ZEIT Verbrechen – Sonderfolge – Im Sog der Finsternis
#205

Sonderfolge – Im Sog der Finsternis

ZEIT Verbrechen / 30. Juli 2024 / 5 Medien

Sabine Rückert, Anne Kunze & Britta Stuff, Stephan Lebert

In dieser Sonderfolge stellen Britta Stuff und Stefan Lebert ihre monatelange Recherche über eine erschütternde Familienentdeckung vor: Ilana Levitan erfährt kurz vor ihrem 60. Geburtstag durch eine E-Mail eines Fremden, dass ihr Vater im Warschauer Ghetto war — etwas, das er ihr nie erzählt hatte. Der Absender ist der Enkel eines deutschen Angeklagten der NS-Prozesse um das Warschauer Ghetto, der in alten Akten auf Ilanas Vater gestoßen war und nun nach der Wahrheit über seinen eigenen Großvater sucht.

„Seine Frau, Ilana, kurz vor ihrem 60. Geburtstag auf dem Weg in den Urlaub eine E-Mail bekommen hat, in der sie erfahren hat, dass ihr Vater im Warschauer Ghetto war. Ihr Vater war Jude. Sie ist Jüdin. Louis Levitin ist Jude. Und plötzlich erfährt sie, dass ihr Vater im Warschau-Ghetto war, was er nie erzählt hat.“
🗣 Stefan Lebert

Erwähnte Medien (5)

Deutsche Geister

Deutsche Geister

Britta Stuff, Stefan Lebert

Ilana Lewitan ist die Tochter eines Holocaust-Überlebenden. Plötzlich bekommt sie eine Mail vom Enkel eines SS-Manns, die alles verändert. Gemeinsam suchen sie nach der Wahrheit. Ein achtteiliger Dokupodcast der ZEIT. Hören Sie den gesamten Podcast mit einem Digitalabo der ZEIT.

🗣 Anne Kunze empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:04:55 „Und diese E-Mail war für euch der Beginn einer Recherche, die ihr uns in einem achtheitigen Podcast erzählt, den man hören kann auf zeit.de und überall, wo es Podcasts gibt, und zwar unter dem Namen Deutsche Geister.“

Anne Kunze stellt den achtteiligen Podcast 'Deutsche Geister' vor, den die beiden Gäste Britta Stuff und Stefan Lebert über Monate recherchiert haben. Der Podcast erzählt die Geschichte der Begegnung zwischen der Tochter eines Holocaust-Überlebenden aus dem Warschauer Ghetto und dem Enkel eines SS-Mannes, die durch eine E-Mail zusammenfanden.

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Guido Knopp Dokumentationen

Guido Knopp Dokumentationen

Guido Knopp

Guido Knopps Dokumentationen zur nationalsozialistischen Zeitgeschichte gelten als weit verbreitete und prägende Vermittler von Geschichtswissen in Deutschland. Das Podcast-Zitat illustriert, wie diese Dokumentationen – zusammen mit Schulunterricht – ein trügerisches Gefühl von Sicherheit und Vollständigkeit des Wissens über die NS-Zeit erzeugen, während archivalische Quellen oft erschütternde Details offenbaren, die über das populäre Verständnis hinausgehen.

🗣 Britta Stuff referenziert bei ⏱ 00:08:58 „Ich glaube, Drittes Reich, NS-Zeit, da denkt man so im ersten Moment, ich weiß total viel darüber. Ich hatte das zwei Jahre in der Schule im Geschichtsunterricht. Ich habe Guido Knopp Dokumentationen gesehen. Ich bin da total sattelfest.“

Britta Stuff beschreibt die trügerische Gewissheit, über die NS-Zeit gut informiert zu sein – unter anderem durch die bekannten TV-Dokumentationen von Guido Knopp. Sie kontrastiert dieses vermeintliche Wissen mit der Erfahrung, in Archiven auf erschütternde Details zu stoßen, die weit über das populäre Geschichtswissen hinausgehen.

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Netflix-Serie über die NS-Zeit

Netflix-Serie über die NS-Zeit

Eine aktuelle Netflix-Serie beschäftigt sich mit der Zeit des Nationalsozialismus. Die Serie wird im Zusammenhang mit der öffentlichen Auseinandersetzung der Deutschen mit diesem historischen Kapitel erwähnt und trägt zur Vermittlung dieses wichtigen Themas in der Gegenwartskultur bei.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:11 „Jetzt gibt es auch eine neue Serie auf Netflix über DNS-Zeit. Nur als kleine Zwischenbemerkung.“

Sabine Rückert wirft beiläufig ein, dass es aktuell eine neue Netflix-Serie über die NS-Zeit gibt. Der genaue Titel wird nicht genannt, es handelt sich um eine kurze Zwischenbemerkung im Gespräch über das Wissen der Deutschen über diese Epoche.

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Schindlers Liste

Schindlers Liste

Steven Spielberg · 1993

Von einer wahren Begebenheit inspiriert, erzählt Schindlers Liste die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs versucht, sich in Krakau eine Existenz aufzubauen. Aus finanziellen Gründen beschäftigt er nur Juden und leiht sich Geld von ihnen um eine Emaillefabrik zu gründen, die ihm letztlich großen Reichtum beschert.

🗣 Stephan Lebert referenziert bei ⏱ 00:15:29 „In diesem Fall, dass sich diese abgrundtief bösen Menschen, gibt es, gab es, aber wir hatten es mit einem SS-Mann zu tun. So war zumindest der Beginn der Geschichte, wo es hieß, der hat Gutes getan, der hat Juden gerettet. Und wir haben gedacht, vielleicht haben wir sogar eine Art Oskar Schindler-Geschichte hier.“

Stefan Lebert vergleicht den Anfang ihrer Recherche mit der Geschichte von Oskar Schindler – ein SS-Mann, der angeblich Juden gerettet haben soll. Der Verweis auf eine 'Oskar Schindler-Geschichte' ist eine implizite Referenz auf die bekannte Erzählung, die vor allem durch Spielbergs Film kulturell verankert ist.

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Zwangsarbeiter von Mercedes-Benz

Zwangsarbeiter von Mercedes-Benz

· 2006

Mercedes-Benz Vans ist das Geschäftsfeld der Mercedes-Benz AG für die Vans der Marke Mercedes-Benz. Das Geschäftsfeld wird seit dem 1. Januar 2022 von Mathias Geisen geleitet. Die Produktpalette umfasst den Stadtlieferwagen Citan, den darauf basierenden Hochdachkombi T-Klasse, die Midsize Vans Vito und eVito, den Large Van Sprinter (inkl. Sprinter-Triebkopf), die Großraumlimousine V-Klasse sowie die kompakte Marco Polo Reise- und Freizeitmobilserie. Am 6.

🗣 Stephan Lebert referenziert bei ⏱ 00:20:50 „Dann gehe ich mit ihr nochmal in eine Buchhandlung und sie tritt an einen Büchertisch hin, wo Neuerscheinungen sind und da steht Zwangsarbeiter von Mercedes-Benz. Und meine Mutter nimmt das Buch zitternd und schaut hinten nach, ob ihr Vater da drin ist.“

Stefan Lebert erzählt eine persönliche Geschichte über seine Mutter, die kurz vor ihrem Tod in einer Buchhandlung das Buch über Zwangsarbeiter bei Mercedes-Benz entdeckte und zitternd nachschaute, ob ihr Vater – der eine Fabrik für Zwangsarbeiter leitete – darin erwähnt wird. Die Anekdote illustriert, wie das Schweigen über die NS-Vergangenheit bis in die Familien der Gesprächsteilnehmer reicht.

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