ZEIT Verbrechen – Die Spur des Täters
#068

Die Spur des Täters

ZEIT Verbrechen / 17. November 2020 / 11 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker

In dieser Folge stellen die Hosts ihr achtes Magazin vor: Wie Feuer und Wasser — tödliche Beziehungen. Neben großen Kriminalgeschichten, einem Interview mit dem Bretagne-Krimi-Autor Jean-Luc Bannalec und einer verstörenden Fotostrecke über die Ästhetisierung von Frauenmorden in der Kunst der 20er Jahre enthält das Heft erstmals ausschließlich neue Fälle — darunter auch Geschichten, die Hörerinnen und Hörer eingeschickt haben. Besonders faszinierend: ein Gespräch mit Sprachprofilern, die anhand verräterischer Formulierungen anonyme Erpresser und Verleumder in Unternehmen entlarven.

„Die tote Frau wurde zum Kunstobjekt und das ist eine ganz wirklich, muss ich sagen, eine befremdliche Strecke.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (11)

Wie Feuer und Wasser – Tödliche Beziehungen

Wie Feuer und Wasser – Tödliche Beziehungen

 
Titelthema: Wie Feuer und Wasser - Tödliche Beziehungen Weitere Themen:* Blutige Bretagne - Bestsellerautor Jean-Luc Bannalec im Interview * Schaurige Funde - Was Pilzsammler entdecken * Fahrerflucht in Afrika - Ein Deutscher tötet ein Kind

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:01 „Und da ist jetzt das achte Heft fertig, es heißt Wie Feuer und Wasser, tödliche Beziehungen. Da siehst du auch, dass es in unserem, spiegelt sich sozusagen in unserem Titelbild.“

Sabine Rückert stellt die achte Ausgabe des Zeitverbrechen-Magazins vor, die den Titel 'Wie Feuer und Wasser – Tödliche Beziehungen' trägt. Das Heft enthält ausschließlich neue Kriminalgeschichten, darunter ein Interview mit Jean-Luc Bannalec und eine Fotostrecke über die Ästhetisierung von Gewalt gegen Frauen in der Kunst der 1920er Jahre.

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B Buch

Bretagne-Krimis

Jean-Luc Bannalec · 2020

Die sagenumwobenen Glénan-Inseln vor Concarneau wirken wie ein karibisches Paradies. Kommissar Dupin möchte am liebsten bei bretonischem Hummer in der urigen Inselkneipe sitzen, doch es wartet Arbeit auf ihn. Drei Leichen liegen am Strand und alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Als Dupin erfährt, welchen Geschäften die drei nachgingen, gerät er ins Zweifeln.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:15 „Es geht um ein Interview mit dem Kriminalschriftsteller Jean-Luc Banalec, der berühmt geworden ist mit seinen Bretagne-Krimis, den haben wir interviewt.“

Im Rahmen der Vorstellung des neuen Zeitverbrechen-Magazins erwähnt Sabine Rückert ein Interview mit dem Kriminalautor Jean-Luc Bannalec. Seine Bretagne-Krimis (die Kommissar-Dupin-Reihe) werden als sein bekanntestes Werk genannt, mit dem er berühmt geworden ist.

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Mindhunter

Mindhunter

David Fincher · 2017

Ein Agent einer FBI-Einheit für Serienverbrecher entwickelt bei der Jagd auf berüchtigte Serienmörder und Vergewaltiger komplexe Profiling-Techniken.

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:09:18 „Es gibt eine wunderbare Serie, die kann man sich im Moment in Netflix angucken. Die heißt Mindhunter. Und da wird über die Anfänge dieser FBI-Methode, das Profiling, das wird da verfilmt.“

Sabine Rückert empfiehlt die Netflix-Serie Mindhunter als Veranschaulichung der Anfänge des FBI-Profilings. Die Serie zeigt, wie zwei Kriminalbeamte – in Wirklichkeit Douglas und Ressler – damit begannen, inhaftierte Serienmörder zu interviewen, um aus deren Aussagen Ermittlungsmethoden abzuleiten. Rückert verknüpft die Serie direkt mit dem Thema der Folge, der Tatortanalyse.

