Die Besessenheit

Annie Ernaux · 2002

Sie hat keine großen Gefühle mehr für ihn und trennt sich. Doch als er Monate später von einer anderen spricht, ist sie völlig aus der Bahn geworfen. Jetzt leidet sie, fühlt sich verschmäht, zurückgewiesen. Vor allem aber treibt die Frau sie um, die ihren Platz eingenommen hat – wer ist die eigentlich und wie? Ist sie schöner, besser, ist der Sex mit ihr toller? Diese Fremde wird zu einer Obsession, einer Art Wahn. »Das Seltsamste an der Eifersucht ist, dass sie eine ganze Stadt – die ganze Welt

Die Besessenheit

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🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:05:48
„Da kommt jetzt, und das ist wirklich aus einem frisch gedruckten Buch, was sie aber schon vor einigen Jahrzehnten geschrieben hat. Vor 23 Jahren ist es veröffentlicht worden. Ganz genau, das kommt jetzt und das heißt die Besessenheit, auf Deutsch heißt es die Besessenheit, auf Französisch l'occupation, ein bisschen neutraler und es geht um eine wahnsinnige Eifersucht.“

Das Buch von Annie Ernaux ist das Eröffnungszitat der Episode. Iris Radisch erklärt, dass es um eine obsessive Eifersucht geht: Die Erzählerin hatte ihren jungen Liebhaber abgestoßen, doch als er eine andere Frau fand, brach ihre Welt zusammen. Radisch lobt, wie Ernaux die Lesenden in diese Besessenheit hineinzieht, mit ihrer typisch einfühlsamen und zugleich kühlen Schreibweise. Die Übersetzung stammt von Sonja Fink.

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