Fragebogenstudie zur ärztlichen Leichenschau in Westfalen

Bernhard Brinkmann

Eine bahnbrechende Studie des Rechtsmedizin-Direktors Bernhard Brinkmann aus den 1990ern untersuchte die Unabhängigkeit von Leichenschau-Ärzten in Westfalen. Der Fragebogen an 1.100 Ärzte enthüllte ein erschreckendes Ergebnis: Die Hälfte der Befragten bestätigte, von Polizeibeamten unter Druck gesetzt worden zu sein, natürliche Todesursachen einzutragen. Die Studie dokumentiert damit ein systemisches Problem, das die Glaubwürdigkeit von Totenscheinen in Frage stellt.

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Erwähnungen (1)

ZEIT Verbrechen
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:35:33
„Es gibt eine Studie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, die ist 30 Jahre alt, aber wir zitieren sie hier, weil sie so unfassbare Ergebnisse hervorgebracht hat. Bernhard Brinkmann hat sie unternommen. Der war damals Direktor der Rechtsmedizin in Münster. Und er hat einen Fragebogen geschickt an 1100 Ärzte in Westfalen.“

Sentker führt eine 30 Jahre alte Studie des Münsteraner Rechtsmedizin-Direktors Bernhard Brinkmann ein, um das systematische Problem der Einflussnahme auf Leichenschau-Ärzte zu belegen. Brinkmann hatte 1100 Ärzte in Westfalen befragt, ob sie von Polizeibeamten gedrängt wurden, auf dem Totenschein eine natürliche Todesursache einzutragen. Rückert ergänzt, dass die Hälfte der Antwortenden dies bestätigte – ein Ergebnis, das Sentker als erschreckend einordnet.

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