Der Missionar
Sabine Rückert, Andreas Sentker & Amrai Coen
Aufgezeichnet in einem fast leeren Konferenzraum während der Corona-Pandemie statt vor 1500 Zuschauern in Köln, dreht sich diese Osterfolge um einen zutiefst gläubigen Menschen. Reporterin Amrei Coen, die zuvor den Fall des Familienauslöschers recherchiert hatte, stellt den neuen Fall vor — passend zur kirchlichen Atmosphäre des verlassenen Saals.
„Ich habe Amrei eingeladen, weil es diesmal um einen sehr, sehr gläubigen Menschen geht.“
Erwähnte Medien (6)
ZEIT Verbrechen Kriminalmagazin (Ausgabe 5)
ZEIT VERBRECHEN ist ein Kriminalmagazin, das echte Fälle aus Deutschland dokumentiert. Die fünfte Ausgabe konzentriert sich unter anderem auf die Geschichte des Berliner Briefkastenbombers und präsentiert zusätzliche Geschichten von Leserinnen und Lesern. Das Magazin verbindet spannende Erzählweise mit informativer Aufklärung über Kriminelfälle und die Motive dahinter.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:40 „Also, wir haben das neue Kriminalmagazin, es ist unser fünftes Baby herausgebracht.“
Sabine Rückert stellt die fünfte Ausgabe des ZEIT-Kriminalmagazins vor, das auf dem Konferenztisch liegt. Sie beschreibt verschiedene Inhalte der Ausgabe, darunter Geschichten von Hörerinnen und Hörern sowie die Titelgeschichte über den Berliner Briefkastenbomber.
Rosemary's Baby
Roman Polanski · 1968
Nach ihrer Hochzeit beziehen der erfolglose, aber ehrgeizige Schauspieler Guy Woodhouse und seine Frau Rosemarie ein altes Haus am New Yorker Central Park West. Nach kurzer Zeit besucht Guy immer häufiger die Nachbarn, das ältere Ehepaar Minnie und Roman Castevet. Rosemarie kommen die beiden eher etwas merkwürdig vor.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:55 „Ja, die Podcasts sind auch Babys. Ich habe ziemlich schaurige Babys. Rosmaris-Babys habe ich.“
Sabine Rückert spricht scherzhaft über ihre journalistischen 'Hervorbringungen' – das Kriminalmagazin und den Podcast – und vergleicht sie mit 'Rosemarys Babys', eine Anspielung auf den Horrorfilm bzw. Roman, in dem ein Säugling des Teufels geboren wird. Der Vergleich unterstreicht den schaurigen Charakter ihrer True-Crime-Inhalte.
Robinson Crusoe
Daniel Defoe · 2022
Daniel Defoe beschreibt sehr ausführlich die Geschichte des Robinson Crusoe, über sein Elternhaus, seine Wünsche, zur See fahren zu wollen und die Ermahnungen seines Vaters. Erste Seereise ab Hull. – Seekrankheit – Schiffbruch. Reisen als Kaufmann ab London nach Afrika – Versklavung durch muslimische Seeräuber, Flucht, Abenteuer an der afrikanischen Küste, Rettung durch ein portugiesisches Schiff – Fahrt nach Brasilien, Gründung einer Plantage und beginnender Reichtum, Versuchter Handel mit Skla...
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:08:49 „Und er liest als Kind Robinson Crusoe. Habe ich auch gelesen. Du wahrscheinlich auch. Haben wir fast alle gelesen.“
Andreas Sentker erzählt, dass John Chau als Kind Robinson Crusoe las und davon inspiriert wurde. Das Buch wird als prägende Kindheitslektüre dargestellt, die Chaus Sehnsucht nach Abenteuer und einer einsamen Insel weckte – er rannte angeblich zu seinem Vater und sagte, er wolle eines Tages so leben wie Robinson Crusoe.
Der Lederstrumpf
James Fenimore Cooper
In 'Lederstrumpf', einem monumentalen Romanzyklus von James Fenimore Cooper, entfaltet sich das epische Bild eines Amerikas im Aufbruch und der Natur, die sowohl Ursprung als auch Konfliktfeld menschlichen Handelns darstellt. Die Protagonisten, an vorderster Stelle Natty Bumppo, verkörpern den archetypischen amerikanischen Helden, der zwischen Zivilisation und Natur hin- und hergerissen ist.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:01 „Also das hat diese Abenteuergeschichten, Lederstrumpf, Robinson Crusoe, Karl May. Das hat ja eine unglaublich ansteckende Wirkung. Und offenbar auch auf unseren John Chow.“
Sabine Rückert reiht Lederstrumpf zusammen mit Robinson Crusoe und Karl May in eine Gruppe von Abenteuergeschichten ein, die auf junge Leser eine ansteckende Wirkung haben – und offenbar auch auf John Chau, der davon träumte, selbst ein solches Abenteuer zu erleben.
Die Bibel
Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:12:42 „Und die sind extrem aggressiv, extrem aggressiv und es handelt sich um ein riesiges Wirtschaftsimperium. Also die nehmen auch die Bibel wörtlich. Die glauben wirklich, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat.“
Sabine Rückert erklärt den Hintergrund evangelikaler Missionare in Amerika und beschreibt deren wörtliches Bibelverständnis. Die Bibel wird hier als zentrale Referenz für den Missionsauftrag und die Weltanschauung der evangelikalen Bewegung genannt, der auch John Chau angehörte.
Das Buch des indischen Anthropologen über die Sentinelesen
T.N. Pandit · 2015
Spätestens seit Google Earth ist die Welt bis in den letzten Winkel erforscht und vermessen. Es gibt keine unbekannten Orte mehr, keine unberührten Eilande, nichts mehr zu entdecken – oder etwa doch? Alastair Bonnett stellt in diesem Buch faszinierende und außergewöhnliche Orte vor, die unsere Vorstellungen von der Welt gehörig durcheinanderbringen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:38:36 „Er muss aber doch das Buch gelesen haben des indischen Anthropologen. Er muss es gekannt haben, wenn er sich so angeblich so groß auf diese Insel vorbereitet hat. Dann muss er auch wissen, dass der nach 25 Jahren den ersten Kontakt hatte und auch gleichzeitig den letzten.“
Sabine Rückert verweist auf das Buch eines indischen Anthropologen, der 25 Jahre brauchte, um erstmals Kontakt mit den Sentinelesen herzustellen. Sie argumentiert, dass John Chau dieses Buch gekannt haben muss, wenn er sich wirklich gründlich auf seine Mission vorbereitet hat – und dennoch die Gefährlichkeit seines Vorhabens ignorierte.