Der Fremde
Albert Camus
«Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte.» Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer litera...
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Erwähnungen (2)
„Beim nächsten Buch, da sprechen wir über unseren Klassiker, über Albert Camus, der Fremde. Du hast ein Buch geschrieben über Albert Camus, eine Biografie vor einigen Jahren. Deswegen fühle ich mich hoffnungslos unterlegen.“
Camus' 'Der Fremde' ist das zweite ausführlich besprochene Hauptwerk der Episode. Soboczynski fasst den Plot zusammen – Meursault, der gefühllose Antiheld im kolonialen Algerien, der einen Araber am Strand erschießt. Es entspinnt sich eine Debatte: Soboczynski kritisiert die entpersonalisierte Darstellung der kolonialisierten Bevölkerung, während Radisch die existenzielle Tiefe und den hypermodernen, atonalen Erzählton verteidigt.
„Es hat auch was von der Fremde von Camus. Das wurde auch mal erwähnt. Das stimmt auch, finde ich.“
Adam zieht eine literarische Parallele zwischen David Szalays Protagonist Istvan und Meursault aus Camus' 'Der Fremde'. Iris greift den Vergleich auf, argumentiert aber, dass Szalays Roman noch radikaler sei, weil der Protagonist im Gegensatz zu Meursault bis zum Ende wortkarg bleibt.
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