammenhang mit dem Thema Bevölkerungswachstum im Kongo.

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