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Das Schweigen der Lämmer

Das Schweigen der Lämmer

Jonathan Demme · 1991

Clarice Starling, Auszubildende beim FBI, bekommt von einem ihrer Lehrer den Auftrag, sich im Gefängnis mit Dr. Hannibal Lecter, einem Massenmörder und Psychiater, zu befassen. Durch ihre Unbefangenheit hoffen sie, daß Lecter ihnen bei der Suche nach einem anderen Serienkiller hilft, aber es ist nicht leicht, an Lecter heranzukommen.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:09:40 „Das ist die Idee, die steckt auch im Film, das Schweigen der Lämmer. Ja, jetzt hast du es schon verraten. Ah, das ist der Film.“

Sabine Rückert nennt den Film Das Schweigen der Lämmer als populärkulturelle Entsprechung der FBI-Profiling-Methode: Eine junge Ermittlerin (Jodie Foster) befragt den inhaftierten Serienmörder Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), um einen anderen Täter zu fassen. Andreas Sentker ergänzt die Filmbeschreibung und verrät damit den Cliffhanger, den Rückert eigentlich aufbauen wollte.

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Es geschah am hellichten Tag

Es geschah am hellichten Tag

· 1958

In einem Wald in der Nähe einer Straße wird ein ermordetes Mädchen gefunden. Die Polizei ist nervös, denn zwei ähnliche Morde, die vor einigen Jahren verübt worden waren, konnten bisher nicht aufgeklärt werden. Der Hausierer Jacquier wird sofort der Tat verdächtigt, obwohl er selbst die Polizei auf die Leiche des Mädchens aufmerksam gemacht hatte. Doch Kommissar Matthäi ist von Jacquiers Unschuld überzeugt.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:10:50 „Genau, dieser Kindermörder, der gesucht wird von einem Polizeibeamten, der daran scheitert. Das ist ja verfilmt worden mit Rühmann und Fröbe.“

Sabine Rückert verweist auf den Film mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe, in dem ein Polizeibeamter einen Kindermörder jagt und daran scheitert. Die Erwähnung dient als weiteres Beispiel für die fiktionale Darstellung von Verbrecherjagd und Täteranalyse im Kino, eingereiht neben Schweigen der Lämmer und Mindhunter.

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Für alle Fälle Fitz

Für alle Fälle Fitz

· 1993

Einen Krimihelden wie den Psychologen Dr. Edward Fitzgerald, liebevoll „Fitz“ genannt, hat es noch nicht gegeben: Einen Psychologen, der selbst sein bester Patient wäre, kettenrauchend, trinkend, spielsüchtig und gegenüber den Zumutungen des Alltags allein mit einem messerscharfen Verstand, Einfühlungsvermögen und dem Zynismus des gekränkten Idealisten ausgestattet.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:11:04 „Und dann gibt es den Film, die Serie für alle Fälle Fitz. Hast du das mal gesehen? Für alle Fälle Fitz ist auch sowas, das gibt so ein dicker, das ist eine englische Serie, so ein dicker Kriminalpsychologe löst da im Alleingang irgendwelche Fälle mit übersinnlichen, also er hat keine übersinnlichen Fähigkeiten, sondern er hat eben psychologische Fähigkeiten, mit denen er dann den Täter enttarnt.“

Sabine Rückert reiht die britische Serie Für alle Fälle Fitz (Cracker) in die Liste fiktionaler Darstellungen des Profilings ein. Ein übergewichtiger Kriminalpsychologe löst darin Fälle allein durch psychologische Analyse – ein Bild, das laut Rückert die öffentliche Wahrnehmung von Profilern mitgeprägt hat.

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Aktenzeichen XY … ungelöst

Aktenzeichen XY … ungelöst

Eduard Zimmermann · 1967

Mithilfe von Zuschauerhinweisen sollen ungeklärte Verbrechen im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung aufgeklärt werden. Dazu werden den Zuschauern in jeder Sendung drei bis sechs ungelöste Kriminalfälle in Form von etwa zehnminütigen filmischen Rekonstruktionen (Filmfälle) vorgestellt, in denen die polizeilich ermittelten Fakten veranschaulicht werden.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:25:05 „Es gab auch, um den Mord aufzuklären, eine Sendung XY Ungelöst. Da wurde ja auch vorgestellt, die habe ich mir auch angesehen, die habe ich auch noch gesehen. Allerdings mittlerweile auf Band. Also es war noch eine Kassette.“

Rückert erwähnt eine konkrete Folge von Aktenzeichen XY … ungelöst, in der der Mordfall an Silvia S. am Europakanal 34 vorgestellt wurde. Sie hat sich die Sendung auf VHS-Kassette noch einmal angesehen, um den Fall zu recherchieren. Die Erwähnung dient als Beleg für die damalige öffentliche Fahndung.

