Einander ist alles, was wir haben
Jan Böhmermann
Jan Böhmermann zeigt im Haus der Kulturen der Welt eine Ausstellung mit dem Titel "Die Möglichkeit der Unvernunft", die vor allem eigene künstlerische Aktionen und Reaktionen auf seine Sendung "ZDF Magazin Royale" präsentiert. Zentral ist die handy-freie Zone – Besucher müssen Aufnahmegeräte abgeben, um den Fokus auf unmittelbare Gemeinschaftserfahrung statt individuellen Content zu legen. Die Installationen sind technisch hochwertig umgesetzt und behandeln vor allem bundesdeutsche Politik: Eine Butter-Büste Helmut Kohls, Spiegelarbeiten auf Friedrich Merz bezogen oder Grabsteine mit Namen der reichsten Deutschen. Dabei stellt sich die Frage, ob die Kunstwerke als eigenständiges Medium funktionieren oder vor allem als Vehikel für Böhmermanns persönliche politische Botschaften dienen.
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„Weil wir natürlich, das ist natürlich eine Ausstellung, die verbinden soll, der Obertitel heißt Einander ist alles, was wir haben, bringe ich morgen bevor die Pressekonferenz ein Paket mit einem Fernrohr im Bundeskanzleramt vorbei.“
Böhmermann beschreibt seine Kunstausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Eine Installation mit einem Spiegel am Carillon-Turm ermöglicht es Besuchern, über ein Fernrohr ins Büro des Bundeskanzlers zu schauen. Er will Friedrich Merz ein Gegenfernrohr schenken, damit sich die Blicke treffen können.
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