Die Tote im Eistal
Sabine Rückert, Andreas Sentker & Tanja Stelzer
Erstmals mit Gast: Tanja Stelzer, Ressortleiterin im Dossier der ZEIT, bringt einen rätselhaften Cold Case aus Norwegen mit. Im November 1970 fanden Spaziergänger in einem abgelegenen Tal nahe Bergen eine Frauenleiche — bis heute ist weder ihre Identität noch die Todesursache zweifelsfrei geklärt.
„Ich habe einen Fall mitgebracht, der genauso alt ist wie ich selbst.“
Erwähnte Medien (2)
Dossier-Reportage über die Isdal-Frau
Tanja Stelzer
Eine junge Frau wird halb verbrannt aufgefunden. Aus ihren Kleidern sind alle Markenembleme entfernt. Die Tote gibt den Ermittlern über Jahrzehnte Rätsel auf.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:09:21 „Vergiftet, Rauch, es stellt sich glaube ich auch noch heraus bei der Obduktion, habe ich bei dir im Protokoll quasi nachgelesen, es gibt einen Bluterguss im Nacken.“
Tanja Stelzer hat als Ressortleiterin des Zeit-Dossiers eine umfangreiche Recherche über den Fall der unbekannten Toten aus dem Isdal bei Bergen verfasst. Andreas Sentker bezieht sich mehrfach auf ihre schriftliche Darstellung des Falls, aus der er Details wie die Obduktionsergebnisse und die codierte Reiseliste zitiert.
NRK-Dokumentation über die Isdal-Frau
NRK-Dokumentation über den rätselhaften Cold Case der Isdal-Frau aus Norwegen. Das investigative Team des öffentlich-rechtlichen Senders rollte 2016 den historischen Kriminalfall neu auf und wiederentdeckte dabei forensische Beweise, die zur Wiederaufnahme der Ermittlungen führten.
🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 00:24:01 „Der Anstoß kommt aus einer Redaktion vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen, vom Sender NRK in Norwegen. Die Kollegen dort hatten Lust, einmal einen alten Kriminalfall auszugraben. Und man muss dazu wissen, dass in Norwegen der Fall dieser Toten aus dem Isdal so bekannt ist wie hierzulande vielleicht der Fall Barschel.“
Tanja Stelzer berichtet, dass der norwegische öffentlich-rechtliche Sender NRK 2016 den Cold Case der Isdal-Frau journalistisch neu aufrollte. Das NRK-Team war es, das beim Rechtsmedizinischen Institut in Bergen nach Asservaten fragte und dabei das konservierte Gebiss der Toten in einem Karton im Keller wiederentdeckte — der entscheidende Anstoß für die Wiederaufnahme der Ermittlungen.