Man kann doch nicht mit Wasserwerfern das Maskentragen erzwingen
Roman Pletter, Charlotte Parnack & Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich kurz vor seinem 40. Geburtstag den Fragen von ZEIT-Journalisten — mitten im Corona-Ausnahmezustand. Trotz enormen Drucks wirkt er auffällig entspannt, spricht über Aluhut-Proteste, erlaubte Zweifel in der Politik und die Frage, ob er sich als Feminist sieht. Zum Erwachsenwerden mit 40 merkt er trocken an, dass er das bisher erfolgreich verdrängt habe.
„Da merkst du halt doch so mit der Vier, dass man jetzt doch dann erwachsen wird.“
Erwähnte Medien (3)
Porträt über Jens Spahn
Porträt des Politikers Jens Spahn, der sich vor allem als Bundesgesundheitsminister einen Namen gemacht hat. Der Artikel beleuchtet sein persönliches Leben mit Familie und Vermögen sowie die Maskenaffäre, die mit seiner Person verbunden ist. Gleichzeitig thematisiert das Porträt die enorme Belastung durch die Anforderungen seines Amtes während der Corona-Krise und wirft die Frage auf, wie Spahn Zeit für sein eigenes Wohlbefinden finden kann.
🗣 Jens Spahn referenziert bei ⏱ 00:03:03 „Ja, Herr Spahn, im März lasen wir in einem Porträt über Sie, Sie hätten eigentlich überhaupt keine Zeit dazu, sich zu fragen, wie es Ihnen überhaupt geht.“
Zu Beginn des Gesprächs wird auf ein im März erschienenes Porträt über Jens Spahn verwiesen, in dem beschrieben wurde, dass er in der Corona-Krise keine Zeit für die eigene Befindlichkeit habe. Die Interviewerin nutzt es als Einstieg in die persönliche Frage nach seinem Wohlbefinden kurz vor seinem 40. Geburtstag.
Allensbach-Umfrage zur Meinungsfreiheit
Institut für Demoskopie Allensbach
Das Institut für Demoskopie Allensbach präsentiert auf dieser Seite eine Übersicht seiner veröffentlichten Studien mit Filtermöglichkeiten nach Thema und Veröffentlichungsjahr seit 1949. Aktuelle Untersuchungen behandeln regionale Mentalitätsunterschiede in Deutschland, die Bevölkerungshaltung zum Bildungssystem, die Situation selbstständig tätiger Eltern sowie die Entwicklung der Mittelschicht. Die Befragungen werden im Auftrag von Stiftungen, Ministerien und Verbänden durchgeführt und basieren auf repräsentativen Erhebungen der deutschen Bevölkerung. Die Studien dokumentieren gesellschaftliche Veränderungen wie die Pandemie, Migration, Energiewende und steigende Inflation und deren Auswirkungen auf Einstellungen und Verhalten der Bürger.
🗣 Jens Spahn referenziert bei ⏱ 00:20:52 „Es war ja schon vor Corona so, dass, wenn ich die Zahlen noch etwa richtig erinnere, so 60, 70 Prozent gesagt haben, ich glaube in der Allensbach-Umfrage, sie hätten das Gefühl, sie könnten die Dinge, die sie beschäftigen, außer im engsten Familienkreis gar nicht mehr sagen.“
Spahn spricht über das Gefühl vieler Bürger, ihre Meinung nicht mehr frei äußern zu können, und verweist auf eine Allensbach-Umfrage, die diesen Befund mit konkreten Zahlen untermauert. Er nutzt die Studie als Beleg dafür, dass das Misstrauen gegenüber dem öffentlichen Diskurs schon vor der Corona-Krise tief verankert war.
Warnung vor Retraditionalisierung von Frauen
Jutta Allmendinger
Jutta Allmendingers soziologische Untersuchung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Geschlechterrollen. Die Studie dokumentiert eine Retraditionalisierung von Frauen, da Betreuungsarbeit während der Kita- und Schulschließungen überwiegend bei den Müttern landete.
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:57:07 „Die Soziologin Jutta Almendinger warnt vor einer entsetzlichen Retraditionalisierung von Frauen durch diese Krise. Stimmen Sie zu?“
Roman Pletter konfrontiert Jens Spahn mit der These der Soziologin Jutta Allmendinger, dass die Corona-Krise zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen führe, da die Betreuungsarbeit während der Kita- und Schulschließungen überwiegend bei den Müttern gelandet sei. Spahn räumt ein, dass dies seiner Wahrnehmung nach zutreffe, hält die Dramatisierung aber für übertrieben.