Unter Pfarrerstöchtern – Was die Großmutter des König David mit Weihnachten zu tun hat
#167

Was die Großmutter des König David mit Weihnachten zu tun hat

Unter Pfarrerstöchtern / 19. Dezember 2025 / 3 Medien

Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler

In ihrer letzten Weihnachtssendung erzählen die Schwestern die Geschichte von Ruth, der moabitischen Urgroßmutter König Davids — als biblische Gegenerzählung zum Reinheitswahn der Bücher Esra und Nehemia, die Fremde aus Jerusalem verbannen wollten. Die Pointe: Ausgerechnet der israelitischste aller Könige hat einen Migrationshintergrund, und genau das verbindet Ruth mit der Weihnachtsgeschichte, in der Jesus in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren wird — und damit alle ethnischen Reinheitskonzepte sprengt.

„Dieses Volk Israel, das sich immerzu auf den David beruft — es hat einen Migrationshintergrund, dieser David.“
🗣 Johanna Haberer

Erwähnte Medien (3)

Die Gotteskrieger

Die Gotteskrieger

Jörg Schindler

Ultrarechte christliche Nationalisten waren in den USA oft nah dran an der Macht. Der Selfmade-Heiland Donald Trump hat ihnen nun die Tür geöffnet. Das Ziel der Eiferer: eine amerikanische Theokratie. Die SPIEGEL-Titelstory.

🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:26:27 „Ich bin jetzt hier auf eine sehr gute Titelgeschichte gestoßen, die im September erschienen ist, im Spiegel. Die Gotteskrieger heißt es. Und da wird ein bisschen erzählt, wer so in der amerikanischen Administration um Donald Trump so das Sagen hat. Und da kann es einem auch heiß und kalt werden und man muss gleich an Nehemiah denken und an Ezra.“

Rückert bringt eine aktuelle Spiegel-Titelgeschichte von Jörg Schindler als modernen Beleg für das zuvor besprochene biblische Reinheitskonzept. Der Artikel porträtiert religiöse Eiferer in Trumps Umfeld, insbesondere den Prediger Douglas Wilson und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Rückert liest ausführlich daraus vor und zieht eine direkte Parallele zu den Ausgrenzungsgesetzen bei Nehemia.

Zum Artikel bei Spiegel Details
Interview mit Margaret Atwood

Interview mit Margaret Atwood

Juliane Schäuble

In einem ZEIT-Interview spricht die 85-jährige Margaret Atwood über die aktuellen Bücherverbote in Kanada und die besorgniserregende Aktualität ihrer Romane. Sie diskutiert religiöse Zensur und Parallelen zwischen ihren literarischen Werken und heutigen autokratischen Tendenzen.

🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:34:32 „Ich habe auch einen Gegentext dabei. Der ist ein Interview in der Zeit mit der Schriftstellerin Margaret Atwood.“

Sabine Rückert liest ausführlich aus einem ZEIT-Interview vor, in dem die 85-jährige Atwood in Toronto über Bücherverbote in Alberta, Trumps Autokratie-Tendenzen und die erschreckende Aktualität ihres Romans spricht. Das Interview dient als säkularer Gegentext zu den zuvor besprochenen biblischen Reinheits- und Abgrenzungskonzepten.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Autobiografie (Margaret Atwood)

Autobiografie (Margaret Atwood)

Margaret Atwood · 2025

"A definitive autobiography from the lauded author of The Handmaid's Tale"-- Provided by publisher.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:36:44 „Und jetzt hat sie ihre Memoiren geschrieben und wird gefragt, ob sie die in den USA vorstellen darf. Und Margaret Atwood sagt, Stand jetzt werde ich am 6. November in Chicago sein.“

Im Rahmen des ZEIT-Interviews wird erwähnt, dass Atwood ihre Memoiren veröffentlicht hat und plant, sie in den USA vorzustellen. Die Frage, ob sie überhaupt in die USA einreisen darf, verdeutlicht die angespannte politische Lage zwischen Kanada und den USA unter Trump.

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