Geschlossene Gesellschaft (Huis clos)
Jean-Paul Sartre
In Sartres existentialistischem Meisterstück sitzen drei Verstorbene in einem geschmacklosen Hotelzimmer fest, aus dem es kein Entkommen gibt. Ohne physische Qualen werden sie durch ein psychologisches Machtspiel gequält, in dem ihre Lebenslügen und Charakterfehler gnadenlos offengelegt werden. Sartre reimagiert die Hölle nicht als Ort der äußeren Bestrafung, sondern als innere Gefangenschaft durch die Unmöglichkeit, dem anderen zu entfliehen. Die neue deutsche Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel bewahrt die existenzialistische Tiefe des Textes, während sie ihn behutsam in die Gegenwart transportiert.
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„Ich habe mich an das Theaterstück von Jean-Paul Sartre erinnert gefühlt, der ja ein Stück über die Hölle geschrieben hat. Das heißt »Geschlossene Gesellschaft«. Drei Personen werden in einen Raum gesperrt, ein Mann, zwei Frauen. Sie sind alle drei tot.“
Rückert verweist auf Sartres Theaterstück und den berühmten Satz 'Die Hölle, das sind die anderen', um dann zu argumentieren, dass jemand mit einer psychiatrischen Erkrankung weiß, dass die größte Hölle man selbst sein kann – wie bei Josefine S.
„Ich möchte mit dem Satz von Jean-Paul Sartre schließen, der in seinem Theaterstück »Geschlossene Gesellschaft« den wunderbaren Satz eingebaut hat, »Die Hölle sind immer die anderen.« Und wie man sich gegenseitig die Hölle machen kann, haben wir heute von dir erfahren dürfen.“
Sabine Rückert schließt die Episode mit einem Zitat aus Sartres Theaterstück, das sie als Fazit auf den besprochenen Fall anwendet. Die berühmte Sentenz über die Hölle, die immer die anderen sind, dient ihr als pointierte Zusammenfassung der destruktiven Beziehungsdynamik zwischen Maria und Wim.
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