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Crime Classification Manual

Crime Classification Manual

This landmark book classifies the three major felonies--murder, arson, and sexual assault--based upon the motivation of the offender, standardizing in one place, for the first time, the language and terminology used throughout the criminal justice system. A decade in development, this work forms the basis of contemporary investigative "profiling", the highly acclaimed strategy enabling law enforcement personnel to solve a crime by generating a "profile" of the suspect.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:35:44 „Herr Müller hatte in der Hauptverhandlung und auch sonst ein Buch dabei, das nannte sich Crime Classification Manual, also ein Handbuch des FBI auf Englisch, das in Deutschland gar nicht zu bekommen war, das ich dann gekauft habe auf seinem Büchertisch in der Fortbildung bei Eichelborn.“

Sabine Rückert beschreibt die angebliche wissenschaftliche Grundlage, auf die sich der Profiler Thomas Müller bei seiner Tatortanalyse stützte. Sie kritisiert das Buch scharf: Es sei lediglich ein Handbuch, das FBI-Leute aufgrund von Gesprächen mit Schwerverbrechern zusammengestellt hätten, ohne jede wissenschaftliche Evaluierung – und dennoch seien damit Menschen vor Gericht überführt worden.

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Die Bestie Mensch

Die Bestie Mensch

Thomas Müller · 2004

Das Buch beschäftigt sich mit menschlichen Abgründen und bösen Charaktereigenschaften aus populärwissenschaftlicher Perspektive. Es ist Teil von Thomas Müllers schriftstellerischem Werk, das er parallel zu seiner Tätigkeit als Profiler und Gutachter veröffentlichte. Der Artikel ordnet diese Publikationen kritisch in Müllers Selbstinszenierung als Experte ein.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:06:12 „Thomas Müller legt noch zwei Bücher vor. Im Jahr 2004 schreibt er Die Bestie Mensch und im Jahr 2006 Die gierige Bestie. Ich habe die Untertitel vergessen, aber es geht um alle bösen Eigenschaften, die Menschen so haben können.“

Andreas Sentker ordnet Thomas Müllers publizistische Tätigkeit ein. Neben seinen umstrittenen Gutachten veröffentlichte Müller auch populärwissenschaftliche Bücher über menschliche Abgründe. Die Erwähnung steht im Kontext der kritischen Auseinandersetzung mit Müllers Selbstinszenierung als Profiler.

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Die gierige Bestie

Die gierige Bestie

Thomas Müller · 2006

Am 10. Mai 2005 begann um 21.06 Uhr auf der Nordseite der Pont de la Machine, jener kleinen Eisenbrücke, die faktisch den Genfersee von der Rhône abtrennt, eine Verhandlung, in der es um das Schicksal von tausenden Menschen ging. Der Abbruch, das Scheitern des Gespräches wäre einer Katastrophe gleich gekommen. Es ging um Informationen, die in die falschen Hände geraten waren und die unter gar keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen durften. Thomas Müller fühlte sich sicher.

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 01:06:12 „Thomas Müller legt noch zwei Bücher vor. Im Jahr 2004 schreibt er Die Bestie Mensch und im Jahr 2006 Die gierige Bestie. Ich habe die Untertitel vergessen, aber es geht um alle bösen Eigenschaften, die Menschen so haben können.“

Das zweite populärwissenschaftliche Buch von Thomas Müller wird im selben Atemzug genannt. Beide Bücher behandeln laut Sentker die dunklen Seiten menschlichen Verhaltens und passen in das Bild eines Profilers, der sich öffentlichkeitswirksam als Experte für das Böse inszeniert.

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Ich jagte Hannibal Lecter

Ich jagte Hannibal Lecter

Robert Ressler · 2014

Weibliche Verbrechen werden nicht nur als Normverletzungen im ethischen, juristischen oder humanitären Sinne wahrgenommen – sondern auch und vor allem als Verstöße gegen Gendernormen. Welche Körperstereotype werden in diversen Medien und Gattungen mobilisiert oder kritisch befragt? Welche Vorstellungen von »richtigen« Geschlechterverhältnissen und Geschlechtsidentitäten kommen dabei ins Spiel? Diese und andere Fragen werden in »Mörderinnen« von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unter...

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:16:31 „Ich habe auch hier sein Buch mitgebracht. Das habe ich da gekauft. Wie das Buch schon heißt und er widmet es dann seinem Freund, der im Polizeidienst auf den Straßen von San Francisco viele Ungeheuer gejagt hat. So ist es schon die Diktion.“

Sabine Rückert hat Robert Resslers Buch bei der Fortbildung in Eickelborn gekauft und es offensichtlich gründlich gelesen. Sie zitiert daraus ausführlich, um Resslers fragwürdige Haltung als Gutachter zu belegen – etwa seine Freude darüber, zu besonders harten Urteilen beigetragen zu haben. Das Buch dient ihr als Beweisstück für die Selbstgerechtigkeit des FBI-Profilers.

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