Big Brother
John de Mol · 2000
100 Tage, 24 Stunden Überwachung, ein Container und kein Kontakt zur Außenwelt: Die Bewohner leben 100 Tage gemeinsam in ihrer neuen Wohngemeinschaft im Container und stehen dabei unter 24-stündiger Kameraüberwachung. Big Brother sieht alles. Big Brother gibt die Regeln vor. Big Brother ist unberechenbar.
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Erwähnungen (7)
„Und heute sitzt ja Ronald Schill, sitzt ja im Big Brother Container und lässt sich da bespaßen. Gnadenlos. Gnadenlos. So ist es gekommen und genau da gehört er hin.“
Im Gespräch über populistische Justizpolitik kommt Sabine Rückert auf den ehemaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill zu sprechen, der als 'Richter Gnadenlos' bekannt war. Sie merkt süffisant an, dass er inzwischen als Teilnehmer der Reality-TV-Show Big Brother gelandet ist – für sie ein passender Kommentar zu seinem politischen Niedergang.
„Wo Olivia Jones irgendwelchen Big-Brother-Kandidaten erklärt, warum man nicht mehr schwul sagt oder ähnlichen Sachen, wo sie so Leute auseinander nimmt, das hohe Gericht des deutschen Fernsehens.“
Olli beschreibt ein neues ProSieben-Format, in dem Olivia Jones ehemaligen Big-Brother-Kandidaten gesellschaftliche Umgangsformen erklärt. Big Brother wird hier als Herkunft der Teilnehmer erwähnt, die dort durch problematische Aussagen aufgefallen sind.
„Weißt du was, ganz ehrlich, hätten die damals schlauer gehandelt, hätten Slatko und Jürgen sich jeweils einen Turm geholt und würden da jetzt drin wohnen. Big Brother.“
Olli Schulz macht einen Witz über die Kölner-Dom-Türme und die Big-Brother-Teilnehmer Zlatko und Jürgen Milski, die jeweils in einem Turm hätten wohnen können. Eine humorvolle Referenz auf die TV-Show, die Zlatko und Milski berühmt machte.
„Und in dieser Gruppe wird dann Gruppendynamik getestet. Also zuerst saßen wir zu sechsten im Raum und nehmen uns so ein Komitee mit einem Ex-Astronauten, Psychologin auch wieder und irgendwelche Manager. Und wir haben so ein Thema, wir sind alle auf einer Pirateninsel. Also es ist ein bisschen Big Brother für Astronautenkandidaten.“
Matthias Maurer beschreibt die Gruppentest-Runde des ESA-Auswahlverfahrens in Köln, bei der sechs Kandidaten gemeinsam ein Problem auf einer fiktiven Pirateninsel lösen mussten. Er vergleicht die Situation humorvoll mit der Reality-TV-Show Big Brother, weil die Gruppe unter Beobachtung eines Komitees zusammenarbeiten musste.
„Gleichzeitig gab es eben sowas wie Big Brother, was anfing. Also das Reality-TV, wo man plötzlich echte andere Menschen sah, wurde eingeführt.“
Big Brother wird als Schlüsselphänomen der frühen 2000er besprochen, als Gegenpol zur neuen Bürgerlichkeit. Mangold ergänzt, dass junge Feuilletonisten ihre Karriere damit machten, das Geschehen im Big-Brother-Container mit Adorno oder Luhmann zu deuten – statt Romane zu besprechen.
„Es gab irgendwie Big Brother. Es gab alle möglichen Reality-TV-Trash-Sendungen auch, die alle eben von diesen Frauen handelten und viel von ihren Körpern.“
Big Brother wird neben The Simple Life als Beispiel für das Reality-TV-Genre erwähnt, das Frauen aufsaugte und wieder ausspuckte.
„Meine Generation hat ihre Feuertaufe mit Trash-TV, nicht mit German is Next Topmodel, sondern natürlich mit Big Brother. Und daraus machten wir ein gesellschaftliches Ding und so weiter. Aber das war dann eben fünf Jahre früher, das war wirklich um die Jahrtausendwende.“
Ijoma Mangold grenzt seine Generationserfahrung mit Reality-TV von der Nina Pauers ab. Für ihn war Big Brother um die Jahrtausendwende das prägende Trash-TV-Erlebnis, das er als soziologisch spannender beschreibt, weil man darin Klassenunterschiede beobachten konnte. Er erinnert sich an eine intensive Feuilleton-Berichterstattung und Theaterkritiker, die die Show detailliert analysierten.
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