Tod eines Kritikers
Martin Walser · 2009
Hans Lach wird verhaftet: Mordverdacht. Auf der Party seines Verlegers hatte er einen für seine Verrisse gefürchteten Kritiker bedroht. Am nächsten Morgen findet sich dessen blutdurchtränkter Pullover, nur von der Leiche fehlt jede Spur. Dafür treten immer neue Verdächtige auf den Plan. Ein Vexierspiel auf Leben und Tod nimmt seinen Anfang, denn über die Schuld oder Unschuld des Schriftstellers, so scheint es, ist viel zu sagen, aber schwer zu entscheiden.
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Erwähnungen (3)
„Wie fanden Sie Tod eines Kritikers? Ah, ja. Dünnes Eis.“
Thea Dorn bezeichnet das Buch als nicht Walsers bestes, es gehöre eher zur Rubrik offene Rechnung des Trotzschädels
„stellt sich Frau Reich-Ranitzky als Walzer seinen antisemitischen Roman Schreibtod eines Kritikers“
Biller erzählt, wie Schirrmacher den Vorabdruck von Walsers Roman in der FAZ ablehnte und einen Text über dessen antisemitischen Charakter schrieb
„Und selbst bei dem jetzt gerade verstorbenen Martin Walser war es ja so, obwohl er schon wirklich ein über die Maßen arrivierter Schriftsteller war, hat ihn das, was Reich Ranitzky über ihn gesagt hat, furchtbar verletzt, dass er so blöd war, darüber noch ein Buch zu schreiben. Der Tod eines Kritikers.“
Ferdinand von Schirach spricht darüber, wie Kritik Schriftsteller verletzen kann. Er nennt Martin Walser als Beispiel, der sich so von Marcel Reich-Ranickis Kritik getroffen fühlte, dass er darüber einen Roman schrieb – was Schirach als Fehler betrachtet.
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