ZEIT Verbrechen – Das Imperium schlägt zurück
#114

Das Imperium schlägt zurück

ZEIT Verbrechen / 09. August 2022 / 6 Medien

Sabine Rückert & Stefan Willeke

An einem Herbsttag 2015 zeichnet eine Überwachungskamera in Pattaya eine scheinbar harmlose Szene auf: Ein Mann kommt vom Einkaufen, übergibt einem Begleiter seine Gemüsetüten — und wird entführt. Stefan Willeke, Chefreporter der ZEIT, rekonstruiert den Fall des schwedisch-chinesischen Buchverlegers Gui Minhai, den Chinas Sicherheitsapparat aus seinem thailändischen Ferienappartement verschwinden ließ.

„Was man da sieht, ist eine Entführung. Da wird ein Mann entführt, der in Pattaya an der thailändischen Küste ein Ferienapartment hat.“
🗣 Stefan Willeke

Erwähnte Medien (6)

Aus Liebe – Wenn Leidenschaft in Hass umschlägt

Aus Liebe – Wenn Leidenschaft in Hass umschlägt

Daniel Müller

Mit seiner Leichtigkeit überflügelt der Soundtrack zu „Was nützt die Liebe in Gedanken“ den Film und hilft ihm über einige Schwachstellen hinweg

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:54 „Vorher wollte ich noch unser neues Magazin vorstellen, das heute am 9. August erscheint. Es hat den Titel Aus Liebe, wenn Leidenschaft in Hass umschlägt und erzählt eine Menge über das enge Zusammenleben und die große Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft, die irgendwann enttäuscht wird.“

Sabine Rückert stellt das neue ZEIT-Verbrechen-Magazin vor, das am 9. August erscheint. Es enthält unter anderem eine Titelgeschichte über einen Mann, dessen Frau wegen Mordes an seinen Eltern im Gefängnis sitzt, obwohl er sie für unschuldig hält. Das Magazin wurde von Daniel Müller als Chefredakteur verantwortet.

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Tatortreiniger

Tatortreiniger

Arne Feldhusen · 2011

Heiko „Schotty“ Schotte, ist Gebäudereiniger (mit Spezialisierung zum Tatortreiniger) der Spuren des Ablebens von Menschen an Tatorten beseitigt.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:02:03 „Und von ihm war auch die Idee, die beiden Szenebildnerinnen der erfolgreichen Serie Tatortreiniger zu bitten, mal für uns Tatorte anzurichten. Das haben die auch getan und das ist eine sehr eindrucksvolle Fotostrecke, die ihr hier bewundern könnt.“

Im Rahmen der Vorstellung des ZEIT-Verbrechen-Magazins erwähnt Rückert, dass die Szenebildnerinnen der TV-Serie Tatortreiniger eine Fotostrecke mit nachgestellten Tatorten für das Magazin gestaltet haben. Die Serie dient hier als Referenz für die Expertise der Fotografinnen.

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Feudalismus in der marxistischen Historiografie Chinas

Feudalismus in der marxistischen Historiografie Chinas

Gui Minhai · 1997

Akademische Masterarbeit des späteren Buchverlegers Gui Minhai über die Behandlung des Feudalismus in der marxistischen Geschichtsschreibung Chinas. Die 2010er Jahre an der Universität Göteborg entstandene Abschlussarbeit unter Doktorvater Tommy Svensson dokumentiert Minhais Laufbahn als ambitionierter Wissenschaftler, bevor er zum Gründer der Mighty Current Media in Hongkong wurde. Die Arbeit bietet Einblick in sein frühes akademisches Interesse an chinesischer Geschichte und politischer Theorie.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:11:54 „Und er hat sein Masterstudium mit der Abschlussarbeit Feudalismus in der marxistischen Historiografie Chinas.“

Im Rahmen der Biografie Gui Minhais wird seine akademische Laufbahn in Schweden beschrieben. Die Masterarbeit an der Universität Göteborg unter Doktorvater Tommy Svensson zeigt, dass Gui Minhai ein ambitionierter Akademiker war, bevor er zum Buchverleger wurde.

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Dossier über Gui Minhai

Dossier über Gui Minhai

Stefan Willeke

Der Artikel behandelt den Fall Gui Minhai, eines schwedischen Bürgers chinesischer Abstammung, der sich gegen die Machthaber in Peking auflehnten und daraufhin verschwand. Die ZEIT dokumentiert in einem früheren Dossier die Details dieses Falles von politischer Unterdrückung und Entführung durch das chinesische Regime.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:14:06 „Wir haben sie ja damals im Dossier, in deinem Dossier abgebildet auf der Seite 1. Also eine echte Erscheinung.“

Sabine Rückert verweist auf ein zuvor in der ZEIT erschienenes Dossier von Stefan Willeke über den Fall Gui Minhai, in dem auch ein Foto der Tochter Angela abgebildet war. Das Dossier war offenbar die ursprüngliche Recherche-Veröffentlichung des Falls in der ZEIT.

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Die Mätressen des Xi Jinping

Die Mätressen des Xi Jinping

Gui Minhai

»Wir müssen uns die Heimat mit der Seele zurück erkämpfen.« Liao Yiwu Gleich nach dem Ausbruch des Corona-Virus reist der Bürgerjournalist Li in das Epizentrum der Katastrophe. »Weil er keine Angst vor Gespenstern hat«, so die Stellenanzeige, findet er einen Job im Krematorium. Schnell begreift er, dass die offiziellen Opferzahlen nicht stimmen.

🗣 Stefan Willeke referenziert bei ⏱ 00:20:57 „Ja, das war seine geplante Neuerscheinung, die Mätressen des Xi Jinping, des chinesischen Präsidenten. Darüber wollte er ein ganzes Buch machen, voller Schmuddelgeschichten, wo es hieß, dass der chinesische Staatschef von einer seiner Geliebten gefragt wurde, ob er Medikamente nimmt vor dem Sex.“

Das geplante Buch von Gui Minhai über angebliche Liebschaften des chinesischen Staatschefs Xi Jinping wird als zentrales Motiv für seine Entführung diskutiert. Willeke erklärt, dass das Buch zwar inhaltlich eher trivial gewesen sei, aber dennoch das Unantastbare angetastet habe – was letztlich zur Entführung des Verlegers führte.

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G Buch

Gui Minhais Texte

Martin Kaunitz (Hrsg.) / Gui Minhai

Martin Kaunitz, schwedischer Verleger, veröffentlicht Texte des inhaftierten chinesischen Autors Gui Minhai als Buch und leistet damit internationale Solidarität. Sein Engagement hebt die rassistischen Doppelstandards hervor: Minhai hätte bei westlichem Aussehen längst die Freiheit erlangt.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:36:41 „Du hast mit einem schwedischen Verleger namens Martin Kaunitz gesprochen. Der hat ein Buch mit Guimin Heis Texten veröffentlicht und hat etwas sehr Interessantes gesagt zu dir.“

Sabine Rückert leitet ein Gespräch über den schwedischen Verleger Martin Kaunitz ein, der Texte des inhaftierten Gui Minhai als Buch herausgegeben hat. Kaunitz wird als einer der wenigen schwedischen Unterstützer vorgestellt, der den Fall öffentlich hält. Sein zentrales Zitat – hätte Gui Minhai blond und blauäugig ausgesehen, wäre er längst frei – wird zum Aufhänger für die Rassismus-Diskussion in der Episode.

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