Demenz: "Im Krankenhaus wäre Walter verhungert"
Artikel über den Fall der Demenzpatientin und Walter Jens
Martina Keller
Martina Keller verbindet in ihrem ZEIT-Artikel einen aufsehenerregenden niederländischen Sterbehilfe-Fall – bei dem eine Demenzpatientin auf Basis einer früheren Patientenverfügung getötet wurde – mit der Geschichte des deutschen Rhetorik-Professors und Schriftstellers Walter Jens, der jahrelang an schwerer Demenz litt. Inge Jens, seine Frau, hat das gemeinsame Leben mit dem Erkrankten öffentlich beschrieben, darunter bewegende Szenen des Verlusts von Sprache und Persönlichkeit. Der Artikel stellt die ethische Frage, wie verbindlich Vorausverfügungen bei Demenz sein können, wenn der Betroffene nicht mehr zustimmungsfähig ist. Er ist relevant im Kontext der deutschen Debatten um aktive Sterbehilfe und Selbstbestimmung am Lebensende.
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„Du hast es auch in deinem Artikel aufgenommen, denn es gibt sehr intensive Beschreibungen, gerade von Inge Jentz.“
Andreas Sentker bezieht sich auf einen ZEIT-Artikel von Martina Keller, der den niederländischen Sterbehilfe-Fall mit der Geschichte von Walter Jens verknüpft. In dem Artikel werden auch Inge Jens' Beschreibungen des Lebens mit ihrem dementen Mann verarbeitet, darunter die berührende Szene, wie der frühere Großintellektuelle ein Buch falsch herum hält.
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