Die Fliegen
Jean-Paul Sartre
Jean-Paul Sartres Theaterstück „Die Fliegen" ist eine existentialistische Neuinterpretation des antiken Atriden-Mythos. Als Orest nach Argos zurückkehrt, findet er seine Heimatstadt unter der Herrschaft des Usurpators Ägisth unterdrückt vor, der das Volk durch künstlich erzeugtes Schuldgefühl versklavt. Mit Freiheitswille und Verstand entschließt sich Orest, das tyrannische Regime zu beseitigen. Das 1943 uraufgeführte Stück war der deutschen Zensur entgangen und galt als verborgenes Manifest des Widerstands gegen die Besatzungsmacht und das Vichy-Regime. Es zeigt, wie Unterdrückung überwunden werden kann, wenn Menschen sich ihrer Freiheit bewusst werden und die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Und dann machst du noch deine Elektrosatres fliegen. Das waren so meine und so eine schwere bisschen. Danke, vielen Dank.“
Als drittes und schwerstes Vorsprechstück wählte Berghoff die Elektra aus Sartres 'Die Fliegen'. Die Passage ist durch die Transkription verzerrt ('Elektrosatres'), aber es handelt sich klar um die Rolle der Elektra in Sartres Drama. Berghoff ordnet es selbst als die 'schwere' Rolle in ihrem Dreier-Set ein.
Ähnliche Medien
Geschlossene Gesellschaft (Huis clos)
Jean-Paul Sartre
In Sartres existentialistischem Meisterstück sitzen drei Verstorbene in einem geschmacklosen Hotelzimmer fest, aus dem es kein Entkommen gibt. Ohne physische Qualen werden sie durch ein psychologisches Machtspiel gequält, in dem ihre Lebenslügen und Charakterfehler gnadenlos offengelegt werden. Sartre reimagiert die Hölle nicht als Ort der äußeren Bestrafung, sondern als innere Gefangenschaft durch die Unmöglichkeit, dem anderen zu entfliehen. Die neue deutsche Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel bewahrt die existenzialistische Tiefe des Textes, während sie ihn behutsam in die Gegenwart transportiert.
L'Idiot de la famille (Der Idiot der Familie)
Jean-Paul Sartre · 1988
Sartres monumentale psychobiographische Analyse des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert. Das Werk untersucht Flauberts Leben, Persönlichkeit und literarisches Schaffen aus existentialistischer Perspektive und ergründet die psychologischen Ursprünge seiner künstlerischen Vision und des Werks.
Sartres Interview über Frauen in Libération
Jean-Paul Sartre
Sammlung von Texten und Essays des Philosophen Jean-Paul Sartre. Ein darin enthaltenes Interview in Libération behandelt Sartres Sicht auf die Frauenbewegung und wird von Schwarzer als problematisch kritisiert, da Sartres Aussagen voller Klischees seien.
Die Wörter (Les Mots)
Jean-Paul Sartre · 2023
Der weltberühmte Schriftsteller und Philosoph erzählt hier mit der Ironie eines Mannes, der alle Lügen seines Zeitalters und alle Illusionen, auch die eigenen, durchschaut hat, die Geschichte seiner Jugend. Eine faszinierende Studie über die kindliche Psyche, ein brillant geschriebenes Selbstbekenntnis, das die Tradition der großen französischen Moralisten für unsere Zeit erneuert.