Mir bricht diese Diskussion das Herz
Roman Pletter, Alice Bota & Jurij Andruchowytsch
Vor über 1000 Zuschauern im Hamburger Schauspielhaus diskutieren die Russland-Korrespondentin Alice Bota, die Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer, der belarussische Autor Viktor Martinowitsch und der ukrainische Autor Jurij Andruchowytsch über den russischen Angriffskrieg — über das Morden, die Ohnmacht und die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.
„Der Krieg ist zurück in Europa. Ein Krieg gegen die Ukraine, aber auch ein Krieg gegen die Freiheit, gegen das Recht, gegen die Demokratie. Ein Krieg gegen alles, wofür auch wir stehen oder stehen wollen.“
Erwähnte Medien (4)
Die Frauen von Belarus
Alice Bota · 2021
Die Revolution hat ein weibliches Gesicht Die Bilder haben die Welt gerührt und erschüttert: Friedliche Demonstranten in Belarus trotzten dem brutalen Regime – immer und immer wieder. Die Russland-Korrespondentin Alice Bota erzählt die Geschichten der drei maßgeblichen Protagonistinnen, die zu Politikerinnen wider Willen wurden: Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo.
🗣 Jurij Andruchowytsch zitiert daraus bei ⏱ 00:06:08 „Sie hat eben erst ein bewegendes Buch über die Frauen von Belarus veröffentlicht. Und obwohl sie eigentlich in Elternzeit ist, hat sie sich nicht nehmen lassen, heute Abend dabei zu sein.“
Heinrich Wefing stellt die Podiumsgäste vor und erwähnt Alice Botas jüngstes Buch über die belarussische Frauenbewegung. Das Buch wird als Beleg für ihre tiefe Kenntnis der Region angeführt, die sie als langjährige Osteuropa-Korrespondentin der ZEIT erworben hat.
Revolution
Viktor Martinowitsch · 2021
Dies ist die Beichte von Michail German. Den Namen Victor Martinowitsch benutzt er nur als beliebiges Pseudonym. Vor Jahren beendete er, aufstrebender Dozent an einer Moskauer Privatuniversität, von einem Tag auf den anderen die Beziehung zu einer Kellnerin. die er eigentlich innig liebte. Was steckt hinter seinem plötzliche Verschwinden? In diesem Buch offenbart er sein Geheimnis.
🗣 Jurij Andruchowytsch zitiert daraus bei ⏱ 00:06:46 „Mehrere seiner Werke sind ins Deutsch übersetzt worden und ganz besonders, das macht die Verbindung zum Deutschen Schauspielhaus aus, eine Theateradaption seines Romans Revolution wird hier im Mai am Deutschen Schauspielhaus uraufgeführt werden.“
Bei der Vorstellung des belarussischen Schriftstellers Viktor Martinowitsch wird sein Roman 'Revolution' erwähnt, dessen Theateradaption am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt werden soll. Der Roman wird als Bindeglied zwischen dem Autor und dem Veranstaltungsort hervorgehoben.
Revolution (Theateradaption)
Viktor Martinowitsch
Theateradaption des Romans von Viktor Martinowitsch, uraufgeführt am Deutschen Schauspielhaus. Das Stück wurde als signifikante Überführung des belarussischen Autors in die deutsche Theaterlandschaft präsentiert.
🗣 Jurij Andruchowytsch zitiert daraus bei ⏱ 00:06:46 „Mehrere seiner Werke sind ins Deutsch übersetzt worden und ganz besonders, das macht die Verbindung zum Deutschen Schauspielhaus aus, eine Theateradaption seines Romans Revolution wird hier im Mai am Deutschen Schauspielhaus uraufgeführt werden.“
Die Theateradaption von Martinowitschs Roman 'Revolution' wird als bevorstehende Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus angekündigt. Sie stellt die konkrete Verbindung zwischen dem zugeschalteten belarussischen Autor und dem Veranstaltungsort des Abends her.
Die Lieblinge der Justiz
Jurij Andruchowytsch · 2020
Die Lieblinge der Justiz, das sind Verbrechen und Verbrecher, echte und vermeintliche: Bohdan Staschynskyj zum Beispiel, ein KGB-Agent und Auftragskiller, der den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera in seinem Münchner Exil ermordet, dann aber wegen der Liebe zu einer ostdeutschen Friseurin mit ihr in den Westen flieht und sich stellt. Oder Mario, der Kolonialwarenhändler aus Kolomea im östlichen Hinterland der k. und k.
🗣 Jurij Andruchowytsch zitiert daraus bei ⏱ 00:07:12 „Viele seiner Bücher und Essays sind ins Deutsch übersetzt worden. Wir haben eben einen Auszug gehört. Zuletzt ist erschienen bei Surkamp die Lieblinge der Justiz.“
Bei der Vorstellung von Jurij Andruchowytsch wird sein jüngstes, bei Suhrkamp erschienenes Buch 'Die Lieblinge der Justiz' genannt. Offenbar wurde zuvor ein Auszug daraus vorgelesen, was das Werk zum literarischen Ankerpunkt des Abends macht.