Der rosarote Panther
· 1964
Er reißt Wände ein, setzt Häuser unter Wasser, zwingt Muskelpakete in die Knie - Hauptsache Chaos: Paulchen Panthers Markenzeichen! Ganz gleich, wer ihm über den Weg läuft - vor dem rosaroten Nervenbündel ist niemand wirklich sicher. Auch heute, darauf ist Verlass, wird Paulchen Panther sein Unwesen treiben.
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„Was aber erst auftauchte, als sie tot waren, außer Beate Zschäpe, aber die anderen tot waren, wo der rosa-rote Panther immer mit dieser Kinderfernsehmelodie auftauchte.“
Lars Weisbrod ergänzt Nina Pauers Verweis auf das NSU-Bekennervideo: Die Zeichentrickserie 'Der Rosarote Panther' mit ihrer unbeschwerten Melodie wurde darin als groteske Rahmung für die Dokumentation realer Morde verwendet – ein Beispiel für den Verfremdungseffekt, den Neonazis gezielt einsetzen.
„Wisst ihr, woran mich das erinnert? Kennt ihr noch den rosa-roten Panther, diese Comicserie? Da gab es so in der Körperlänge aufgereihte Verbrecher, die Daltons, die immer versuchten, irgendwo auszubrechen und es ging immer schief.“
Andreas Sentker vergleicht den absurden Ausbruchsversuch Todorovs aus dem Gefängnis mit der Comicserie. Die Daltons, die er beschreibt, stammen allerdings aus Lucky Luke – Sentker vermischt offenbar zwei Erinnerungen. Der Vergleich unterstreicht die Komik des gescheiterten Fluchtversuchs.
„Doch, ich vertraue der Kunst ja so ultimativ wie kein anderer auf diesem Planeten und ich denke, wir können wie Paulchenpanther an der Uhr drehen, also wir können das alles machen, wir können alles verändern.“
Meese verweist auf den rosaroten Panther (Paulchen Panther) als Metapher für spielerische Allmacht — die Fähigkeit, wie in der Zeichentrickserie einfach an der Uhr zu drehen und alles zu verändern. Das unterstreicht sein Kunstverständnis als grenzenlose Gestaltungskraft.
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