Ein springender Brunnen

Martin Walser · 1998

Ein springender Brunnen ist Martin Walsers autobiografisch geprägter Roman über seine Kindheit am Bodensee. Das Werk wurde im Podcast als bevorzugte Wahl zwischen zwei Walser-Romantiteln genannt und zeigt die formative Phase des Schriftstellers in dieser charakteristischen südwestdeutschen Landschaft. Der Roman verbindet persönliche Erinnerungen mit literarischem Anspruch und bietet Einblicke in Walsers biografische Wurzeln.

Ein springender Brunnen

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🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:21:31
„Ich glaube schon, dass er diese kleine Leute-Welt auch von innen beleuchten wollte in ihrer sprachlichen und geistigen Hilflosigkeit. Und dass da etwas Ähnliches passiert, was Martin Walser in seinen Erinnerungen aus der Nazi-Zeit in dem springenden Brunnen versucht hat. Nämlich nochmal von innen heraus so etwas wie eine Unschuld vor der Katastrophe.“

Iris Radisch zieht Martin Walsers autobiografischen Roman als Vergleich zu Grünbeins 'Der Komet' heran. Beide Werke versuchten, die Perspektive der NS-Zeit von innen heraus darzustellen – jene vermeintliche Unschuld, bevor das volle Ausmaß der Katastrophe erkennbar wurde. Walser gelinge dies durch eine individuelle Stimme besser als Grünbeins kollektives 'Man'.

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