Tod eines Kritikers

Martin Walser · 2009

Hans Lach wird verhaftet: Mordverdacht. Auf der Party seines Verlegers hatte er einen für seine Verrisse gefürchteten Kritiker bedroht. Am nächsten Morgen findet sich dessen blutdurchtränkter Pullover, nur von der Leiche fehlt jede Spur. Dafür treten immer neue Verdächtige auf den Plan. Ein Vexierspiel auf Leben und Tod nimmt seinen Anfang, denn über die Schuld oder Unschuld des Schriftstellers, so scheint es, ist viel zu sagen, aber schwer zu entscheiden.

Tod eines Kritikers

Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.

Erwähnungen (3)

Alles gesagt?
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:38:30
„Wie fanden Sie Tod eines Kritikers? Ah, ja. Dünnes Eis.“

Thea Dorn bezeichnet das Buch als nicht Walsers bestes, es gehöre eher zur Rubrik offene Rechnung des Trotzschädels

Alles gesagt?
🗣 Maxim Biller referenziert bei ⏱ 03:09:36
„stellt sich Frau Reich-Ranitzky als Walzer seinen antisemitischen Roman Schreibtod eines Kritikers“

Biller erzählt, wie Schirrmacher den Vorabdruck von Walsers Roman in der FAZ ablehnte und einen Text über dessen antisemitischen Charakter schrieb

Alles gesagt?
🗣 Ferdinand von Schirach referenziert bei ⏱ 01:26:51
„Und selbst bei dem jetzt gerade verstorbenen Martin Walser war es ja so, obwohl er schon wirklich ein über die Maßen arrivierter Schriftsteller war, hat ihn das, was Reich Ranitzky über ihn gesagt hat, furchtbar verletzt, dass er so blöd war, darüber noch ein Buch zu schreiben. Der Tod eines Kritikers.“

Ferdinand von Schirach spricht darüber, wie Kritik Schriftsteller verletzen kann. Er nennt Martin Walser als Beispiel, der sich so von Marcel Reich-Ranickis Kritik getroffen fühlte, dass er darüber einen Roman schrieb – was Schirach als Fehler betrachtet.

Ähnliche Medien

Finks Krieg

Finks Krieg

Martin Walser

Martin Walsers Roman "Finks Krieg" zeichnet das Porträt eines Protagonisten, der sich vollständig in eine politische und persönliche Sackgasse verstrickt hat. Das Werk ist relevant, da es existenzielle Parallelen zu realen Politikern wie Jürgen Möllemann zieht und damit Fragen über die zerstörerischen Konsequenzen von Verstricktheit und moralischem Versagen aufwirft.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Friedenspreis-Rede (Paulskirche, 1998)

Friedenspreis-Rede (Paulskirche, 1998)

Martin Walser

Martin Walsers Friedenspreis-Rede von 1998 in der Paulskirche ist ein vielbeachtetes Beispiel einer umstrittenen und gescheiterten Rede, die breite Kritik hervorrief. Die Rede gilt als warnendes Beispiel dafür, dass eine Friedenspreis-Rede auch misslingen kann – ein Referenzpunkt für nachfolgende Träger wie Carolin Emcke, die sich bei ihrer eigenen Rede 2016 bewusst damit auseinandersetzten. Walsers Rede zeigt die Risiken und Verantwortung, die mit einer solchen öffentlichen Stellungnahme verbunden sind.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Rede von Martin Walser (Friedenspreis 1998)

Rede von Martin Walser (Friedenspreis 1998)

Martin Walser · 1999

Documents the reaction from the political right of the speech that Martin Walser gave on October 11, 1998 at the Frankfurt Book Fair upon his receipt of the Peace Prize of the German Book Trade.

▶️ YouTube 🔍 Google Details
Paulskirchenrede

Paulskirchenrede

Martin Walser

Martin Walsers Friedenspreisrede von 1998, in der er die Dauerpräsenz der Nazi-Zeit in der deutschen Gegenwartsdebatte kritisierte. Die umstrittene Rede führte zu einem desaströsen öffentlichen Gespräch mit Ignatz Bubis und prägte die Erinnerungskultur-Debatte.

▶️ YouTube 🔍 Google Details