Elf Schüsse
Sabine Rückert & Sebastian Kempkens
Sebastian Kempkens rekonstruiert die tödlichen Schüsse eines Polizisten auf den 21-jährigen Afghanen Matiullah Jabakel in der Nacht des 13. April 2018 — elf Schüsse, vier Treffer. Die Geschichte beginnt Jahre zuvor in einem Dorf nahe Jalalabad, wo die Familie unter dem Druck der Taliban ihren vielversprechendsten Sohn nach Deutschland schickt, und endet mit einem Ermittlungsverfahren wegen Totschlags gegen den Beamten.
„Wir müssen sozusagen unseren besten Jungen nach Europa schicken, am besten nach Deutschland.“
Erwähnte Medien (3)
Dossier-Reportage über einen Polizisten, der einen Flüchtling erschoss
Sebastian Kempkens
Die Reportage dokumentiert die tödliche Schießerei eines Polizisten auf den 21-jährigen afghanischen Geflüchteten Matiullah Jabarkhel im April 2018 in Fulda. Reporter Sebastian Kempkels rekonstruiert die Umstände und Hintergründe des Vorfalls, bei dem der Polizist elf Schüsse auf den jungen Mann abgab. Die Reportage beleuchtet sowohl die polizeiliche Perspektive als auch die Fragen, die um Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit des Einsatzes entstanden.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:40 „Auch heute habe ich einen Gast da, der eine wirklich aufsehenerregende Reportage geschrieben hat im Dossier der Zeit im September 2021. Die Aufmachung ist ein stehender Mann, der offensichtlich auf eine kniende Gestalt schießt.“
Sabine Rückert stellt ihren Gast Sebastian Kempkens vor, der als Reporter im Dossier der ZEIT eine große Reportage über einen Polizisten veröffentlicht hat, der in Fulda im April 2018 den 21-jährigen Geflüchteten Matiullah Jabakel erschoss. Die Reportage rekonstruiert die Hintergründe der Tat und bildet die Grundlage des gesamten Gesprächs.
Tatort
ARD · 1970
Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Einige Folgen wurden vom ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe ohne die ARD produziert und in der Erstausstrahlung nur in Österreich in der Erstausstrahlung gesendet.
🗣 Sebastian Kempkens erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:22:12 „Also die sind dann quasi immer zusammen Streife gefahren. So wie man es aus dem Fernsehen kennt. Genau, wie im Tatort.“
Andreas Sentker beschreibt, wie Polizist Lukas Weiler und seine Kollegin Regina Wundrak als festes Streifenteam zusammenarbeiteten. Er vergleicht die Konstellation beiläufig mit dem bekannten Ermittler-Duo-Format aus dem Tatort.
Ratgeber zu Suicide by Cop
Dietmar Heubrock · 2009
Sachbuch über das Phänomen "Suicide by Cop", bei dem suizidale Personen Polizisten gezielt provozieren, um von ihnen erschossen zu werden. Der Ratgeber analysiert die Merkmale dieser Todesfälle: psychische Erkrankungen, Drogeneinfluss und kulturelle Faktoren, die zu diesem Entschluss führen.
🗣 Sebastian Kempkens referenziert bei ⏱ 00:47:17 „Der Polizeiwissenschaftler aus Bremen, Dietmar Heubrock, hat einen Ratgeber dazu geschrieben, den ich gelesen habe. Ich habe Heubrock auch in Bremen besucht. Und bei diesem Ratgeber muss man immer wieder an Matiola denken. Also da trifft eigentlich alles zu.“
Im Zusammenhang mit der Suicide-by-Cop-Theorie erwähnt Sentker einen Ratgeber des Bremer Polizeiwissenschaftlers Dietmar Heubrock, den er im Zuge seiner Recherche gelesen hat. Der Ratgeber behandelt das Phänomen, dass suizidale Personen Polizisten provozieren, um von ihnen erschossen zu werden. Sentker stellt fest, dass fast alle im Ratgeber beschriebenen Merkmale – Drogeneinfluss, psychische Krankheiten, kulturelle Gründe, spontaner Entschluss – auf den Fall Matiola zutreffen.