Der Platz
Annie Ernaux · 2019
Nobelpreis für Literatur 2022 Ihr Vater stirbt, und Annie Ernaux nimmt das zum Anlass, sein Leben zu erzählen: Um die Jahrhundertwende geboren, musste er früh von der Schule abgehen, war zunächst Bauer, dann, bis zum Todesjahr 1967, Besitzer eines kleinen Lebensmittelladens in der Normandie, die körperliche Arbeit ließ ihn hart werden gegen seine Familie.
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„Annie Ernaux, die auch gerade den einen Nobelpreis bekommen hat, erzählt zum Beispiel in ihrem schmalen Buch Der Platz auch davon. Die kommt aus einer Arbeiterfamilie aus der Normandie und macht also nun diesen großen Aufstieg in die Kulturschikaria von Paris durch ihre Tätigkeit als Schriftstellerin.“
Mangold zieht eine direkte Parallele zwischen Annie Ernaux' 'Der Platz' und Blutbuch. Beide Werke behandeln die doppelte Scham des sozialen Aufstiegs: die Scham für das Herkunftsmilieu und die Scham gegenüber dem Herkunftsmilieu, dessen Sprache man abgelegt hat. Kim de l'Horizon dekliniere dieses Ernaux-Motiv in Blutbuch vielfach durch.
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